Dienstag, 06. Dezember 2016


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Ammanns Doppel-Gold - die wahre Geschichte

(lifePR) (Klingenthal/Vancouver, ) Selten waren die olympischen Skisprung-Entscheidungen für die Wintersportfans in Klingenthal so langweilig wie in diesem Jahr. Warum? "Es war doch klar, wie es ausgeht", sagt Alexander Ziron, Geschäftsführer des VSC Klingenthal. 17 Tage, nachdem beim Klingenthaler Skisprung-Weltcup Simon Ammann vor Adam Malysz und Gregor Schlierenzauer gewann, stand exakt das gleiche Ergebnis für beide Skisprung-Entscheidungen bei Olympia zu Buche. Zufall? Ziron: "Zufall gibt es nicht. Das war alles geplant."

Die Geschichte beginnt im Jahr 2003. Die Vogtland Arena gibt es noch nicht, der VSC Klingenthal jagt Weltrekorde im Ausrichten von B-Weltcups. Ein Jahr nach seinem ersten olympischen Doppelsieg steckt Simon Ammann in der Krise. Von der Eintagsfliege ist die Rede. Da kommt der VSC ins Spiel. Marika Ziron, Schwester des Vereinschefs, wird in die Schweiz entsandt. Offiziell studiert sie auf Lehramt, Deutsch und Sport. Alexander Ziron: "Zugegeben, die Tarnung war wirklich miserabel. In der Schweiz Deutsch studieren ist ja als würde Martin Schmitt bei den Weltmeisterschaften im Hot Dog-Wettessen antreten." Marika wohnte in der Nähe von "Simmi" Ammann. Die beiden freunden sich an. "Wir haben viele Gespräche geführt", erzählt Marika. Das Ziel war klar: "Simmi sollte noch mal Doppel-Gold holen." Turin 2006 wurde dabei als Zielstellung schnell verworfen. "Es war ja abzusehen, dass dort kaum Zuschauer sein würden. Das wäre kein würdiger Rahmen gewesen."

2005 dann war die Vogtland Arena fertig. Und Marikas Aufgabe in der Schweiz erledigt. "Der Simmi war inzwischen auf einem guten Weg. Außerdem hatte er jetzt einen Grund, ab und an in Klingenthal vorbei zu schauen." Das die Klingenthaler Aufbauarbeit für Ammann solang im Geheimen bleiben konnte, ist für Alexander Ziron kein Wunder. "Die beiden haben ja nur Schwitzerdeutsch miteinander gesprochen. Selbst wenn sie abgehört worden wären, hätte das niemand verstanden." Um keinen Verdacht zu erregen, erzählte Ammann fortan, wie wenig ihm die Großschanze in der Vogtland Arena liegen würde. Fünfmal ließ er Gregor Schlierenzauer den Vortritt. Ziron: "Das war alles abgesprochen. Die Österreicher sollten sich sicher fühlen. Außerdem mögen wir den Gregor und haben einen Grund gebraucht, ihn zum VSC-Mitglied zu machen." Das Selbstvertrauen beim jungen Österreicher reichte immerhin für Platz drei. Bleibt noch die Frage, wie die Klingenthaler das mit Adam Malysz auf Platz zwei gedreht haben. Des Rätsels Lösung: "Adam war in den vergangenen Monaten oft mit Privattrainer und Techniker in Klingenthal zum Training. Natürlich alles streng geheim." Ein echter Hammer für die Skisprung-Welt. Während die Österreicher noch mutmaßten, Ammanns Überlegenheit wäre im Material begründet, war längst alles entschieden. Doch warum hat man das ganze nicht auch bei den Deutschen Adlern versucht? Ziron nüchtern: "Wunder vollbringen können auch wir nicht." Und wozu der ganze Aufriss um Ammann und Schlierenzauer? Ziron gesteht: "Wir Klingenthaler haben einen enormen Ehrgeiz. Dass wir selbst keinen Spezialspringer ins olympische Rennen schicken können, war abzusehen. So können wir dennoch sagen: Der Olympiasieg führt nur über Klingenthal."

Ammann freilich ist dankbar für soviel Hilfe. Und da sich die Klingenthaler vom bloßen Dank auch nichts kaufen können, wird der Schweizer sein Doppel-Gold abarbeiten, als Trainer am Klingenthaler Bundesstützpunkt. Henry Glass, einer von Ammanns künftigen Kollegen, freut sich schon: "Wir wissen zwar nicht, wie lang Simon noch springen wird. Aber danach ist er herzlich willkommen. Das wird einen Boom bei uns auslösen."

2014, das verspricht Vereinschef Ziron, halten sich die Vogtländer aber bei den olympischen Entscheidungen raus. "Dann haben wir mit Uli Gräßler ja selbst eine Medaillenkandidatin am Start."

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