Mittwoch, 18. Januar 2017


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Wächterhöfe in Dübener Heide: 14 Häuser und 35 Hofwächter-Interessenten

(lifePR) (Tornau/Bad Düben, ) Im Naturpark Dübener Heide ist das 2015 gestartete Wächterhof-Projekt zu Ende gegangen. Dabei wurden 14 Häuser, Gärten und Ladenlokale in den Städten Gräfenhainichen, Bad Schmiedeberg, Kemberg und Pretzsch, (Landkreis Wittenberg) sowie in den Gemeinden Laußig, Trossin (Landkreis Nordsachsen) für eine potenzielle Nachnutzung durch Hofwächter gefunden. Als erster Wächterhof wurde der Guldenhof in Brösa (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) mit seinen Hofwächtern von einem neuen Eigentümer erworben und liebevoll saniert. Weitere Wächterhofobjekte wie zwei Landgärten in Laußig und die ehemalige Senfmühle der Familie Kröber in Lubast stehen bereit für eine neue Nutzung. Aktuell gibt es 35 Hofwächter-Interessenten aus dem urbanen Raum zwischen Leipzig und Berlin, darunter vor allem junge Familien, Künstler und befreundete Familien.

Ziel des Projektes ist jungen Städtern den Einstieg in das ländliche Leben zu erleichtern und alte dörfliche Siedlungsstrukturen im Naturpark Dübener Heide zu erhalten. Angelehnt an das Leipziger Wächterhaus-Modell sollen zeitlich begrenzt Gärten, Häuser oder Höfe bewirtschaftet werden, zum Beispiel an den Wochenenden. „Es war nicht immer einfach, die alteingesessenen Eigentümer leerstehender Objekte für das Projekt zu erwärmen“, sagt die Projektverantwortliche Kati Ehlert. „Die zeitlichen und personellen Ressourcen in den Gemeinden und Modellkommunen waren begrenzt, um den Mehraufwand zur Begleitung von Grundstückseigentümern und Interessenten leisten zu können.  In der Projektlaufzeit gab es aber ein großes mediales Interesse für das Leben in der Dübener Heide und ein großer Pool an Nutzer-Interessenten konnte aufgebaut werden. Insbesondere die Gemeinde Laußig verzeichnete im Projektzeitraum eine steigende Nachfrage nach alten Hofgrundstücken“, so Kati Ehlert weiter.

Die Wächterhof-Idee wurde von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Der Verein Dübener Heide e.V. als Träger des gleichnamigen Naturparks hatte sich 2015 mit dem Projekt beworben und war einer von 16 Gewinnern des Programms „Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort“. Der Verein prüft jetzt, in welcher Form die Wächterhof-Idee in der Dübener Heide weitergeführt werden kann.

Hintergrund:

Der Naturpark Dübener Heide wurde 1992 gegründet. Er umfasst 75.000 Hektar Gesamtfläche in Sachsen und Sachsen-Anhalt und ist das größte zusammenhängende Mischwaldgebiet in Mitteldeutschland. Träger ist der über 400 Mitglieder starke Verein Dübener Heide e.V., der im März 1990 gegründet wurde. Der Verein ist Mitglied im Verband Deutscher Naturparke (VDN). Das ist der Dachverband der 104 Naturparke in Deutschland, die überwiegend aus Landschafts- und Naturschutzgebieten bestehen. Sie nehmen ca. 25 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland ein und bewahren und entwickeln Natur und Landschaft mit und für Menschen. Naturparke eignen sich besonders für Erholung und Naturerleben. Sie sind eine Schutzgebietskategorie nach dem Bundesnaturschutzgesetz, verbinden den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft. Die Balance zwischen intakter Natur, wirtschaftlichem Wohlergehen und guter Lebensqualität wird durch Naturparke angestrebt. Sie sind damit Vorbildlandschaften für die Entwicklung ländlicher Regionen insgesamt und bieten die Chance, auf einem Viertel der Fläche Deutschlands nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Naturparke besitzen auch auf europäischer Ebene eine zukunftsweisende Rolle für den Schutz der Natur, die landschaftsbezogene Erholung und die integrierte nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums.

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