Samstag, 21. Januar 2017


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Netzausbau ist nur mit Bauern und Grundeigentümern machbar

WLV-Präsident Röring fordert neue Entschädigungsregelung für landwirtschaftliche Flächen

(lifePR) (Münster, ) Grundeigentümer müssen nach den Vorstellungen des WLV für die Verlegung von Stromleitungen auf ihrem Boden neben der üblichen Entschädigung für die grundbuchliche Sicherung eine jährliche Nutzungsvergütung erhalten. Nachdem sich die Bundesregierung einer Verbesserung der Leitungsrechtsentschädigung verschließt, verweist WLV-Präsident Johannes Röring mit Nachdruck auf das Ergebnis eines vom Deutschen Bauernverband in Auftrag gegebenen Expertengutachtens. Demnach kommt es bei einer wiederkehrenden Nutzungsvergütung zu keiner signifikanten Erhöhung der Strompreise. Dem Gutachten zufolge ist bei einem unterstellten Netzausbau von 4.500 km bis 2020 und durchschnittlichen Grundstückswerten von einer Erhöhung von lediglich 0,008 Cent je Kilowattstunde auszugehen. Dies bedeutet für einen durchschnittlichen Privathaushalt lediglich eine Mehrbelastung von 0,2862 Euro pro Jahr (Bundesdurchschnitt) bzw. maximal 0,3655 € pro Jahr in den Altbundesländern.

"Eine Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Betriebsflächen für neue Höchstspannungslei-tungen kann nicht mit 50 Jahre alten Entschädigungsgrundsätzen erfolgen", macht Johannes Röring seine Forderung deutlich. Ohne eine verbesserte Entschädigungsregelung drohe nach Einschätzung des WLV durch die fehlende Akzeptanz der Betroffenen die Verzögerung des Netzausbaus. Dies erst recht, weil anderen Beteiligten wie Kommunen und Betreibern Erneuerbarer-Energie-Anlagen deutlich verbesserte Anreize geboten werden. "Die unbe-wegliche Haltung der privatwirtschaftlich und gewinnorientiert aufgestellten Netzbetreiber wie auch der beteiligten Bundesministerien ist absolut inakzeptabel", sagte Röring weiter.

Nach Einschätzung des Verbandes müssen unverzüglich politische Entscheidungen der Bundesregierung zum Netzausbau getroffen werden. So fordert WLV-Präsident Röring auch die bessere Berücksichtigung von agrarstrukturellen Belangen im Netzentwicklungsplan. Mit land- und forstwirtschaftlichen Flächen müsse äußerst sparsam umgegangen und die be-trieblichen Entwicklungsmöglichkeiten gewahrt werden.

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