Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 60615

Europa: Konjunkturelle Abkühlung und steigende Kosten schränken Spielraum für die Pkw-Anschaffung ein

Dieselanteil liegt weiterhin über dem Vorjahresniveau

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Pkw-Neuzulassungen in Europa lagen im Juli mit knapp 1,3 Mio. Fahrzeugen 8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Verantwortlich für diesen deutlichen Rückgang sind in erster Linie die konjunkturelle Abkühlung in einem Großteil der Länder, die permanent steigenden Lebenshaltungskosten sowie eine deutliche Eintrübung des Verbrauchervertrauens, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Die Verkäufe in Westeuropa gaben um 8 Prozent auf 1,2 Mio. Pkw nach. Insbesondere Italien (-11 Prozent), Großbritannien (-13 Prozent) und Spanien (-28 Prozent) mussten erneut starke Rückgänge in Kauf nehmen. In den Neuen EU-Ländern kam es im Juli auf Grund des Nachfrageeinbruchs in Rumänien ebenfalls zu einer Absatzverschlechterung von 8 Prozent auf 92.700 Fahrzeuge.

In Frankreich wurde dagegen im Juli mit 183.000 Pkw das Vorjahresniveau erreicht. Während die ausländischen Hersteller um 1 Prozent zulegen konnten, gaben die Verkäufe der einheimischen Hersteller um 1 Prozent nach. Vor allem Renault (-5 Prozent) gehörte zu den Verlierern. Die deutschen Hersteller entwickelten sich wie der Gesamtmarkt, wobei insbesondere VW (+4 Prozent) überzeugen konnte.

In Italien lag der Pkw-Absatz im Juli mit 190.900 Fahrzeugen 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Konsumvertrauen fiel im vergangenen Monat auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Die italienische Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich stagnieren, der Effekt der Verschrottungsprämie lässt immer mehr nach. Nach Verbandsangaben wurde die staatliche Förderung im Zuge verschärfter Voraussetzungen zuletzt nur noch bei 15 Prozent der getätigten Pkw-Käufe in Anspruch genommen.

In Großbritannien wurden im Juli mit 153.400 Pkw 13 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. Die Auswirkungen der Immobilienkrise machen sich am britischen Markt immer stärker bemerkbar und dämpfen die Kaufbereitschaft. Die private Nachfrage gab um 17 Prozent, der gewerbliche Absatz um 10 Prozent nach. Die deutschen Hersteller konnten sich dem Negativtrend nicht ganz entziehen und verkauften mit 77.300 Fahr-zeugen knapp 9 Prozent weniger Fahrzeuge. Damit trug die Hälfte der im Juli neu zugelassenen Pkw ein deutsches Konzernmarkenzeichen.

In Spanien waren die Pkw-Neuzulassungen im Juli mit 121.400 Pkw (-28 Prozent) erneut deutlich rückläufig. Die private Pkw-Nachfrage gab um 31 Prozent, der Absatz von Firmenwagen um 26 Prozent und das Mietwagengeschäft um 18 Prozent nach. Die zum Monatsende in Kraft getretene neue Verschrottungsprämie wird erst ab August ihre erhoffte belebende Wirkung auf die Nachfrage entfalten können. Bei Verschrottung eines Autos, welches älter als 15 Jahre ist, können bei Kauf eines Neuwagens mit einem CO2-Ausstoß unter 140 g/km staatlich begünstigte Kredite in Anspruch genommen werden.

Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Pkw-Absatz in Europa mit 9,6 Mio. Fahrzeugen 3 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die Verkäufe in Westeuropa gaben vor allem wegen der andauernden schwachen Entwicklung in Italien, Spanien und Großbri-tannien um 3 Prozent nach. In den Neuen EU-Ländern steht trotz der zuletzt rückläufigen Entwicklung bislang noch ein Zulassungsplus von 5 Prozent zu Buche. Wichtige Nachfrageimpulse kamen hier im bisherigen Jahresverlauf von der positiven Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung. Mittlerweile sind im Zuge der weltwirtschaftlichen Abkühlung auch in dieser Region erste Wolken am Konjunktur-Himmel aufgezogen. Hinzu kommen Sondereinflussfaktoren wie etwa die anhaltende Diskussion um die Ausgestaltung einer CO2-basierten Zulassungssteuer in Rumänien, die die Verbraucher zusätzlich verunsichert.

Trotz der deutlich gestiegenen Dieselpreise liegt der Dieselanteil der in Westeuropa neu zugelassenen Pkw nach wie vor über dem Vorjahreswert: Im bisherigen Jahresverlauf waren über 53 Prozent der Fahrzeuge mit einem Dieselmotor ausgestattet, 1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Die deutschen Hersteller sind in der kraftstoffeffizienten Technologie klar führend: Jeder zweite in Westeuropa verkaufte Diesel-Pkw trägt ein deutsches Konzernmarkenzeichen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Continental: Ohne Winterreifen kann es teuer werden

, Mobile & Verkehr, Continental Reifen Deutschland GmbH

Fahren unter winterlichen Bedingungen ohne Winterreifen kostet Geldbuße und Punkte Versicherunge­n können Schadenskosten bei falscher Bereifung...

Pneumobil auch 2016 Testsieger der Benchmarkstudie ServiceAtlas Reifen- und Kfz-Service

, Mobile & Verkehr, Pirelli Deutschland GmbH

Seit 2011 analysiert die Kölner ServiceValue GmbH einmal im Jahr die Kundenorientierung von überregionalen Anbietern des Reifen- und Kfz-Service....

Bridgestone auf der DeLuTa 2016

, Mobile & Verkehr, Bridgestone Deutschland GmbH

Bridgestone präsentiert als Fördermitglied im Verband der Lohnunternehmen vom 7. bis 8. Dezember 2016 auf der DeLuTa (Deutsche Lohnunternehmertagun­g)...

Disclaimer