Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Fasbender: "Mangel trotz Krise deutlich spürbar: bei Facharbeitern noch dringlicher als bei Ingenieuren!"

VhU zum Fachkräftemangel in Hessen

(lifePR) (Frankfurt/ Main, ) "Der Mangel an Fach- und Führungskräften ist trotz der Krise bereits heute spürbar", erklärte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) heute auf Basis einer Befragung von 24 namhaften mittelständischen Unternehmen aus Hessen. Die Ergebnisse beruhen auf ausführlichen Interviews mit Geschäftsführern, oberen Führungskräften oder Personalleitern der Unternehmen. 55 Prozent der Unternehmen gaben an, dass es schwierig ist, ausreichend Ingenieure zu rekrutieren. Noch stärker als der Ingenieurmangel ist der Mangel an qualifizierten Facharbeitern. Hier sagen 64 Prozent der Unternehmen, es sei schwierig, geeignete Personen zu finden. 52 Prozent sagen, dass sich der Mangel an Fach- und Führungskräften bereits heute auf das Unternehmen auswirkt. "Wir können es uns nicht leisten, auf die älteren Mitarbeiter zu verzichten. Die Mitarbeiterbindung wird eine Renaissance erleben, die Mitarbeitergewinnung wird professioneller und internationaler werden", fasste Fasbender die Stimmen der Unternehmen zusammen.

Als wichtigste Herausforderungen im demografischen Wandel werden gestiegene Anforderungen an das Personal bedingt durch die steigende Technisierung und Komplexität der Arbeit gesehen. Die Nachfrage nach ungelernten Kräften geht insbesondere im gewerblichen Bereich gegen Null. Dort wo der Fachkräftemangel als Zukunftsthema erkannt wird, werden die Folgen für das Unternehmen als sehr weitreichend eingeschätzt. Es drohen einschneidende Auftrags- und Qualitätsverluste. Die Hauptursachen für den Fachkräftemangel werden in einem schwachen Bildungssystem gesehen, das junge Menschen nur unzureichend auf die Arbeitswelt vorbereitet sowie im fehlenden Interesse, einen technischen Beruf zu ergreifen. Diese Sparte sei nach wie vor mit einem schlechten, wenngleich überholten Image behaftet.

Die Krise hat bei keinem der befragten Unternehmen nachhaltigen Einfluss auf die Personalstrategie. Etwa ein Viertel der Unternehmen gibt an, man habe geplante Maßnahmen und Projekte im Personalbereich zeitlich verschoben. Um den Bedarf an qualifiziertem Personal auch zukünftig decken zu können, planen über die Hälfte der befragten Unternehmen weitere konkrete Maßnahmen bzw. beginnen damit, diese umzusetzen. Dabei rangieren Investitionen in die Ausbildung des eigenen Nachwuchses an erster Stelle (50 Prozent). 45 Prozent der Unternehmen geben - bei steigender Tendenz - an, dass sie Fach- und Führungskräfte auch international rekrutieren. Diese Personen werden überwiegend eingesetzt, um international Standorte auf- und auszubauen, arbeiten aber auch am Stammsitz in Deutschland. Weitere Handlungsfelder betreffen die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber, den Aufbau der Personalentwicklung sowie die Systematisierung der Nachfolgeplanung. In allen teilnehmenden Betrieben existieren Personalentwicklungsmaßnahmen. Dabei überwiegen Seminare und Ausbildungs- bzw. Traineeprogramme. Auch duale Studiengänge stehen hoch im Kurs. Weitere Strategien, die zur Deckung des Personalbedarfs ergriffen werden, beziehen sich auf Maßnahmen der Mitarbeiterbindung, Personal- und Nachfolgeplanung, Rekrutierung und des Employer Brandings.

Darüber hinaus wird in die Attraktivität der Arbeitsplätze investiert: z. B. in neue Gebäude. Man schaut auf die Attraktivität der eigenen Produkte, um als Arbeitgeber interessant zu bleiben, oder stärkt die Teamarbeit im Unternehmen. Die existierenden Maßnahmen wurden in den meisten Fällen von der Geschäftsführung initiiert. Nur in einigen Fällen oblag die Rolle des Initiators und Treibers dem Personalbereich. Allerdings unterscheiden sich die befragten Unternehmen in der Größe und Ausrichtung des Personalbereichs (administrativ vs. konzeptionell).

Hintergrund:
Die Ergebnisse beruhen auf ausführlichen Interviews mit Geschäftsführern, oberen Führungskräften oder Personalleitern der Unternehmen. Die Umfrage wurde von der IGS-Organisationsberatung im Auftrag der VhU durchgeführt. Die folgenden Unternehmen haben sich an der Umfrage beteiligt: ABICOR Binzel GmbH & Co. KG, AREVA Energietechnik GmbH, Asco Deutschland GmbH, Berkenhoff GmbH, Buderus Guss GmbH, Carl Cloos Schweißtechnik GmbH, Elster Group GmbH, Emirates, GKN Driveline Deutschland GmbH, HBM Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH, horizont group GmbH, Interxion Deutschland GmbH, Isabellenhütte GmbH & Co. KG, KH-Automation Projects GmbH, MHT Mold & Hotrunner Technology AG, Norma Germany GmbH, Oculus Optikgeräte GmbH, RKW - Rationalisierungs- u. Innovationszentrum e.V., RMG Regel + Messtechnik GmbH, SAG GmbH, Schenck Process GmbH, Schmidt und Bender GmbH & Co. KG, Vacuumschmelze GmbH & Co. KG, Zumtobel Lighting GmbH

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