Sonntag, 22. Januar 2017


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Die Clinical Epigenetic Society bildet die Brücke zwischen epigenetischer Grundlagenforschung und klinischer Therapie

(lifePR) (Homburg, ) Laut dem jüngsten Bericht des Robert-Koch-Instituts haben die Krebserkrankungen in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen. Dringend werden neue Therapiekonzepte benötigt. Epigenetisch basierte Therapien gehören zu den vielversprechendsten Ansätzen. Ziel der neu gegründeten Clinical Epigentic Society (ClepSo) ist es klinische Forschung auf diesem Gebiet zu vernetzen, Nachwuchswissenschaftler zu fördern und den wissenschaftlichen Austausch zu unterstützen.

Unentwegt entstehen im menschlichen Körper DNA-Schäden, von denen manche zur Entwicklung von Krebs führen können. Um sich hiervor zu schützen, greift der Körper unter anderem auf Tumor-Suppressor-Gene zurück, die die Krebsentstehung unterdrücken sollen. Werden diese nun ausgeschaltet, so können Mutationen zur Entstehung einer Krebszelle führen. Ziel der Epigenetik ist es, die zugrundeliegenden Mechanismen dieses sog. "gene-silencing" aufzuklären. Das Epigenom ist ein Regulierungscode, der der eigentlichen DNA überlagert ist und bestimmt, welche Gene an- oder ausgeschaltet werden. Mittlerweile werden die ersten erfolgversprechenden Substanzen, die epigenetische Fehlregulation korrigieren, in klinischen Studien auf ihre Verträglichkeit geprüft, und erste Ergebnisse sind vielversprechend.

Lange Zeit war die epigenetische Forschung reine Grundlagenforschung. Angesichts der steigenden Krebserkrankungsraten muss es aber Ziel sein, mögliche experimentelle Therapieansätze möglichst rasch in die klinische Praxis zu überführen. Die Clinical Epigentics Society (ClepSo) hat sich dabei zur Aufgabe gemacht, die klinische Forschung und den wissenschaftlichen Austausch zu unterstützen. Hierzu werden regelmäßig internationale Tagungen veranstaltet, mit dem Ziel Wissenschaftler und Kliniker zusammen zu bringen. Ein besonderes Anliegen ist auch die Förderung von exzellenten Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt.

Eine weitere Plattform für den klinisch-wissenschaftlichen Austausch bildet die im letzten Jahr vom Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. med. Ulrich Mahlknecht, PhD, gegründete internationale englischsprachige Zeitschrift "Clinical Epigenetics" (s. Pressemittelung vom 23. Juli 2009).

Zur Gründung der Clinical Epigenetic Society trafen sich die Gründungsmitglieder, Wissenschaftler und Kliniker am José Carreras Zentrum für Immun- und Gentherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg (Saar). Seit dem 05.02.2010 ist die Clinical Epigenetics Society als gemeinnütziger Verein unter der Vereinsregisternummer VR510 in St. Ingbert eingetragen.

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