Montag, 05. Dezember 2016


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VARIOTEC schult Verarbeiter beim Partnertag

(lifePR) (Neumarkt, ) Am 10. Oktober 2008 besuchten knapp 100 Schreiner, Türen- und Fensterbauer den VARIOTEC-Partnertag im oberpfälzischen Neumarkt. In den Vorträgen und Workshops präsentierte VARIOTEC neben seinen Produkten für das energieeffiziente Bauen auch ein System, mit dem Verarbeiter die ab 1. Februar 2009 geforderte CE-Zertifizierung für Fenster und Außentüren im eigenen Betrieb einfach und sicher umsetzen können.

Vor allem die am 1. Februar 2009 ablaufende Übergangsfrist mit der anstehenden CE-Zertifizierung für Fenster und Außentüren nach DIN EN 14351-1:2006 hatte zahlreiche Neugierige in den Berggasthof Sammüller gelockt. Der Dschungel an europäischen Vorschriften und der hohe finanzielle Aufwand hatte bislang vor allem kleinere Hersteller einen großen Bogen um das Thema "CE-Zertifizierung" schlagen lassen, doch die Zeit drängt. Um ab Februar 2009 ein CE-Zeichen auf Fenstern und Außentüren führen zu dürfen, muss jeder Hersteller seine Produkte zahlreichen Tests unterziehen. Dabei verlangt die europäische Norm eine sogenannte "Ersttypprüfung" - den "Initial Type Test" (ITT) - für jede Außentür und jedes Fenster mit anschließender Eigenüberwachung. Eigenschaften wie z.B. Schlagregendichtheit, Luftdurchlässigkeit, Widerstand gegen Windlast, Schall- und Wärmeschutz oder Tragfähigkeit muss der Hersteller in jedem Fall nachweisen. Alle "nicht mandatierten" Eigenschaften wie z.B. Dauerfunktion, Einbruch- und Durchschusshemmung oder das Differenzklima kann der Hersteller freiwillig prüfen lassen. Eine Vollprüfung durch ein anerkanntes Institut kostet jedoch zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Für jeden weiteren Haustür- oder Fenstertyp muss der Hersteller eine neue Ersttypprüfung durchführen lassen.

VARIOTEC hilft bei CE-Zertifizierung

Schreinereibetrieben, die sich diese Investitionen sparen wollen, hilft VARIOTEC mit dem "CE-Cascading-Konzept" weiter. Geschäftsführer Erich Bauer-Ebenhöch erklärte, das der Handwerksbetrieb damit bereits geprüfte Komponenten oder komplette Fenster- und Türenbausätze wie das "All-inclusive"-Paket in der eigenen Produktion einsetzen könne - mit garantierten Bestwerten bei den mandatierten und nicht mandatierten Eigenschaften. Für die vorgeschriebene werkseigene Produktionskontrolle bietet VARIOTEC die passenden Checklisten gleich mit an. "Mit unserem CE-Cascading-Konzept brauchen Sie das ,Schreckgespenst CE-Zertifizierung' nicht mehr zu fürchten! Wir haben alle Schritte für Sie vorbereitet und können sämtliche Designwünsche in geprüfter Qualität umsetzen", ermunterte Bauer-Ebenhöch die Teilnehmer und führte weiter aus: "Sie verkaufen diese Konstruktionen unter der Marke ,die meisterliche Tür®' ". Das Marketingprogramm "d-pac" unterstützt zudem Schreiner, Fenster- und Türenbauer im Vertrieb. Das Paket umfasst u.a. einen Haustürenkatalog, Erstkontaktprospekt, Türhänger, Türenpass sowie eine Preisliste. Den passenden Internetauftritt bekommt der VARIOTEC-Partner gleich mit dazu. Auch Geschäftsführer Christof Stölzel spornte die Teilnehmer an: "Das CE-Zeichen ist Ihre Chance zur Qualitätszertifizierung, denn erstmals können die Eigenschaften der Fenster- und Außentüren auf dem europäischen Markt miteinander verglichen werden!"

