Freitag, 09. Dezember 2016


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VCD: Autohersteller liegen beim Klimaschutz weiterhin zurück / BMW zeigt: Grenzwert ist zu schaffen

T&E legt aktuelle Untersuchung zum CO2-Ausstoß von Pkw-Flotten vor

(lifePR) (Berlin/Brüssel, ) Die europäischen Autohersteller hinken ihren selbstgesteckten Klimazielen weiter hinterher. Das belegen neueste Zahlen über den CO2-Ausstoß aller in der EU im Jahr 2007 verkauften Neuwagen, die der Europäische Verband für Verkehr und Umwelt »Transport and Environment« (T&E) heute in Brüssel veröffentlicht hat. Danach stießen die von europäischen Herstellern in Europa verkauften Neufahrzeuge im Durchschnitt 157 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Gegenüber dem Vorjahr verbessert sich die CO2-Bilanz damit um magere drei Gramm oder nicht einmal zwei Prozent. Im EU-Vergleich landet Deutschland auf Rang 15 von 18 und steht damit weiterhin besonders schlecht da. Hier stießen alle verkauften Neuwagen durchschnittlich 168 g/km CO2 aus, drei Gramm weniger als im Vorjahr.

"Die Studie unserer Partnerorganisation T&E zeigt: Trotz einiger erfreulicher Entwicklungen bleibt die Autoindustrie weit hinter ihren Zielen zurück", kritisiert Hermann-Josef Vogt vom Bundesvorstand des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD). "Noch 1998 hat der Verband der europäischen Automobilhersteller ACEA versprochen, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis 2008 auf durchschnittlich 140 g/km zu senken. Dieses Versprechen hat er gebrochen. Ganz im Gegenteil bekämpft die europäische Autoindustrie, allen voran die deutschen Autobauer, hartnäckig alle Vorschläge der EU für verbindliche Grenzwerte."

Dabei kämen die deutschen Hersteller jetzt sogar endlich in Bewegung. So konnte nach T&EAngaben BMW den durchschnittlichen Spritverbrauch und damit die CO2-Emissionen seiner Neuwagen gegenüber 2006 um 7,3 Prozent verringern. Damit liegen die bayerischen Autobauer über dem europäischen Durchschnitt von 1,7 Prozent. "Man sieht jetzt, dass auch Hersteller von Premiumwagen den Verbrauch ihrer Modelle deutlich reduzieren können.

Diejenigen, die vorher in Sachen Klimaschutz am schlimmsten versagt haben, holen nun am schnellsten auf", erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. "BMW hat nach jahrelangem Stillstand eine sehr schnelle letzte Runde zurückgelegt. Es bleibt aber noch viel zu tun. In absoluten Zahlen ausgedrückt, hat sich BMW damit nämlich nur vom vorletzten auf den drittletzten Platz verbessert und schneidet mit einem CO2-Ausstoß seiner Neuwagen von durchschnittlich 170 g/km noch immer viel schlechter ab als der europäische Durchschnitt.

Wenn aber der Konzern in den kommenden Jahren den CO2-Ausstoß in ähnlichem Maße reduziert wie 2007, wird er seine Klimaziele - anders als etwa VW oder Daimler - schaffen."

Dass mehr Klimaschutz schon heute machbar sei, habe der Verkehrsclub erst jüngst mit seiner aktuellen VCD Auto-Umweltliste gezeigt. Lottsiepen: "Wenn man die Top Ten der umweltfreundlichsten Familienautos betrachtet, sieht man, welcher Flottenverbrauch jetzt schon möglich ist: Sie stoßen im Durchschnitt gerade mal 125 g/km CO2 aus und liegen damit weit unter dem ursprünglich von der Industrie versprochenen Zielwert von 140 Gramm für 2008. Die Hersteller sollten also endlich aufhören, gegen Grenzwerte zu kämpfen, sondern ihre Kräfte dafür einsetzen, alle ihre Autos sparsamer und effizienter zu machen."

Mehr Infos zur den europaweiten Zahlen bei T&E unter http://www.transportenvironment.org

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