Sonntag, 04. Dezember 2016


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EU muss sich für mehr Effizienz im Güterverkehr einsetzen

„Damit Europas Wirtschaft in Bewegung bleibt“ - VDA, ACEA und IRU fordern

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Im Rahmen des Symposiums "Effizienz im Straßenverkehr" auf der 62. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover hat der Internationale Straßentransportverband (IRU) zusammen mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA) und dem europäischen Dachverband der Automobilhersteller (ACEA) erneut von der EU die Zustimmung zum grenzüberschreitenden Einsatz längerer Fahrzeugkombinationen eingefordert. Ziel sei es, die Transporteffizienz zu erhöhen und dabei gleichzeitig die Sicherheit auf den Straßen und den Umweltschutz zu stärken.

Der Einsatz von längeren Lkw mit höherem Transportvolumen - dem sogenannten modularen Konzept - ist zusammen mit innovativen Logistiksystemen die richtige Antwort der Industrie auf das wachsende Güterverkehrsaufkommen, so die einhellige Meinung auf dem Symposium. Gleichzeitig könne mit dem modularen Konzept das im Weißbuch der EU vorgesehene Prinzip der Ko-Modalität nachhaltig verwirklicht werden.

"Feldversuche in Deutschland haben gezeigt, dass der Kraftstoffverbrauch um 15 bis 30 Prozent gesenkt werden kann, wenn längere Lkws eingesetzt werden", unterstrich Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie. Auch könnten längere Fahrzeugkombinationen helfen, den kombinierten Verkehr attraktiver zu machen, indem sie den straßenseitigen Vor- und Nachlauf und damit letztlich auch den Gesamttransport spürbar verbilligen würden, so Wissmann weiter. "Mit Blick auf das zu erwartende Verkehrswachstum können wir die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung, die modulare Konzepte bieten, nicht einfach beiseite schieben. Für Schiene und Binnenschiff wird trotzdem genug Verkehr bleiben. Und wir sollten auch nicht versuchen, das modulare Konzept im Alleingang voranzutreiben, sondern uns um einen Konsens mit den anderen Verkehrsträgern bemühen", so Wissmann.

Eine neue Studie der EU komme zu den Schluss, dass der Einsatz des modularen Konzepts und die damit einhergehende Erhöhung des Ladevolumens die Transporteffizienz erhöhen und den Kraftstoffverbrauch senken könne, erläuterte IRU-Präsident Janusz Lacny. Ebenso könnten die Transportkosten gesenkt werden, so Lacny weiter: "Durch das modulare Konzept könnten wir 5 Mio. Tonnen CO2 im Jahr einsparen." Voraussetzung für den europaweiten Einsatz seien allerdings die Harmonisierung und Standardisierung der Transportbehälter, der Ladeeinrichtungen und Terminals. "Nur so können die Vorteile des modularen Konzepts optimal genutzt und die Intermodalität garantiert werden", sagte der IRU-Präsident.

Ivan Hodac, ACEA-Generalsekretär, fügte hinzu: "Eine weitere Förderung des modularen Konzeptes in Europa würde unmittelbar einen positiven Effekt auf die Transporteffizienz, die Verkehrssicherheit und den Umweltschutz haben. Gleichzeitig würde es die Bahn als Transportmittel effizienter einbeziehen. Wir brauchen größere Transporteffizienz, damit die Wirtschaft Europas in Bewegung bleibt."

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