Sonntag, 11. Dezember 2016


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Bessere Versorgung Schwerstkranker: Ersatzkassen und KV Nordrhein erweitern Betreuungsangebot für Palliativpatienten

(lifePR) (Berlin, ) Schwerstkranke Menschen mit einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung sollen bestmöglich ärztlich versorgt werden und solange wie möglich in ihrem Zuhause bleiben können. Deshalb werden Haus- und Fachärzte künftig häufiger Hausbesuche vornehmen können. Das vereinbarten jetzt die Ersatzkassen und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein. Sie haben damit einen Palliativvertrag, der 2007 abgeschlossen wurde, an vielen Stellen für die Patienten verbessert. "Die Ersatzkassen tragen den Wünschen der Schwerstkranken Rechnung", sagt Dirk Ruiss, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), mit Blick auf die Vereinbarung. "Die Lebensqualität der Patienten muss so lange wie möglich erhalten bleiben."

Auch für die Erkrankten, denen es nicht möglich ist, ihre letzte Lebensphase in den eigenen vier Wänden zu verbringen, haben nun die betreuenden Haus- und Fachärzte mehr Möglichkeiten, einen Hausbesuch durchzuführen. Ebenfalls neu in den Leistungskatalog des Vertrages aufgenommen wurde auch ein telefonisches Konsil für die koordinierenden Haus- und Fachärzte, das die Kooperation zwischen den an der Palliativversorgung beteiligten Medizinern intensivieren wird. Auch die Einbindung ambulanter Pflegedienste für die häusliche Betreuung wird verbessert. Für mehr Behandlungs- und weniger Verwaltungszeit sorgt zudem eine Verschlankung der Dokumentationsprozesse.

Versorgung in Nordrhein ist beispielhaft gut

"Mit unserem Vertrag realisieren wir in Nordrhein bereits heute, was der Gesetzgeber nächstes Jahr mit seinem Palliativ- und Hospizgesetz erreichen möchte", sagt Dr. med. Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein. Er betont: "Die flächendeckende und qualifizierte Versorgung von Palliativpatienten in Nordrhein ist bundesweit vorbildlich."

Versicherte der Ersatzkassen (BARMER GEK, Techniker Krankenkasse, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse - KKH, Hanseatische Krankenkasse - HEK und Handelskrankenkasse - hkk) können unbürokratisch diese hochwertige ambulante Palliativversorgung durch den Arzt ihres Vertrauens in Anspruch nehmen. Die Vereinbarung zwischen dem vdek und der KV Nordrhein schafft darüber hinaus einen fließenden Übergang von der allgemeinen Palliativversorgung zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung. Ein besonders qualifizierter Bereitschaftsdienst steht in beiden Versorgungsebenen rund um die Uhr bereit.

An der Vereinbarung nehmen in Nordrhein rund 1.447 Haus- und Fachärzte teil, die eine entsprechende palliativmedizinische Weiterbildung absolviert haben. Hinzu kommen 366 besonders fortgebildete Palliativmediziner. Unterstützt werden die Mediziner dabei von den rund 80 ambulanten Palliativpflegediensten in Nordrhein, die auf Verordnung des Arztes in Anspruch genommen werden können.

Pro Quartal werden gut 3.000 Versicherte ambulant medizinisch versorgt. Dafür stellen die Ersatzkassen in Nordrhein jährlich rund ca. 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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