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Leerstand kostet fast eine Milliarde Euro
Zu den Mietausfällen kämen noch die Kosten, die die Wohnungen selbst verursachten: Beispielsweise die Bedienung von Krediten oder die Entrichtung von Grundsteuern. Abgebaut würde der Leerstand durch konsequente Modernisierung, wohnbegleitende Serviceangebote und eine professionelle Vermietungsstrategie, so Kern weiter. Besonders schwierig gestalte sich der Leerstandsabbau aufgrund von Modernisierungsschwierigkeiten und relativ hoher Mieten allerdings im Sozialwohnungsbestand.
Leerstandskosten fast halbiert
In Anbetracht der hohen Leerstandskosten sei besonders erfreulich, dass sich die Mietausfälle in Folge von Wohnungsleerstand Ende 2011 im Vergleich zu 2005 nahezu halbiert hätten. Betrugen die Mietausfälle durch Leerstand 2005 noch rund 150 Millionen Euro, so bezifferten die Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen sie für 2011 auf noch rund 83 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang um gut 66 Millionen Euro bzw. 44 Prozent.
"Dieser deutliche Rückgang bei den durch Leerstand verursachten Kosten zeigt die steigende Nachfrage am Berliner Wohnungsmarkt. Dieser Erfolg steht aber auch für den hohen Modernisierungsstand und die bezahlbaren Mieten in den rund 700.000 Mietwohnungen unserer Mitgliedsunternehmen", erläuterte Kern.
Leerstandsquote: 2,6 Prozent
Parallel zu den durch Leerstand verursachten Kosten haben die Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen auch eine deutliche Abnahme der Leerstandsquote verzeichnet. Zwischen 2005 und 2011 sank sie von 5,5 auf 2,6 Prozent. Beim Gros der derzeit bei Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen noch leer stehenden rund 17.000 Wohnungen ist der Leerstand als Folge von Modernisierungsmaßnahmen oder Mieterwechseln eher kurzfristig. Aufgrund von Vermietungsschwierigkeiten und damit längerfristig leer stehen bei ihnen nur noch rund 4.400 Wohnungen bzw. 0,8 Prozent ihres Gesamtwohnungsbestandes.
Wer ist der BBU?
Unter dem Dach des BBU sind 360 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.
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