Dienstag, 21. Mai 2013


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EU verbannt stromfressende Lampen vom Markt

Alte Glühbirnen bald nur noch im Museum

(lifePR) (Mainz, ) Zum 1. September 2012 tritt die vierte Stufe des "Glühlampenverbotes" in Kraft, darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Damit wird auch der Verkauf von ineffizienten Glühbirnen unter 40 Watt, die schlechter sind als die Energie-Effizienzklasse C, verboten. Zum Vergleich: Glühlampen fallen in die Klasse E bis G und liegen damit am unteren Ende der Verbrauchs-Skala. Auch einige Halogenlampen werden damit vom Markt verschwinden. Die Europäische Kommission will mit dem Verbot den Stromverbrauch durch die Beleuchtung deutlich senken. Immerhin 10 Prozent des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten gehen auf das Konto von Lampen. Dies soll sich ändern. Als Alternative zur Glühbirne gibt es Energiesparlampen oder LED-Lampen. Diese Stromsparwunder der A-Klasse sind zwar in der Anschaffung teurer. Durch ihren niedrigeren Stromverbrauch schonen sie aber langfristig den Geldbeutel und die Umwelt.


Immerhin 63 Prozent von 1.000 befragten Rheinland-Pfälzern kaufen bereits Energiesparlampen, 36 Prozent kaufen LED-Lampen. Dies ergab eine aktuelle Umfrage der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut. Mehrfachnennungen waren möglich. Ein Viertel der Befragten hatte dagegen nach eigenen Angaben Glühlampen auf Vorrat gekauft.

"Weiterhin auf Glühlampen zu setzen, ist jedoch nicht wirtschaftlich." erläutert Elke Dünnhoff von der Verbraucherzentrale. Wer bisher zum Beispiel eine 60 Watt-Glühlampe nutzt, die etwa drei Stunden am Tag brennt, hat über zehn Jahre insgesamt 150 Euro an Kosten für Strom und Anschaffung. Eine vergleichbare Energiesparlampe belastet den Geldbeutel im gleichen Zeitraum nur mit insgesamt 35 Euro - also etwa einem Fünftel. Noch besser schneiden LED-Lampen mit 32 Euro Gesamtkosten ab, auch wenn sie zurzeit noch relativ teuer in der Anschaffung sind. Ihr Einsatz lohnt sich insbesondere in Räumen, in denen Lampen viele Stunden am Tag brennen.

Missverständnisse gibt es immer wieder hinsichtlich der Quecksilberbilanz von Energiesparlampen. "Ineffiziente Glühbirnen setzen deutlich mehr Quecksilber frei als Energiesparlampen", erklärt Elke Dünnhoff. Bei der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken wird mit den Abgasen auch Quecksilber in die Luft geblasen. Durch den hohen Stromverbrauch von Glühbirnen wird damit mehr Quecksilber frei, als in der Energiesparlampe enthalten ist. Auch andere Vorurteile wie der vermeintliche "Elektrosmog" von Energiesparlampen hat das Bundesamt für Strahlenschutz in Untersuchungen widerlegt.

In Räumen, in denen Licht sehr schnell zur Verfügung stehen soll, wie zum Beispiel im Treppenhaus, sollten Energiesparlampen mit Schnellstartfunktion und hoher Schaltfestigkeit eingesetzt werden. Alle Informationen dazu gibt es auf der Lampenverpackung. In Bereichen, in denen man nur selten Licht benötigt, zum Beispiel auf der Kellertreppe oder in der Abstellkammer, sind Halogenleuchten in Glühlampenform eine gute Alternative. Grundsätzlich gilt: In Räumen, in denen Lampen mehr als eine halbe Stunde pro Tag brennen, lohnt sich auf jeden Fall der Einsatz von Sparlampen.

Weitere Informationen rund um das Thema Lampen hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem Informationsblatt zusammen gestellt. Dies finden Interessierte im Internet unter www.vz-rlp.de. Es kann auch in den örtlichen Beratungsstellen abgeholt werden. Postversand erfolgt gegen Einsendung von 0,55 Euro in Briefmarken über die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Postfach 41 07 in 55 031 Mainz.

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