Samstag, 10. Dezember 2016


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Schule, Training, Zimmerordnung und ein bisschen Heimweh

Internat des Bundesstützpunktes Klingenthal

(lifePR) (Klingenthal, ) Gegen 16.00 Uhr zieht langsam Leben ein im Internat des Bundesstützpunktes Klingenthal in Mühlleithen. Wenn die Bewohner Schule und Training beendet haben, geht es "nach Hause". Denn das ist das Internat für insgesamt 28 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 19 Jahren. Feierabend ist dann aber längst noch nicht. Eine Stunde Zeit zum Luft holen, dann geht es zum Abendessen. Während sich die meisten "normalen" Kinder danach vor den Fernseher oder den Computer setzen, beginnt für die jungen Sportler die Lernzeit. An jedem Wochentag sind mehrere Lehrer vom Klingenthaler Sportgymnasium und der Seminarschule Auerbach vor Ort, unterstützen die Schüler bei den Hausaufgaben und der Vorbereitung auf Klassenarbeiten. "Bis zur 10. Klasse ist das für alle Pflicht. Die Abiturienten der 11. und 12. Klasse können freiwillig mitmachen", erklärt Ines Brunner, Lehrerin am Gymnasium. "Im Kollegium haben wir dafür einen festen Plan entwickelt, so dass jeder Lehrer einmal an der Reihe ist."

Die Stimmung in der Lernzeit ist gut. "Die Kinder haben sich ja vorher beim Training ausgetobt. Es geht sehr ruhig und familiär zu", so die Lehrerin weiter. "Mach das ordentlich!" Die Aufforderung kommt nicht etwa von den Lehrern. Die Kinder motivieren sich gegenseitig, helfen sich in Mathe, Deutsch und den Fremdsprachen. Sind die Hausaufgaben erledigt, wird gemeinsam überlegt, was noch gelernt werden kann. Eine Stunde insgesamt.

Für Anja Krone, seit Jahresbeginn Leiterin des Internats, Zeit, um den Papierkram zu erledigen. "Derzeit überarbeiten wir die Konzepte für das Internat", berichtet Krone. Mit ihren Schützlingen ist sie größtenteils zufrieden. "Klar, es sind Jugendliche und die haben schon auch manchen Blödsinn im Kopf. Aber im Großen und Ganzen ziehen sie gut mit." Ab und an aber muss auch Konsequenz gezeigt werden. Das ist nicht immer einfach. "Da prallen unterschiedliche Interessen aufeinander. Gerade die Trainer sind aus ihrer eigenen Jugend noch eine andere Gangart am Internat gewohnt. Da wurde nicht viel geredet. Und natürlich ist es nicht leicht, erfolgreiche Sportler aus disziplinarischen Gründen zu bestrafen. Aber wir haben einen gesunden Mittelweg gefunden." Zu dem trägt vor allem der geregelte Tagesablauf bei. "Wenn nichts zu tun ist, bleibt natürlich auch mehr Zeit, um Blödsinn zu machen. Also versuchen wir diesen Zeitraum möglichst klein zu halten", erzählt die 37-jährige lachend.

Vor ihrer Zeit im Sportinternat arbeitete sie in der Nähe von Magdeburg mit schwersterziehbaren Jugendlichen. "Im Vergleich dazu geht es hier unglaublich entspannt zu. Und letztlich verbindet die Bewohner alle ein gemeinsames Ziel: Sie wollen erfolgreiche Sportler werden."

Da darf bei der Ausbildung auch die Ordnung nicht zu kurz kommen. Ein fester Putzplan regelt, wer wann sein Zimmer in Ordnung bringen muss. Staubsaugen und -wischen, Bad putzen und ähnliches stehen dann auf dem Programm. "Spaß macht es nicht", meint der 12-jährige Patrick Eßbach. "Aber der Plan ist schon sinnvoll. Sonst würde es ganz schön chaotisch aussehen." Seid August ist er in Mühlleithen. Bereut hat er den Auszug von zuhause noch nicht: "Ach nö. Ein bisschen Heimweh hab ich schon manchmal. Aber es ist schön hier. Ich fühl mich wohl."

Und auch bei der Nachtruhe gibt es keine Kompromisse. Vor Wettkämpfen ist für alle spätestens 21.30 Uhr Schlafenszeit, ansonsten geht es für die Jüngsten 21.00 Uhr ins Bett. "Wegen zehn Minuten machen wir da natürlich kein Theater", sagt Anja Krone. "Aber meist sind unsere Bewohner Abends eh ausgepowert." Und wenn nicht, dann sitzen sie zusammen, schauen Filme, spielen Playstation. Beinah wie zuhause.

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