Donnerstag, 08. Dezember 2016


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E.on Hanse kündigt 10.000 Kunden

Aufruf zur Gaskundengemeinschaft

(lifePR) (Hamburg, ) E.on Hanse will 10.000 Gaskunden kündigen. "Ein beispielloser Vorgang in der deutschen Energiewirtschaft", sagt Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg. Im Herbst vergangenen Jahres hatte der Versorger versucht, seinen Kunden neue Verträge mit den klangvollen Namen "IdealGas" und "OptimalGas" unterzuschieben. Die Verbraucherzentrale warnte die Kunden vor der Unterschrift und wies darauf hin, dass die bestehenden Verträge "Gold wert" seien, da sie eine unwirksame Preisänderungsklausel enthielten und damit Preiserhöhungen nicht mehr möglich seien. Dem Rat der Verbraucherzentrale folgte offenbar eine große Zahl von Verbrauchern. Denn nun hatte E.on Hanse ein Problem. Die Altverträge durch Unterschieben neuer Verträge loszuwerden war dem Unternehmen bei einer großen Zahl von Kunden nicht gelungen, nun blieb nichts anderes übrig, als die renitenten Kunden loszuwerden. Die Kündigungswelle war also zu erwarten. "E.on Hanse greint, mit den Altverträgen könne der Preis nicht erhöht werden, man müsse daher kündigen. Zeitgleich behauptet E.on im Sammelklageverfahren und in Tausenden von Zahlungsprozessen gegen Gaskunden vor den Amtsgerichten, die gleichen Vertragsklauseln seien wasserdicht. Das ist ein Treppenwitz", so Hörmann.

Die Verbraucherzentrale rät betroffenen Gaskunden: Gegen eine wirksame Kündigung kann man sich nicht wehren. Hat man zum Kündigungstermin noch keinen neuen Vertrag mit einem anderen Anbieter abgeschlossen, steht man nicht ohne Gas da. Denn der Grundversorger - das ist E.on Hanse - ist zur Versorgung verpflichtet, allerdings zum wesentlich höheren Grundversorgungstarif. Man sollte sich also rechtzeitig nach einem neuen Versorger umsehen. Dies kann man individuell tun. Die Verbraucherzentrale ruft aber zur Bildung einer Gaskundengemeinschaft auf. "Wenn Tausend Kunden an die Versorger herantreten, können sie gute Konditionen aushandeln. Als Einzelner ist man dem Diktat der Anbieter ausgeliefert", so Hörmann.

Die Verbraucherzentrale wird in den nächsten Tagen auf ihrer Website www.vzhh.de einen Fragebogen zur Registrierung für die Gaskundengemeinschaft veröffentlichen.

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