Mittwoch, 07. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 65469

Orchester mit Sahne

(lifePR) (Hamburg, ) In einer Szene auf seiner letzten DVD sitzt ein berühmter US-Musiker in seinem Privatflugzeug auf dem Weg nach Miami, ins Studio eines genauso berühmten Produzenten und beginnt über die Vorzüge seines Berufs zu reden. Natürlich denkt man sofort, dass nun das übliche Geschwätz über Geld und Reichtum kommt. Yachten hier, Autos dort, Privatflugzeug bla,bla. Doch dann sagt der Herr etwas ganz Erstaunliches. Er sagt: "Das größte Privileg in meinem Beruf ist es, mit Menschen zusammen arbeiten zu dürfen, die jeden Tag kreativ sind." Auch wenn ich nicht im entferntesten Jay Z heiße, so bin ich doch froh, dieses Privileg ebenfalls zu haben.

Ich treffe Peter Fox in seinem Studio in einem Kreuzberger Hinterhof. Billardsalon, Kampfsportschule. Alles genau so, wie man es sich vorstellt. Peter kommt mit dem Fahrrad. Wie auch sonst? Wir betreten das Studio. Die Luft steht. "Hast Du geheizt?". Nein. Die Klimaanlage ist nicht an und die Geräte produzieren so viel Wärme. "Zu viel heiße Musik, wa?" Ich erspare uns den Kalauer und wir setzen uns vor dem riesigen Regiepult gegenüber. Es beginnt ein langes Gespräch, das von den Anfängen einer 11-köpfigen Kapelle, einer Jugend in Lichterfelde West, verlorener Liebe und viel von Musik handelt.

Natürlich muss man von Seeed sprechen, wenn man von Peter Fox spricht. Schließlich ist Peter Fox aka Pierre Baigorry als Enuff eins von 3 Sänger - E's bei SEEED.

Nach gefühlten 828 Auftritten quer durch Europa, drei gefeierten Alben, Top Ten - Erfolgen, Gold- und Platinauszeichnungen, macht sich der Gründer von Europas erfolgreichster Marching Band nun selbständig. Denn so sehr die 11-köpfige Truppe auch Zentrum des musikalischen Schaffens von Peter Fox ist, nach 8 Jahren ununterbrochener Arbeit ist es Zeit für eine kleine Unterbrechung und für eine kleine Häutung. SEEED macht mal Pause und Peter Fox verwirklicht sich kurz selbst als Feuerwerksrakete.

Eigentlich wollte Peter ein Album nur als Produzent machen, sprich er macht die Beats, gibt Songstrukturen vor und jemand anderes singt darauf. Denn obwohl der Frontmann von SEEED alles andere als unerfolgreich mit seinem Gesang ist, sieht er sich doch selbst ein wenig anders: "Ich sehe mich in erster Linie als Produzent. Ich singe eigentlich nur aus der Not heraus, weil damals kein anderer singen wollte. Kennt man ja. Frauen wollen immer singen und ans Mikrophon. Männer wollen immer Schlagzeug, Gitarre oder Bass spielen. Zumindest bei uns war das so. Später merkte ich, dass Singen bei den Bräuten sehr gut ankommt und dann fand ich's natürlich auch geil."

Ganz anders Peters Einstellung zu seiner Musik. Während er seine Stimme nach wie vor für VW hält, betrachtet er seine Beats ohne falsches Understatement als Ferrari. Ein Umstand den auch Cee-Lo Green erkannt haben mag, der sich, eindeutig ein Ferrari unter den Stimmen dieser Welt, gerne zu einer Zusammenarbeit mit Herrn Fuchs bereit erklärte. Schließlich hatte man ja auch schon sehr erfolgreich zusammengearbeitet und nach der Top 5 Erfolgssingle "Aufstehn" bestand auch noch weiterhin freundschaftlicher Kontakt. Cee-Lo Green hatte also duchaus Lust mit dem deutschen Produzenten zusammen zu arbeiten, doch was dann folgte könnte als einer der besten Witze in die Musikgeschichte eingehen. Cee-Lo war nämlich noch ein bisschen beschäftigt und erklärte am beim "Aufstehn"-videodreh in Atlanta: "Hey. Ich habe hier noch ein kleines Projekt mit Danger Mouse am Laufen, aber danach habe ich auf jeden Fall Zeit und dann können wir das Album zusammen machen." Daraus wurde nichts. Das Projekt mit Danger Mouse nannte sich Gnarls Barkley und einen Welthit später sah die ganze Sache ein wenig anders aus.

Der Produzent aus Germany war zwar nicht in Vergessenheit geraten, aber das kleine Projekt von Cee-Lo Green und Danger Mouse entwickelte sich anders als vorhergesehen und Gnarls Barkley wurden Superstars. Tja. So kann's gehen in der Welt der Popmusik. Der Ferraristimme beraubt, kein Ersatz in Aussicht - da entschloss sich Peter Fox: "Ok wenn schon VW Stimme, dann wenigstens meine eigene." Und ab da kam das Projekt so richtig in Fahrt. 2 Schlagzeuger wurden in einer dreiwöchigen Megasession in einem Studio in Frankreich aufgenommen, weil es nicht zur Debatte stand, irgendwelche Drumsounds zu samplen. Ein neuer Sound musste her.

Syntheziser waren auch verboten. Orchester war die Ansage. Eigene Melodien und Streicher-Riffs wurden komponiert. DJ Illvibe hörte sich durch Hunderte von alten Platten und forschte nach verborgenen Schnipseln, Streichersätzen und Bläsergruppen. Diese wurden dann wiederum bearbeitet und von einem Arrangeur umgeschrieben, um das Ganze wiederum vom Babelsberger Filmorchester einspielen zu lassen. Die Messlatte lag hoch.

Auch bei den Texten. Peter tat sich mit einem Co-Texter (Monk) zusammen, dem er gedankliche Bälle zuspielen konnte, der ihn korrigierte und dem er auch - was bei ihm selten ist - stilistisches Vertrauen entgegen brachte. Wo es früher reichte, dass zwei Text-Zeilen Knaller waren und die nächsten 2 so durchgewunken wurden, so mussten jetzt alle 4 knacken! Die Texte sollten für sich stehen und keine Zweifel aufkommen lassen. Die Ansprüche waren gestiegen.

Das Ziel ist klar formuliert. Das Album "Hunde , Tauben, Stadtaffen" muss knallen. Keine halben Sachen. Erstklassige Produktion. Auf höchstem Niveau gereimte deutsche Texte. Gerne auch mit Pathos. Dafür ohne Peinlichkeiten. Alles neu für Deutschlands Musiklandschaft. Alles auf Hochglanz poliert. Abriss und Wiederaufbau. Filmmusik zum Dänzen. Dafür war dann auch kein Aufwand zu groß und nichts zu teuer. Sämtliche Ersparnisse des Peter Fox flossen in dieses Projekt. Haus und Hof wurden versetzt. Alles auf eine Karte oder ALL In! Aber schließlich handelt es sich um nichts geringeres als die Errettung der Pop-Musik aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit. Natürlich! Worum auch sonst? Anders ausgedrückt: Es handelt sich um verdammt gute Musik und ein wirklich außergewöhnliches Album.

Und das steht hier nicht, weil man in Pressetexten gerne übertreibt. Das steht hier, weil es die Wahrheit ist. Punkt.

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