Samstag, 10. Dezember 2016


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Deutsche Bahn AG zeigt Einsehen

VCD begrüßt Entscheidung gegen kundenfeindlichen Ticketaufschlag und warnt vor

(lifePR) (Berlin, ) Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) begrüßt die Entscheidung der Deutschen Bahn AG, den geplanten Zuschlag für Tickets am Schalter zurückzuziehen. Es sei weder gerechtfertigt noch vermittelbar gewesen, ausgerechnet die Kundinnen und Kunden, die auf persönliche Beratung und Verkauf am Schalter angewiesen seien, mit einem Strafzuschlag von 2,50 Euro pro Strecke zur Kasse zu bitten. *Dank des Widerstandes von Verbraucherverbänden wie dem VCD und seitens der Politik hat nun auch der Vorstand der Deutschen Bahn eingesehen, dass eine derart dreiste Abschreckung vom Bahnschalter nicht durchsetzbar ist", kommentiert Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender.

Als Begründung für den Bedienzuschlag hatte die Bahn steigende Kosten beim Schalterpersonal geltend gemacht. Deshalb sieht der VCD die Gefahr für den personenbedienten Verkauf noch nicht gebannt. *Wenn die Bahn die Einnahmen am Schalter nun nicht wie geplant erhöhen kann, wird sie versuchen, die Kosten zu senken. Das bedeutet weiteren Personalabbau bis hin zum Schließen kompletter Schalter an kleineren Bahnhöfen", befürchtet VCD-Verkehrsreferentin Heidi Tischmann.

Der VCD warnt die DB AG davor, sich mit ihrem Serviceangebot weiter aus der Fläche zurückzuziehen. Seit 2003 habe das Unternehmen die Zahl der Reisezentren bereits von 1100 auf 700 reduziert. Tischmann: *Menschen, die sich mit modernen Medien wie Internet oder Automaten nicht auskennen oder keinen Zugang dazu haben, dürfen nicht allein gelassen werden. Sie können die umweltschonende Bahn sonst nicht nutzen. Damit gehen der Bahn Kundinnen und Kunden verloren und den Menschen eine wichtige Alternative für ihre Mobilität."

Mit dem Aus für den Bedienzuschlag ist die DB AG den Forderungen des VCD bereits in einem zweiten wichtigen Punkt nachgekommen. Erst vor zwei Wochen hatte der Konzern mitgeteilt, dass mit dem Fahrplanwechsel im Dezember die Nummern für telefonische Beratung und Verkauf vereinheitlicht und die Preise gesenkt würden. Der VCD Bahntest 2008 über die telefonische Beratungsqualität bei der Bahn war zu dem Ergebnis gekommen, dass insbesondere die Kosten für Beratung und Ticketkauf am Telefon zu hoch und intransparent sind. *Wir sind froh, dass das Unternehmen unsere Analyse ernst genommen und Konsequenzen daraus gezogen hat. Nur wenn die Bahn Kritik von Kundinnen und Kunden ernst nimmt und darauf reagiert, kann sie sie dauerhaft für sich gewinnen", erklärt Tischmann.

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