Unterstützung per PC

Das VARIOTEC-Team stellte den Fenster- und Türenbauern zahlreiche Lösungen vor, die das Alltagsgeschäft erleichtern, darunter auch das "VARIOTEC-Design-Center". Die neue Software ermöglicht es, dem Bauherrn das Aussehen seiner Haustür vorab am PC zu zeigen. Unabhängig von der Bildperspektive kann der Handwerker alle Türenmodelle aus dem Programm "die meisterliche Tür®" fotorealistisch in das Gebäude einfügen. Wer wissen möchte, welchen Wärmeschutz die neue Außentür mitbringt, dem hilft das Berechnungstool "UDemonstrandum" weiter. Mit "IN ISOTHERMEN VERITAS" bieten die Neumarkter dem Türen- und Fensterbauer zudem einen elektronischen Katalog von 129 energetisch bewerteten Baukörperanschlüssen an, der auf Anhieb zeigt, welche Wärmeverluste sich an Fenster- und Türenanschlüssen einstellen. "Der Wärmebrückenkatalog zeigt nicht nur die Anschlüsse als Horizontalschnitt zur benachbarten Wand, sondern auch die Sturz-, Brüstungs- und Bodenanschlüsse. Damit können Sie Ihrem Architekten Ruck-Zuck beweisen, wann die falsche Anordnung eines Fensters zu einem Schimmelpilzschaden führen würde", erläuterte Jürgen Eberlein, seines Zeichens Bereichsleiter für energieeffiziente Produkte wie Passivhausfenster, -türen und -elemente bei VARIOTEC.

Schimmelschäden durch Luftdichtheit

Eberlein erklärte, wie sich die baulichen Anforderungen mit der Novellierung der Energieeinsparverordnung 2009 und 2012 verschärfen werden. "Voraussichtlich ab 2012 müssen Sie alle Neubauten im KfW-40-Standard errichten. Auch im Altbau wird es noch schärfere Anforderungen geben", prognostizierte Eberlein. Fenster, die ab Inkrafttreten der EnEV-Novelle 2009 in Altbauten eingebaut werden, müssten einen Mindest-U-Wert von UW=1,3 W/(m²K) aufweisen. Anhand einer Beispielrechnung demonstrierte Eberlein, dass sich allein durch den Austausch der Fenster in einem Altbau 11 Prozent Heizenergie einsparen lassen. Als äußerst problematisch erachtete Eberlein, dass die heutige EnEV keine technische Be- und Entlüftung in Gebäuden vorschreibe: "Bei unserer immer dichteren Bauweise kommt es zu einer größeren Raumluftfeuchte, die durch Fensterlüftung gar nicht mehr abgeführt werden kann. Außerdem ist eine Fensterlüftung energetisch nicht zu verantworten, den sie ist mit einem Wärmeverlust über die gesamte Gebäudehülle gleich zu setzen. Die Folge ist eine extreme Zunahme von Schimmelschäden." Fensterbauer sollten auf diese Missstände schriftlich hinweisen und eine Unterschrift des Bauherrn einholen, sonst seien sie bei Schimmelschäden mit in der Haftung, verriet Jürgen Eberlein. Außerdem skizzierte er das Fenster der Zukunft, das mit einer Vakuum-Isolier-Verglasung einen U-Wert von 0,4 W/(m²K) ansteuere.

Gefahr im Verzug

Ein Problem, das mit der immer größer werdenden Dichtheit von Gebäuden einhergehe, sei auch der Verzug von Türblättern, erläuterte Technik-Bereichsleiter Wolfram Breitenbach. Grund dafür sei der große Luftfeuchte- und Temperaturunterschied zwischen dem Innen- und Außenbereich. Vor allem die Schlossseiten von Außentüren seien gefährdet. Mit den neu entwickelten FKV-Türen (Faser-Kunststoff-Verbund) bringt VARIOTEC seit kurzem ein High-Tech-Aussteifungsmaterial in die Außentür, das anstelle aller Metall-, Alu- sowie Spezial-Sperrholz-Stabilisatoren zum Einsatz kommt und zudem Verarbeitungsfehler im Schreinereibetrieb verzeiht. Außerdem komme das dimensionsstabile "TOLWOOD"-Holz zum Einsatz. Der Techniker mahnte die Verarbeiter dazu, auch das Thema "Oberflächenimprägnierung" ernst zu nehmen. Dazu präsentierte er "MDF Protekt", ein Imprägniermittel für alle MDF-Platten und Sperrholztüren für den Außenbereich, das aus einem Test beim Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) in Braunschweig als bestes Mittel hervorging und jetzt von VARIOTEC empfohlen und vertrieben wird. Damit lasse sich das Quell- und Schwindverhalten der Holzwerkstoffplatten, aber auch großer Sperrholztüren und damit ein Verzug der Tür ebenfalls wirksam reduzieren.

