Montag, 05. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 139874

Die aktuelle Marktstrategie der Vermögensverwaltung

(lifePR) (Berlin, ) .
- Aktien: Nachlassende Trendintensität
- Renten: Relative Stärke deutscher Staatsanleihen
- Währungen: Dollar-Stärke nur temporär

Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel ist die Nachrichtenlage gewöhnlich ebenso dünn wie die Handelsumsätze an den Börsen. Dennoch können wir zu Beginn des Jahres 2010 einige volkswirtschaftliche Daten konstatieren, die - insbesondere in den USA - interessanterweise in gegensätzliche Richtungen weisen. Würde man sich zum Beispiel nur auf einige ausgesuchte Frühindikatoren verlassen, wären die Weichen für das US-Wirtschaftswachstum im neuen Jahr bereits gestellt: Volle Fahrt voraus! Indikatoren wie der so genannte Leading Indicator signalisieren eine Erholung des Wirtschaftswachstums in den USA. Und der wichtige US-Einkaufsmanagerindex (ISM-Index) für das verarbeitende Gewerbe konnte sich im Gesamtjahr 2009 erholen und deutet als Vorlaufindikator auf ein starkes Wachstum in der US-Industrieproduktion hin. Allerdings ist diese positive Entwicklung fast ausschließlich dem amerikanischen Pendant der Abwrackprämie zu verdanken und demzufolge lässt sich ein nachhaltiger positiver Effekt auf die US-Industrie durchaus anzweifeln. Vertraut man allein auf diese Daten, ohne sie zu hinterfragen, läge die Rezession schon hinter uns. Doch die Medaille hat bekanntlich immer zwei Seiten. Der gebeutelte US-Immobilienmarkt vermeldet keine Entspannung und schwächelt weiter auf niedrigem Niveau. Und der ISM-Index für den Dienstleistungssektor, der zuletzt wieder rückläufig war, deutet auf weiter zurückhaltende USKonsumenten hin.

Auch hierzulande ist das Bild ähnlich. Es gibt zwar das ein oder andere Belebungsanzeichen, wie zum Beispiel die leichte Exporterholung in der Eurozone. Insgesamt sehen wir aber keine nachhaltige Besserung der europäischen Wirtschaftsaktivität. Das Konsumklima hat sich wieder etwas abgekühlt und temporäre positive Einflüsse, wie die Konjunkturprogramme, konnten sich größtenteils noch immer nicht voll entfalten. In den Branchen, in denen diese Sonderkonjunktur nach und nach wieder wegfällt, drohen sogar handfeste Absatzeinbrüche. Das ist vor allem in der Autoindustrie zu spüren.

Interessant ist auch ein Blick auf die Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone, die in der Gesamtrate wieder leicht ansteigen. Die so genannte Kerninflationsrate, also die Preisentwicklung ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Lebensmittel- und Energiekomponenten, fällt allerdings weiterhin. Für die Europäische Zentralbank (EZB), für die stets die Preisniveaustabilität das Ziel ihrer geldpolitischen Aktivitäten ist, besteht also kein Anlass, den Leitzins zu erhöhen. Das niedrige Zinsniveau wird unserer Meinung nach den Rentenmarkt weiterhin stützen. Der Bund-Future war zum Jahreswechsel von Schwäche geprägt, nachdem in den Vereinigten Staaten die Staatsanleihen unter Druck geraten waren.Grund waren die Diskussionen, wonach die Zinsen in den USA früher steigen könnten als erwartet. Doch trotz der jüngsten Schwäche können sich deutsche Staatsanleihen besser halten als ihre Pendants in den USA. Wir sehen keinen Handlungsbedarf, solange der Bund-Future seine Seitwärtsspanne zwischen 120 und 123 Zählern nicht nach unten verlässt und erwarten ein freundliches Rentenjahr 2010. Nach wie vor bieten griechische Staatsanleihen aufgrund des interessanten Renditeniveaus für risikobereite Investoren eine attraktive Anlagemöglichkeit.

Der Aufwärtstrend an den europäischen und amerikanischen Aktienmärkten ist nach wie vor intakt. In den letzten Handelstagen des alten Jahres wurde die rasante Kursrallye weiter ausgebaut. Der Deutsche Aktienindex DAX sowie der breite US-Index S&P 500 konnten sogar ihre jeweiligen Jahreshochs kurz vor Weihnachten einstellen und haben dadurch ein neues Kaufsignal generiert. Die von den Analysten für das Jahr 2010 erwarteten Gewinne der Unternehmen halten wir für sehr ehrgeizig und bereits in den Kursen eingepreist, wie wir an gleicher Stelle schon erwähnt haben. Zudem schlagen jetzt einige weitere Signale erneut Alarm, sodass wir davon ausgehen, dass die Rallye in den nächsten Wochen zum Erliegen kommen wird. Als erste Warnung sehen wir, dass die Trendintensität (das Momentum) nachlässt. Wer jetzt noch in den Aktienmarkt einsteigt, sollte einen kurzfristigen Anlagehorizont haben und die Bereitschaft mitbringen, sich im Falle einer Trendumkehr schnell von seinen Aktien zu trennen. Die Aktienmärkte sind unserer Meinung nach nicht mehr günstig bewertet.

Der Euro leidet gegenüber dem US-Dollar derzeit immer noch unter den Zinserhöhungsspekulation aus den USA, wird aber historisch betrachtet mit rund 1,43 US-Dollar nach wie vor hoch bewertet. Derzeit wirken zusätzlich die Diskussionen um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands belastend auf die europäische Gemeinschaftswährung. EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark hatte mit Blick auf die Schuldenkrise in Griechenland gesagt, dass die Europäische Union Griechenland nicht retten werde. Da wir aber weder von einer schnellen Zinserhöhung seitens der amerikanischen Notenbank noch von einem Fallenlassen Griechenlands durch die EU ausgehen, dürfte die jüngste Dollar-Stärke zunächst nur temporärer Natur sein.

Haftungsausschluss:

Unsere Anregungen stellen Analysen der aktuellen Marktsituation und der aufgeführten Wertpapiere dar, die wir entweder selbst angestellt oder aus von uns als zuverlässig angesehenen Quellen bezogen haben. Trotz Anwendung größter Sorgfalt können wir für die Richtigkeit unserer Einschätzungen und das Eintreffen der dargestellten Prognosen keine Haftung übernehmen.

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