Dienstag, 24. Januar 2017


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RWE-Festpreisangebot für Erdgas

Verbraucherzentrale rät von Festpreisangeboten mit langer Laufzeit ab

(lifePR) (Mainz, ) Festpreisangebote für Gas können angesichts steigender Energiepreise sinnvoll sein, aber nur, wenn sie derzeit höchstens ein Jahr bindend sind, beurteilt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz die jüngste Festpreisofferte von RWE. Der Energiekonzern will seinen Kunden in Rheinland-Pfalz die angekündigte Preisanhebung für Erdgas ab 1. September mit einem stabilen Preisangebot unter dem Namen "RWE Erdgas Optimo fix" versüßen. Allerdings liegt der Preis pro kWh um weitere 0,25 Ct pro kWh über dem Preis, der ab dem 1. September für das "normale" Vertragsmodell "RWE Erdgas Optimo maxi" gilt. Während RWE sich verpflichtet, den vereinbarten Festpreis bis Ende September 2011 zu garantieren, können Kunden den Vertrag frühestens nach zwei Jahren kündigen. "Lange Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen sind bei der unsicheren Preisentwicklung auf dem Energiemarkt gegenwärtig jedoch inakzeptabel", erklärt Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale. Kunden sollten gründlich prüfen, ob sich das Angebot für sie überhaupt lohnt. Bei bereits geleisteter Unterschrift kann der neue Vertrag zum Festpreis bis zu zwei Wochen nach Lieferbeginn widerrufen werden.

Wer sich für das Festpreisangebot ab 1. September entscheidet, tut dies zu den dann geltenden Konditionen. Altkunden akzeptieren automatisch eine Preisanhebung bei Erdgas um 37 Prozent. Während der Laufzeit müssen Kunden dann zwar nicht mit weiteren Erhöhungen des Gaspreises rechnen. Änderungen durch Umsatz- bzw. Erdgassteuer sind von der Preisgarantie jedoch ausgenommen. Eine weitere bittere Pille: Sinken im Laufe der Vertragszeit die Kosten für RWE, ist der Energieriese nicht zu einer Preissenkung verpflichtet.

Obwohl generell mit weiteren Steigerungen der Energiepreise gerechnet werden muss, könnte der Wettbewerb speziell auf dem Gasmarkt allmählich in Bewegung geraten. Wenn man außerdem berücksichtigt, dass der Rohölpreis auf den internationalen Märkten in den letzten Wochen um etwa 25 % gefallen ist, und man davon ausgehen kann, dass sich dies - wenn dieser Trend anhält - in etwa einem halben Jahr auch bei den Erdgaspreisen bemerkbar machen wird, sind Festpreisangebote auf hohem Niveau mit langer Laufzeit nicht zu empfehlen. "Kunden, die an einen Vertrag mit fester und langer Laufzeit gebunden sind, können zudem weder zu einem anderen Anbieter noch bei ihrem jetzigen Vertragspartner in ein anderes Preismodell wechseln", warnt die Verbraucherzentrale.

Kunden, die sich nicht auf das Festpreisangebot einlassen wollen, sondern im normalen Modell "RWE Optimo" bleiben, sind zum 1. September mit einer Preiserhöhung von 32 % konfrontiert. Hier hat man jedoch auch die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Preisgestaltung der RWE einzulegen.

Worauf man bei einem Widerspruch achten muss, wird auf der Internetseite der Verbraucherzentrale www.vz-rlp.de ausführlich erläutert. Auch Musterschreiben dazu sind dort zu finden.

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