Freitag, 09. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 542379

Die aktuelle Anlagestrategie der Vermögensverwaltung

(lifePR) (Berlin, ) .
- Renten: Erneute Korrektur
- Aktien: Fortgesetzte Korrektur
- Konjunktur: Schwellenländer mit Korrektur

Der Gipfel-Marathon geht weiter! Seit gut vier Monaten hat man das Gefühl, ein Krisen-Gipfel folgt dem nächsten, und die europäischen Staats- und Regierungschefs sind im internationalen Dauereinsatz. Vor dem anstehenden G7-Gipfel am Wochenende im schönen Bayern trafen sich am Montag die wichtigsten Geldgeber Griechenlands auf Einladung von Frau Merkel im Bundeskanzleramt. Es wurden erneut wichtige Eckpunkte erarbeitet, um mit Griechenland weitere Hilfspakete zu verhandeln. Bei den Verhandlungen gab es schon viele letzte Ultimaten, die aber alle sang- und klanglos verstrichen sind. Langsam ist jedoch Eile angeraten, um einen ungewollten Unfall zu vermeiden. Bisher konnte Griechenland den Kopf noch über Wasser halten und fällige Zahlungen durch Bilanztricks begleichen. In den Sommermonaten werden jedoch etliche Milliardenzahlungen an die internationalen Geldgeber fällig, die nicht mehr so ohne weiteres unter dem griechischen Kopfkissen hervorzuzaubern sind. Die vermögende griechische Bevölkerung hat indes die Zeit der Verhandlungen gut genutzt und sich auf den Extremfall vorbereitet. Die Guthaben auf den Konten wurden ins Ausland transferiert oder aber gleich bar abgehoben.

Die jüngsten Konjunkturdaten deuten weiterhin auf ein robustes Wirtschaftswachstum in den USA und eine fortgesetzte Erholung in Europa hin. Zuletzt wurden vor allem Vorlaufindikatoren wie die Umfrage unter Einkaufsmanagern oder der deutsche ifo-Konjunkturindex veröffentlicht. Weniger positiv sieht das Bild hingegen in einigen der großen Schwellenländer aus. Russland und Brasilien stechen hier besonders hervor. Russland ist durch die Sanktionen des Westens und den schwachen Ölpreis hart getroffen worden, und die Volkswirtschaft weist rezessive Tendenzen aus. Noch schlimmer steht es um Brasilien: Schon seit einem Jahr leidet das Land unter einer Wirtschaftsschwäche. Zusätzlich belasten eine wegen Korruptionsskandalen stark geschwächte Regierung, Staatshaushaltsprobleme, schwache Rohstoffpreise, hohe Inflationsraten und Zinsen das Wachstum. Glücklicherweise sieht es in Asien besser aus: Die chinesische Wirtschaft scheint sich durch die expansiven Maßnahmen der Regierung und Notenbank in den letzten Monaten stabilisiert zu haben, und auch Indien entwickelt sich recht erfreulich.

In den letzten Tagen sind ebenfalls erste Schätzungen zur Inflationsentwicklung in der Eurozone veröffentlicht worden. Um 0,3% ist die Inflation im letzten Jahr gestiegen. Hört sich zwar sehr gering an, jedoch sind die Erwartungen der Marktteilnehmer geringer gewesen. Noch zu Beginn des Jahres war die Angst vor deflationären Tendenzen sehr groß. Die damalige Inflationsentwicklung war von der EZB als einer der Hauptgründe für ihr groß angelegtes Anleihekaufprogramm genannt worden. Nun steigt sie plötzlich wieder stärker als erwartet, und viele Investoren wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Dadurch wurde eine erneute Abverkaufswelle am Rentenmarkt ausgelöst. Die Renditen von 10-jährigen deutschen Staatspapieren stiegen innerhalb weniger Tage von 0,49% auf 0,90%. Zusammen mit der ersten Bewegung stiegen somit die Renditen seit Ende April in der Spitze um ca. 0,80%. Für den Investor summiert sich somit ein Kursverlust von ca. 7%. Umso wichtiger ist es, wie in der letzten Anlagestrategie von uns detailliert skizziert, sich aktiv zu positionieren. Nur so kann sich ein Anleger im Rentenbereich im aktuellen Marktumfeld vor größeren Verlusten schützen.

Die Aktien an den großen internationalen Leitbörsen setzten ihre Korrekturbewegung fort. Die Stimmung ist durch die Unsicherheiten bezüglich Griechenlands eingetrübt, und die Anlegergemeinde verunsichert. Kommt es zu einer Einigung der Verhandlungspartner, kann es zu einer schnellen Erholung an den Aktienbörsen kommen. Bleibt sie aus, kann es aber auch zu einer Fortsetzung der Korrekturphase kommen. Mittelfristig sind wir weiterhin positiv für die Aktienmärkte gestimmt und sehen vor allem in europäischen Anlagen Potential. Losgelöst von den Sorgen der alten Welt erlebt China derzeit einen regelrechten Börsenboom. Die Regierung hat durch einige regulatorische Änderungen seit Herbst letzten Jahres den heimischen Aktienmarkt verstärkt für ausländische Investoren geöffnet und plant weitere Lockerungsmaßnahmen. Der bisher sehr segmentierte Markt soll perspektivisch zusammenwachsen und zum zweitgrößten Aktienmarkt der Welt werden. Dieser Plan lockt natürlich Investoren an. Doch Vorsicht ist geboten, einige Marktsegmente zeigen Anzeichen einer Überhitzung. Kurzfristig überwiegen hier die Risiken, langfristig die Chancen.

Autor: Daniel Schär, CFA; Journalistenanfragen beantwortet gern Pressesprecher Robert Heiduck: 030/89798 388

Haftungsausschluss:

Diese Darstellung der aktuellen Marktsituation haben wir entweder selbst angestellt oder aus von uns als zuverlässig angesehenen Quellen bezogen. Trotz Anwendung größter Sorgfalt können wir für die Richtigkeit unserer Einschätzungen keine Haftung übernehmen. Diese Darstellung ist nicht als Aufforderung zum Erwerb, Verkauf oder Halten bestimmter Wertpapiere intendiert.

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