Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 548506

Die aktuelle Anlagestrategie der Vermögensverwaltung

(lifePR) (Berlin, ) .
- Renten: Unternehmensorientierte Anleihen aussichtsreich
- Aktien: Europa bevorzugen
- Konjunktur: Industrienationen hui, Schwellenländer pfui

Lang ist's her, dass wir eine "aktuelle Anlagestrategie" ohne Griechenland als Hauptthema schreiben konnten. Aber heute ist es soweit: Viel Platz also für einen Blick rund um den Globus. Nutzen wir diesen, bevor ein neues (oder altes) Hauptthema die Schlagzeilen erreicht. In den USA verdichten sich die Anzeichen, dass die US-Notenbank Fed ihren Leitzins im September anheben wird. In ihrem jüngsten Statement wurde zumindest eine kleine, aber entscheidende Formulierung geändert: Es wird nun von "some further improvements in the labor market" gesprochen. Die Fed sieht demnach nur noch "einige weitere Verbesserungen" des Arbeitsmarktes als Voraussetzung für einen ersten Zinsschritt. Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen im September hat sich also nochmals erhöht. Ganz festlegen möchte sich Fed- Chefin Janet Yellen aber immer noch nicht. Nach wie vor will sie datenabhängig entscheiden. Die US-Konjunktur würde einen solchen Schritt auf jeden Fall erlauben. Denn der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter robust. Die jüngsten Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) blieben zwar leicht hinter den Erwartungen zurück, allerdings nur, weil die Vergleichsgröße, nämlich das BIP-Wachstum vom ersten Quartal, deutlich von -0,2% auf +0,6% hochrevidiert worden war. Das gesamte erste Halbjahr konnte demnach überzeugen. Und auch die Teilsegmente des BIP wussten zu gefallen: So zeigten sich die Exporte nach einem streikinduzierten schwachen ersten Quartal wieder erfreulich. Auch der Konsum trägt das US-Wachstum weiter auf sicheren Schultern. Weiter südlich auf dem amerikanischen Kontinent läuft es dagegen gar nicht rund. In Brasilien stehen nahezu alle Indikatoren auf Rezession. Und die Inflation steigt weiter. Obendrein steht Präsidentin Rousseff weiter wegen diverser Korruptionsskandale unter Beschuss. Keine gute Basis also für eine baldige Erholung der Wirtschaft. Ebenso schwach zeigt sich Europas Nachbar Russland, das deutlich unter den Sanktionen in Folge des Ukraine-Konfliktes leidet. Das Bruttoinlandsprodukt fällt um 2,2% gegenüber dem Vorjahr, und der Rubel steht erneut unter Abwertungsdruck. Der starke Preisverfall des Öls tut ein Übriges. In Europa stehen die Zeichen dagegen auf Erholung. Stimmungsindizes signalisieren allenthalben ein gutes Umfeld. Und insbesondere die Volkswirtschaften der Peripherieländer können sich, mit Ausnahme von Griechenland, sehr gut erholen. So wurde das BIP von Spanien zuletzt mit +3,1% gemeldet. Asien präsentiert sich zwar mit den tendenziell besten Volkswirtschaftsdaten innerhalb der Schwellenländer, jedoch musste zuletzt das Vorzeigekind China Federn lassen. Viele Indikatoren signalisieren hier einen Konjunkturrückgang, obwohl das BIP jüngst wieder exakt auf dem von der Regierung als Ziel ausgegebenen Niveau von 7% lag. Eine deutliche 30%-Korrektur der dortigen Aktienmärkte verunsichert die Marktteilnehmer zusätzlich. Nachbar Japan zeigt hingegen eine positive Entwicklung. Die Wirtschaftsankurbelung von Premierminister Abe im Zusammenspiel mit der japanischen Notenbank fruchtet. Der schwache Yen lässt die Unternehmensgewinne der dortigen Unternehmen deutlich ansteigen. So berichteten die Unternehmen des Nikkei-Index' bislang im Schnitt ein Gewinnwachstum von über 40% im zweiten Quartal des Jahres.

Die Weltmärkte präsentieren sich also sehr heterogen. Während es in den entwickelten Volkswirtschaften USA, Europa und Japan gut läuft, befinden sich die Schwellenländer in einer schwierigen Phase. Für Aktieninvestoren ergibt sich daraus die Schlussfolgerung, sich aktuell den aussichtsreicheren Industrienationen zuzuwenden und Schwellenländeraktien eher zu meiden bzw. nur ganz selektiv zu berücksichtigen. Auch wir setzen verstärkt auf Europas Aktien und reduzieren weiter unsere Schwellenländerengagements.

Auch Renteninvestoren sahen zuletzt einen Anstieg der Risikoaufschläge ihrer Schwellenländerinvestments. Unternehmensanleihen erscheinen hier aber auf einem attraktiven Renditeniveau. Insbesondere asiatische Titel sollten von einer kostenseitigen Entlastung der Unternehmen in Folge der wieder stark fallenden Ölpreise unterstützt sein, denn Asiens Volkswirtschaften gehören zu den größten Energieimporteuren. Auch europäische Unternehmensanleihen bieten unseres Erachtens interessante Risikoprämien. Ebenso sollten Wandelanleihen von einer erwarteten positiven Aktienentwicklung in Europa profitieren.

Von Rohstoffinvestments raten wir hingegen weiterhin ab. Neben deutlich fallenden Ölpreisen und schwacher Goldnachfrage verzeichnen auch Industriemetalle weiter deutliche Preisrückgänge.

Haftungsausschluss:
Diese Darstellung der aktuellen Marktsituation haben wir entweder selbst angestellt oder aus von uns als zuverlässig angesehenen Quellen bezogen. Trotz Anwendung größter Sorgfalt können wir für die Richtigkeit unserer Einschätzungen keine Haftung übernehmen. Diese Darstellung ist nicht als Aufforderung zum Erwerb, Verkauf oder Halten bestimmter Wertpapiere intendiert.

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