Feuer und Flamme für Passivhäuser Markus Brandl, Abteilungsleiter Forschung und Entwicklung, präsentierte das neue Feuer- und Rauchschutztürenprogramm für den Innen- und Außenbereich. In umfangreichen Versuchen hatte VARIOTEC nachgewiesen, das es für Elementbreiten bis 4500 mm und Elementhöhen bis 3500 mm Türen mit 30-minütiger Feuerwiderstandsdauer herstellen kann, die über zusätzliche Eigenschaften wie z.B. Rauchdichtheit, Einbruchsicherheit, Klimaprüfung verfügen.

Für rege Diskussionen sorgte der Vortrag von Jürgen Eberlein, der die als Passivhausfenster zertifizierten Produkte des Wettbewerbs kritisch unter die Lupe nahm. "Zwar sind alle Passivhausfenster vom Passivhausinstitut Darmstadt energetisch bewertet und zertifiziert, baupraktisch funktionieren die meisten Konstruktionen jedoch nur bedingt", warnte Eberlein. So sei nicht geprüft, ob die Wettbewerbsprodukte z.B. einer Dauerfunktionsprüfung mit 20.000 Öffnungs- und Schließvorgängen standhalten. Konstruktive Fehler seien nahezu überall zu finden: Angefangen von Entwässerungen durch die Dämmstoffebene über offen liegende Dämmstoffbereiche bis hin zu unterdimensionierten Fensterdichtungen. "Bei VARIOTEC finden Sie Passivhausfenster, die auch sämtliche technische Vorgaben nach DIN EN 14351-1:2006 dauerhaft erfüllen", warb Eberlein für die hauseigenen Energyframe-Systeme.

Mit Know-how zum Erfolg

Firmengründer und Geschäftsführer Christof Stölzel lies es sich nicht nehmen, sein Steckenpferd, die Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) und das daraus entstandene Bausystem QASA, zu präsentieren. 2004 hatte VARIOTEC mit der Entwicklung begonnen. Da die Wärmeleitfähigkeit der Elemente fast gegen Null tendiert, erreichen sie bei äußerst geringen Aufbauhöhen ausgezeichnete Dämmwerte. Vor allem in beengten Bereichen sticht das robuste System sämtliche bisherige Dämmlösungen aus. In der Altbausanierung kommt das System z.B. an Rollladenkästen, Fensterlaibungen oder im Sockelbereich zum Einsatz. Derzeit laufen auch Untersuchungen für den Einsatz als Innendämmung. Als Wärmedämmverbundsystem "QASAmax" steht es bereits zur Verfügung.

Mit der Veranstaltung bewies VARIOTEC, das es über ein umfangreiches Know-How in der Türen- und Fensterfertigung sowie dem energieoptimierten Bauen verfügt. Keine Frage blieb während der Vorträge und der Workshops unbeantwortet. "Wir wollen mit funktionierenden, ehrlich erarbeiteten und nachweisbaren Produkten unseren Beitrag für den Klimaschutz am Baumarkt leisten. Nutzen Sie unser Know-How für Ihren Erfolg!", warb Christof Stölzel.

VARIOTEC GmbH & Co. KG

Die VARIOTEC GmbH & Co. KG mit Sitz im oberpfälzischen Neumarkt ist führender Hersteller von Außen-, Spezial- und Funktionstüren, Passivhausfenstern und Wandsystemen sowie Sandwichelementen im Bereich des energieoptimierten Bauens. Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von 17 Millionen Euro. Über zahlreiche Niederlassungen vertreibt VARIOTEC seine Produkte und Dienstleistungen neben den europäischen Ländern seit 2006 auch in Dubai. Geschäftsführer Christof Stölzel gründete das Unternehmen am 11. November 1986. Seit dem 1. August 2007 steht der langjährige Prokurist Erich Bauer-Ebenhöch als zweiter Geschäftsführer an der Spitze des Unternehmens. Der Firmenname VARIOTEC steht für "Variable Technik". Für die Entwicklung des QASA-Dämmsystems erhielt das Unternehmen 2007 den Innovationspreis "Produktinnovation Bauen im Bestand". 2008 zeichnete die Oskar-Patzelt-Stiftung VARIOTEC mit dem "Großen Preis des Mittelstandes" aus.



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