Dienstag, 24. Januar 2017


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Internationale Umwelt- und Tierschutzverbände sowie Mediziner fordern ein Ende der Jagd

(lifePR) (München, ) Auf den dänischen Färöer-Inseln sind in diesem Jahr mindestens 590 Grindwale getötet worden. Das veranlasst Organisationen aus fünf europäischen Ländern zu einem gemeinsamen Protest, darunter die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, OceanCare und Pro Wildlife. In einem Schreiben an die färingische Regierung verweisen die Verbände auf die Warnungen führender Mediziner der Inseln vor einem Verzehr des stark mit Giftstoffen belasteten Grindwal-Fleischs. Auch die grausamen Tötungsmethoden mit Eisenhaken und Messern stehen in der Kritik.

Im Juli forderten Dr. Pál Weihe, Chefarzt der färingischen Gesundheitsbehörde, und Dr. Høgni Debes Joensen, oberster Amtsarzt der Färöer-Inseln, den Verzehr von Grindwalfleisch zu stoppen. Die Meeressäuger, die am Ende einer komplexen Nahrungskette stehen, sind stark mit Quecksilber, polychlorierten Bipheylen (PCBs) und anderen Chemikalien belastet. Die Mediziner verweisen auf Studien, nach denen Kinder der Färöer-Inseln besonders häufig an Aufmerksamkeits- und Sprachstörungen leiden, Erwachsene an Parkinson, Diabetes und Alzheimer. Die von Dänemark semi-autonomen Inseln gelten hinsichtlich der Giftstoffbelastung in Walfleisch als am besten untersuchte Region der Welt. Ebenfalls im Juli dieses Jahres forderte die Internationale Walfangkommission per Resolution die Walfangländer auf, ihre Bewohner über die Kontamination von Walfleisch zu informieren.

Bis heute ignoriert die färingische Regierung die Warnungen ihrer eigenen Mediziner, empfiehlt der Bevölkerung - mit Ausnahme gebärfähiger Frauen - eine Mahlzeit Walfleisch und -speck pro Monat und verteidigt die Jagd.

Der gemeinsame Appell an die Regierung in Torshavn wurde von folgenden Verbänden unterzeichnet: Animal Welfare Institute (USA), Campaign Whale (England), Cetacean Society International, DOSO Dyreværns Organisationerenes SamarbejdsOrganisation (Dänemark), Dyrenes Venner (Dänemark), Environmental Investigation Agency (England, USA), Humane Society International, OceanCare (Schweiz), Pro Wildlife (Deutschland), Selskab til Bevarelse af Havpattedyr/GSM (Dänemark) und der Whale & Dolphin Conservation Society (Deutschland, England, USA).

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