Samstag, 03. Dezember 2016


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Fairness schafft Wettbewerbsvorteil

Konferenz in Berlin betont Bedeutung "guter Praktika" für Unternehmen

(lifePR) (Berlin, ) Angesichts des drohenden Fachkräftemangels und der durch die aktuelle Finanzkrise sich verschärfenden Wettbewerbssituation ist der faire Umgang mit Berufseinsteigern und Praktikanten ein hervorragendes Mittel für Unternehmen, sich im "War for Talents" einen Vorteil zu verschaffen. So lautet ein gemeinsames Fazit von Vertretern namhafter Unternehmen wie der DB Mobility Logistics AG und Mitgliedern der Bundesregierung nach der heutigen Konferenz "Gute Praktika: Vorsprung durch Fairness" in Berlin. An der Konferenz in der Berliner Jerusalemkirche nahmen rund 200 Personaler, Experten und interessierte Berufseinsteiger teil. Eingeladen hatte ein Bündnis aus der Initiative "Neue Qualität der Arbeit" (INQA) sowie der Initiative "Fair Company" von Handelsblatt Junge Karriere - erstmals unter der neuen Schirmherrschaft des Bundesministers für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, der die Zusammenarbeit der beiden Initiativen auf einem Empfang am Vorabend ausdrücklich begrüßte. "Wenn junge Leute mit abgeschlossener Berufsausbildung als kostenlose Arbeitskräfte missbraucht werden, ist das nicht bloß unfair und unmoralisch - es ist auch heute schon illegal", sagte Detlef Scheele, Staatssekretär des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. "Zum besseren Schutz vor Missbrauch halte ich es deshalb für sinnvoll, wenn Scheinpraktikanten in Zukunft durch eine Beweis-Erleichterung ihren Vergütungsanspruch im Streitfall vor Gericht besser durchsetzen können. Ebenso sollten Arbeitgeber, die Scheinpraktikanten beschäftigen, sich nicht mehr durch die Berufung auf Ausschlussfristen aus der Affäre ziehen können", so Scheele.

"Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt das Thema 'Gute Praktika' an Bedeutung", sagte Dr. Christa Sedlatschek, Geschäftsführerin von INQA in ihrer Begrüßungsrede. Der faire Umgang mit dem beruflichen Nachwuchs sei eine Chance für Unternehmen, sich einen hohen Image- und Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und sich für die Zukunft zu rüsten, unterstrich Sedlatschek. Um diese Chancen nutzen zu können, bedürfe es des entsprechenden Rüstzeugs, ergänzte Tanja Kewes, Geschäftsführende Redakteurin von Handelsblatt Junge Karriere. "Die Initiative Fair Company hat ganz konkrete Kriterien formuliert, die bereits in über 1000 Unternehmen Anwendung finden. Diese Arbeitgeber zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine Vollzeitstellen durch Praktika substituieren und Berufseinsteigern eine echte Orientierungshilfe bieten", so Kewes. Dass die Vergabe von Praktika für Unternehmen keine gesellschaftliche Pflichtübung sei, sondern Teil ihrer strategischen Personalplanung, betonten die anwesenden Vertreter der Privatwirtschaft in Vorträgen und Diskussionen. "Praktikanten stehen bei uns die Türen offen, und wir behandeln sie von Anfang an fair. Schließlich ist das Praktikum ein wichtiger Weg, um Berufseinsteiger für den DB-Konzern zu interessieren und langfristig an unser Unternehmen zu binden", so Margret Suckale, Vorstand bei der Deutschen Bahn. Auch die unter den Konferenzteilnehmern durchgeführte TED-Umfrage ergab, dass 84 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass Praktika vor allem der Rekrutierung junger Talente dienen.

Im Umgang mit dem Fach- und Führungskräftenachwuchs würden die Unternehmen in Zukunft mit einem ganz neuen Selbstbewusstsein der Bewerber konfrontiert, so die Prognose von Maria Hormann. Die ehemalige Praktikantin, die wegen unangemessener Vergütung erfolgreich gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber geklagt hat, sagte: "Der Kampf um die besten Köpfe wird sich weiter verschärfen und dazu führen, dass den Berufseinsteigern immer bewusster wird, was ihre Arbeit wert ist." Ein Bewusstsein für gute Arbeit auf Unternehmerseite zu schärfen, ist Ziel von INQA, eines Zusammenschlusses von allen, die in Deutschland für eine neue Qualität der Arbeit eintreten. Beteiligt sind zahlreiche Organisationen - vom Bund und den Ländern bis hin zu Unternehmen, Gewerkschaften, Stiftungen und Sozialversicherungsträgern. INQA wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiiert und wird operativ von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) begleitet. Fair Company ist eine Initiative des Monatsmagazins "Handelsblatt Junge Karriere". Mehr als 1000 Unternehmen verpflichten sich, faire und vergütete Praktika zur Berufsorientierung anzubieten sowie Hochschulabsolventen einen fairen Berufseinstieg zu ermöglichen.

Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH

Junge Karriere - das Handelsblatt Magazin für den Karrierestart ist mit 150.538 Exemplaren (IVW III/2008) das auflagenstärkste Monatsmagazin in diesem Bereich. Junge Karriere richtet sich an Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger und bietet Orientierung bei Studium, Bewerbung und erstem Job. Zudem stellt das Magazin Unternehmen als Arbeitgeber vor, nennt Branchentrends und Gehälter und informiert in einem eigenen Hochhschul-Ranking über Studienmöglichkeiten. Zusätzlichen Service bietet die Internetseite www.karriere.de: Praktikums- und Diplomarbeitenbörse, Bewerbungs- und Karrieretipps sowie einen Stellenmarkt. Zur Produktfamilie gehört außerdem Junge Karriere Abi, das einmal jährlich in einer Auflage von 160.000 Exemplaren an Gymnasien und Fachoberschulen verteilt wird. Es gibt dem kommenden Abiturientenjahrgang Orientierung in der Studien- und Berufswahl.

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