Sonntag, 04. Dezember 2016


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Kultur oder Technik? - Kultur und Technik!

Vierte Ausgabe des Themenhefts Forschung erschienen

(lifePR) (Stuttgart, ) Kultur und Technik werden in der öffentlichen Diskussion häufig als gegensätzliche Welten wahrgenommen und sind doch in vielfältiger Weise eng miteinander verwoben: Technische Innovationen verändern nicht nur unser Alltagsleben, sondern auch unsere Kultur und unser Denken, während andererseits unser Umgang mit der Technik stets auch kulturell geprägt ist. Diesen spannungsvollen Wechselwirkungen widmet sich der jetzt erschienene vierte Band des Themenhefts Forschung der Universität Stuttgart. Nach drei Ausgaben mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkten möchte das Heft das große Rad "Kultur und Technik" einige Mikrometer weiterdrehen und zum gegenseitigen Verständnis zwischen den Geistes- und Sozialwissenschaften und den Natur- und Ingenieurwissenschaften beitragen.

Die Kultur- und Technikforschung hat an der Universität Stuttgart eine lange Tradition und ist im heutigen Forschungsprofil der Uni zum Beispiel über das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung als ausgewiesenes Kompetenzfeld fest verankert. Dementsprechend facettenreich präsentiert sich die Themenpalette des neuen Heftes: So stellen die Autoren grundlegende philosophische Fragen über das Technische in der Kultur und das Kulturelle in der Technik (Christoph Hubig) oder fragen nach der Akzeptanz von Technik in der deutschen Gesellschaft (Ortwin Renn), suchen nach neuen Wegen im Umgang mit der überbordenden Bilderflut (Renate Brosch) oder decken die Visuellen Analogien auf, die den Physiker Johann Jakob Balmer zu der nach ihm benannten, in den Lehrbüchern der Quantentheorie vielfach zitierten Balmerformel führten (Klaus Hentschel). Weitere Beiträge beleuchten unter dem Stichwort "Baubotanik", wie Technik, Natur- und Kulturwissenschaften zu einer neuen Architekturform verwachsen (Gerd de Bruyn) oder nehmen den Bauboom in China und dessen städtebaulichen Auswirkungen unter die Lupe (Eckart Ribbeck).

Neben Professoren der Uni Stuttgart kommen in dem Heft erstmals in breiterem Umfang auch herausragende Gastautoren zu Wort. So beleuchten Ulrich Keller (University of California) die Bilderschlachten des Krimkriegs und Elisabeth André (Augsburg) die virtuellen Charaktere hinter den Avataren der modernen Internetwelt. Werner Nachtigall (Saarbrücken) schließlich zeigt in seinem Beitrag "Herausforderung Bionik", was die Technik von Tier- und Pflanzenwelt lernen kann.

Mit dem Themenheft Forschung stellt die Universität Stuttgart zukunftsweisende Forschungsbereiche vor, die transdisziplinär über die Grenzen bestehender Fachrichtungen oder Einrichtungen hinaus bearbeitet werden und wirken. Das Heft kann in begrenzter Anzahl über das Dezernat Akademische und Selbstverwaltungsangelegenheiten der Universität Stuttgart angefordert werden, Fax 0711/685-82291, e-mail: dezernat1@verwaltung.uni-stuttgart.de

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