Samstag, 03. Dezember 2016


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VCD: „Preiserhöhungen sind Folge falscher Verkehrspolitik“

(lifePR) (Berlin, ) Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die angekündigten Fahrpreiserhöhungen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV). "Bus und Bahn müssen eine bezahlbare Alternative zum Auto bleiben. Der geringere Energieverbrauch sollte sich auch in den Preisen widerspiegeln", fordert Werner Geiß, Vorsitzender des VCD Hessen. Noch immer würden außerhalb der Ballungsräume viele ungenutzte Sitze über die Schienen gerollt, während parallel verlaufende Straßen verstopft seien. Fahrpreiserhöhungen seien vor diesem Hintergrund kontraproduktiv. Der VCD reagiert damit auf die Ankündigungen von RMV und NVV, die Fahrpreise ab Dezember 2008 um 2,9 beziehungsweise 4,5 Prozent anzuheben.

"Dass sich die Verkehrsverbünde zu Fahrpreiserhöhungen gezwungen sehen, ist auf die Kürzung der Regionalisierungsmittel durch die amtierende Bundesregierung zurückzuführen", erklärt Geiß. Der Bund beteilige sich mit 6,7 Milliarden Euro pro Jahr an der Finanzierung des Öffentlichen Verkehrs. Im Jahr 2006 sei eine Kürzung der Regionalisierungsmittel für die Jahre 2006 bis 2008 um insgesamt 1,4 Milliarden Euro beschlossen worden. Angesichts steigender Energiepreise und Personalkosten bleibe den Verbünden somit kaum eine andere Möglichkeit, als die Preise anzuheben. "Die Fahrpreiserhöhungen sind damit letzten Endes Folge einer falschen Verkehrspolitik", erklärt Geiß.

Das Klimaschutzziel der Bundesregierung, den CO2-Ausstoss bis 2020 um 40 Prozent zu senken, erfordere auch in Hessen eine Verkehrswende mit klarer Priorität für die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Verkehrsclub fordert daher, Straßenbaumittel für den Öffentlichen Verkehr umzuwidmen. Geiß kritisierte in diesem Zusammenhang die Forderung von Hessens Verkehrsminister Alois Rhiel (CDU), die Einnamen aus der Lkw-Maut ausschließlich für den weiteren Straßenbau zu verwenden. "Damit wird ein überholtes Verkehrssystem zementiert." Dem dringend nötigen Ausbau der Schienenwege in Hessen würden die Mittel entzogen. Ohne Investitionen und damit verbundene Effizienzsteigerungen im Schienenverkehr drohten weitere Fahrpreiserhöhungen, warnt der VCD.

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