Donnerstag, 19. Januar 2017


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"The Very Best of Black Gospel"

(lifePR) (Marburg, ) "The Very Best of Black Gospel" animierte am Mittwoch in der Universitätskirche in Marburg zu tränenreichen Gruppenumarmungen.

Lichtkegel spielen an der Decke der Universitätskirche. Ins stille Dunkel hinein spricht eine ehrfürchtige Stimme das "Vater Unser" - auf Englisch. So fing ein wunderbarer Abend an. Bei den "Golden Gospel Singers", die vor einigen Wochen in der Stadthalle gastierten, jedenfalls anders - da fegten von Anfang an vier stimm- und körpergewaltige Gospelsänger über die Bühne.

Das Programm "The Very Best Of Black Gospel" ist spiritueller und authentischer, fast wie ein Originalgottesdienst angelegt: In langen, blauen, mit Goldkreuzen bestickten Gewändern stehen acht korpulente Sänger vor dem Altar und beten. Wie auch die "Golden Gospel Singers" sind sie eine Auswahl der besten Sänger amerikanischer Gospelchöre. Beeindruckten die "Golden Gospel Singers" jedoch mit einer multimedialen Show und Gänsehaut verursachenden Stimmen, faszinieren bei Sista B, Craig Wiggins und den anderen Mitgliedern des Ensembles die nachfühlbare Lebensfreude, die sich auf tiefen Glauben gründet.

Sista B strahlt ein gläubiges Leuchten aus: "God is good und die Bibel is auch good", denglischt sie und läuft dabei durchs heftig mitklatschende Publikum. Niemand sitzt mehr still, denn Craig Wiggins animiert die 650 Besucher zum Mitmachen. In einer Art Gospel-Training zeigt er, wie man mit einem zwölfköpfigen Chor Singübungen macht. In rasanter Reihenfolge lobpreisen sie in wechselnden Stimmlagen den Herrn - und die Marburger machen enthusiastisch mit: Sozusagen "Sister Act nicht nur für Nonnen": Gospelklassiker wie "Go down Moses", "He's got the whole world" oder "Swing low" summen sodann sogar recht fröhlich singfaule Agnostiker mit. Besucherin Doris Haas aus Sarnau wird spontan mit auf die Bühne gezogen und singt - leicht verdutzt - aus voller Kehle. Die Kirche tobt. Aber auch die leisere Interpretation anspruchsvollerer Populärmusik wie R. Kellys "I believe I can fly" kommt gut an.

Als die Sänger dann noch der Liebe und dem Frieden ob der schlechten Zeiten soulig singend Tribut zollen, brechen alle Dämme: Jeder fasst seinen Nachbarn an den Händen, während Sista B und Co. durchs Publikum gehen und die Beseelten mit Händedruck verabschieden. Da fließen bei dem ein oder andern die Tränen - vor Glück und Ergriffenheit.

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