Dienstag, 17. Januar 2017


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Omnibus und Klimaschutz – zwei natürliche Verbündete

IAA-Fachsymposium

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Ob Nahverkehr oder Fernverkehr - der Bus schlägt in punkto Klimaschutz alle anderen Verkehrsträger. Zudem ist er das Rückgrat des Öffentlichen Nahverkehrs. Auf das bisher Erreichte könne die Omnibusbranche mit Recht stolz sein, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), und verwies auf die Innovationskraft, die 76 Bushersteller und 176 Zulieferer auf der 62. IAA Nutzfahrzeuge präsentieren. Hybrid- oder Wasserstoffantriebe werden derzeit in der Praxis erprobt und werden in Zukunft einen noch weitergehenden Beitrag zum Umweltschutz leisten. Wissmann betonte vor den rund 100 Gästen des Forums, dass die verkehrspolitischen Herausforderungen nur verkehrsträgerübergreifend zu meistern seien. Es sei allerdings umweltpolitisch alles andere als zielführend, Omnibusse aus Umweltzonen auszuschließen.

Für Dr. Oscar Reutter, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, sind Klimaschutz und Omnibusse zwei natürliche Verbündete, denn mit Blick auf die CO2-Emissionen pro Personenkilometer schneidet der Bus deutlich besser ab als die Diesellokomotive oder das Flugzeug, das noch deutlich höhere CO2-Emissionen aufweist. Moderne Reisebusse emittieren im Fernverkehr 32 g CO2/Personenkilometer, die Bahn braucht 52 g. Auch beim Energieverbrauch ist die Bahn nur zweiter Sieger, denn hier benötigt der Bus auf einer gleichen Strecke (100 km) nur knapp 61 Prozent der Energiemenge, die die Bahn aufbringen muss.

Neben technischen Innovationen und attraktivem Marketing entwickeln die Hersteller neue Konzepte für eine nachhaltige Mobilität. "Ohne die Entwicklung leistungsfähiger Systeme des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) droht uns der Verkehrsinfarkt", betonte Richard Averbeck, Geschäftsführer Entwicklung EvoBus. Um dies zu verhindern, müsse der ÖPNV noch stärker gefördert werden. Averbeck stellte dafür das in Nante und Istanbul erfolgreich eingeführte "Bus Rapid Transit System" vor. Dabei handelt es sich um flexible Omnibussysteme, die Antworten auf verkehrstechnische Herausforderungen wie chronische Staus, unzureichende ÖPNV-Systeme und Umweltverschmutzung bieten. Auf einer oder mehreren Hauptachsen verkehren Großraumfahrzeuge in hoher Taktfrequenz, welche durch mehrere Zubringerlinien aus allen Gebieten der Stadt gespeist werden. Fahrkartenkauf und Zugangskontrolle außerhalb des Fahrzeugs (Pre-Boarding Ticketing) sorgen für kürzere Abfertigungszeiten.

Steigerungspotenzial für eine noch bessere Umweltbilanz sieht Reutter vor allem in der Auslastungsverbesserung und der Massenanwendung aller technischen Möglichkeiten und Innovationen, wie zum Beispiel in den Bereichen Gewichtsoptimierung, Fahrerschulung, alternative Antriebe und Motorenentwicklung. Wie vor allem die Auslastung gesteigert werden kann, stellte Marketingexperte Gerhard Probst, Geschäftsführer Probst und Consorten Marketing-Beratung, dar. Der Umweltgedanke sei nicht das überzeugendste Argument für den Umstieg auf den Bus. Vielmehr forderte er die Omnibusbranche auf, den konkreten Nutzen für den Kunden viel stärker in den Vordergrund zu rücken. Probst: "Busfahren muss wieder ein Erlebnis werden." Ein Erlebnis der besonderen Art stellte Rolf Pfeiffer, Geschäftsführer Forum anders reisen, vor. Hans-Peter Christoph, Busunternehmer, fuhr durch die ältesten Städte der Welt auf die umweltverträglichste Art, mit dem Reisebus. Auf der 70-tägigen Busreise nach Peking entlang der alten Seidenstraße wurde der Bus als klimafreundliches Transport- und Reisegefährt dargestellt.

Das Verkehrssystem Omnibus kann von der aktuellen Klimaschutzdiskussion profitieren, war die gemeinsame Botschaft auf der abschließenden Podiumsdiskussion. Dabei müsse aber der Umweltschutz für alle bezahlbar bleiben, stellte Ernö Bartha, Leiter Technik Bus MAN Nutzfahrzeuge, klar. Ziel müsse es sein, dass Umweltschutz sich selbst refinanzieren könne. Die Basis hierfür seien kundenfreundliche nachhaltige Mobilitätskonzepte.

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