Samstag, 10. Dezember 2016


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Drastische Kostensteigerungen bei Flughafen Calden

VCD fordert Abbruch der Bauarbeiten

(lifePR) (Kassel, ) Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Hessen fordert den Abbruch der Bauarbeiten am Flughafen Calden. "Bürgerinitiativen und Umweltverbände haben lange gewarnt: Nun sind massive Kostensteigerungen amtlich!" so VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel.

Nach Zeitungsmeldungen hat der hessische Finanzminister Weimar ein geräumt, dass die bislang genannten 151 Mio. Euro Baukosten um mindestens 60 Mio. Euro überzogen werden müssten. Demgegenüber ist weiterhin keine Fluggesellschaft bekannt, die Interesse an Calden hat.

"Allein aus den Zinsen der Baukosten für dieses Projekt könnte man den Mitte-Deutschland-IC Ruhr - Kassel - Erfurt vollständig bezahlen", so Mützel. Die Bahnverbindung, die im Dezember wesentlich ausgedünnt werden soll, macht nach Angaben der Deutschen Bahn etwa 10 Mio. Euro Verlust im Jahr.

Der VCD hält den Flughafen Calden völlig überflüssig: Die Region Kassel sei mit dem Bahnhof Wilhelmshöhe optimal an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden, viele Ziele in Europa seien innerhalb kurzer Zeit erreichbar. Europaweit verfügt Deutschland schon über das dichteste Netz an Regionalflughäfen, die fast alle defizitär operieren und eine enorme Belastung der öffentlichen Haushalte darstellen. "Zur Überwindung der Krise und im Hinblick auf die enorme Staatsverschuldung sollten öffentliche Mittel möglichst effizient für Beschäftigung und Wohlstand investiert werden. Selbst unter Berücksichtigung vermeintlicher induzierter Effekte haben sich aber Ausgaben für solche Flughäfen als schiere Verschwendung von Steuergeldern erwiesen." So VCD-Landesvorstandsmitglied Werner Geiß. Zur Begrenzung staatlicher Verschuldung sollten sich die Gebietkörperschaften vielmehr von all ihren defizitären Beteiligungen an Flughäfen und Verkehrslandeplätzen trennen.

Selbst für den Geschäftsreiseverkehr mit privaten Business-Jets gebe es in Calden offenbar keinen Bedarf. Die heute vorhandene Infrastruktur sei für kleine Maschinen ausreichend, werde aber kaum genutzt.

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