Sonntag, 11. Dezember 2016


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Heisenberg-Professur für UKE-Wissenschaftlerin Priv.-Doz. Dr. Maura Dandri

(lifePR) (Hamburg, ) Priv.-Doz. Dr. Maura Dandri vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erhält die Bewilligung für eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für den Bereich Virushepatitis. Die Professur wird zunächst für fünf Jahre von der DFG und anschließend dauerhaft von der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg finanziert. Prof. Dr. Ansgar Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik am UKE und Sprecher des Sonderforschungsbereichs 841 (SFB 841) "Leberentzündung: Infektion, Immunregulation und Konsequenzen" freut sich mit der Wissenschaftlerin über die Auszeichnung: "Die Heisenberg-Professur ist nicht nur eine Würdigung der herausragenden wissenschaftlichen Leistung von Frau Dr. Dandri, sondern auch eine Anerkennung für die wissenschaftliche Exzellenz des Schwerpunkts Infektions- und Entzündungsforschung, insbesondere des Sonderforschungsbereichs 841 'Leberentzündung' in Hamburg."

Dandri forscht als Teilprojektleiterin innerhalb des SFB 841 an den molekularen Mechanismen, die Hepatitis-B-Viren in die Lage versetzen, in infizierten Leberzellen zu überdauern. Außerdem führt sie präklinische Studien für antivirale Medikamente durch, um die Therapieoptionen der Patienten mit einer chronischen Hepatitis zu verbessern.

Rund eine Millionen Menschen sind in Deutschland chronisch mit dem Hepatitis-B-, -D- oder dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Weltweit sind es sogar fast 600 Millionen. Bei einer chronischen Infektion vernarbt die Leber und eine Leberfibrose entsteht. Daraus kann sich eine Leberzirrhose entwickeln, die die Entstehung von Leberzellkrebs begünstigt und zu Funktionsausfällen führt. Laut WHO gehört die Leberzirrhose zu den zehn häufigsten Todesursachen. Bislang wurde die Forschung auf dem Gebiet der viralen Hepatitis durch das Fehlen geeigneter Zellkultursysteme und Tiermodelle stark eingeschränkt. Dandris Arbeitsgruppe gelang es jedoch, am UKE ein Mausmodell für die Hepatitis-B-Virus (HBV)-Infektion zu etablieren, in dem menschliche Leberzellen in der Mausleber angesiedelt werden. Diese Mäuse können mit den humanen Hepatitisviren infiziert werden und entwickeln eine chronische Hepatitis. "Das Modell bietet ideale Voraussetzungen, um die Hepatitis-Viren besser zu verstehen. Vor allem ist es in diesen Mäusen endlich möglich, neue Substanzen gegen die Hepatitis-Viren zu testen", erläutert Dandri. Seit kurzem können in diesem Mausmodell auch Ko-Infektionen mit dem Hepatitis-Delta-Virus (HDV) untersucht werden. HDV ist ein Satellitenvirus, der sich nur mithilfe des HBV vermehren kann. Fünf Prozent der chronisch mit HBV infizierten Menschen sind auch mit HDV infiziert. Bei einer chronischen HBV/HDV-Infektion kann sich bei diesen Patienten verglichen mit einer alleinigen HBV-Infektion schneller eine Leberzirrhose entwickeln. Noch ist wenig über den Lebenszyklus des HDV bekannt, mithilfe des Mausmodells kann Dandri nun erforschen, wie die beiden Viren mit den menschlichen Leberzellen und ihren Abwehrmechanismen interagieren.

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