Samstag, 10. Dezember 2016


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Pressekonferenz zum Thema des Monats

Vorstellung des Graduiertenkollegs „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“ und ein von ihm veranstaltetes Symposium zum Thema Sklaverei Mittwoch, 27. August 2008

(lifePR) (Rostock, ) Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Gesa Mackenthun, Professorin für Nordamerikanische Literatur und Kultur an der Universität Rostock, Sprecherin des Graduiertenkollegs Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs Prof. Dr. Klaus Hock, Prorektor für Studium und Lehre, Vizesprecher des Graduiertenkollegs Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs Dr. Sünne Juterczenka (Post-Doc-Projekt zur Rezeption der Cook-Reisen) Nicole Konopka (Dissertationsprojekt zu mecklenburgischen Amerika-Auswanderern)

Moderation: Axel Büssem, freier Journalist

Beim Thema Sklaverei denken viele zunächst an den römischen Sklaven Spartakus und den von ihm angeführten Aufstand oder an die Befreiung der schwarzen Sklaven im amerikanischen Bürgerkrieg. Sklaverei und Fronarbeit ziehen sich allerdings durch alle Epochen der Geschichte. Bis heute gibt es moderne Sklaverei, z.B. in Form des Menschenhandels mit jungen Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen mussten Ende des 20. Jahrhunderts weltweit noch mehr als 20 Millionen Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten.

Beim Symposium "Bonded Labor in the Cultural Contact Zone: Discourses of Slavery from Antiquity to the Present" (Zwangsarbeit in der kulturellen Kontaktzone. Sklaverei von der Antike bis zur Gegenwart) vom 18.-21.

September greifen Wissenschaftler aus Europa, USA, Kuba und Israel verschiedene Aspekte des Themas auf. Die Themen reichen dabei von der archäologischen Betrachtung von antiken Arbeitslagern in der Levante über die Verbindung von Musik und Zwangsarbeit und Zwangsarbeit unter den Nationalsozialisten bis hin zu modernen Formen sklavereiähnlicher Arbeitsverhältnisse.

Anlass des Symposiums ist der 200. Jahrestag der Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels, der im vergangenen Jahr begangen wurde. Am 25. März 1807 beschloss das britische Parlament das Verbot des Sklavenhandels im gesamten Empire und machte so den ersten Schritt zur weltweiten Ächtung des unmenschlichen Geschäfts, das Millionen Menschen das Leben kostete und noch mehr zu einem Leben ohne Rechte zwang. Alleine über den Atlantik wurden etwa 9 bis 13 Millionen Sklaven verschifft.

Gastgeber der Tagung ist das interdisziplinäre Graduiertenkolleg Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs, das einzige geisteswissenschaftliche Kolleg an der Universität Rostock. Sprecherin des Kollegs ist Prof. Dr. Gesa Mackenthun, Professorin für Nordamerikanische Literatur und Kultur an der Universität Rostock. Seit Oktober 2006 können an dem Kolleg je zwölf Absolventen und zwei Promovierte verschiedener Fachrichtungen an ihren jeweiligen Themen weiterforschen und ihre Doktorarbeit oder andere wissenschaftliche Veröffentlichungen verfassen. Gefördert werden sie dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Alle Arbeiten befassen sich mit dem Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, sei es dasjenige von verschiedenen Handelsvölkern in der Antike, Christen und Muslimen im Mittelalter oder Migranten und Alteingesessenen in der Gegenwart. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der kritischen Auseinandersetzung mit den theoretischen Vorgaben für das Studium "fremder" Völker.

Dr. Sünne Juterczenka erforscht etwa in ihrem Post-Doc-Projekt (also im Anschluss an ihre Promotion), wie die Reisen des britischen Entdeckers James Cook (1728-1779) wahrgenommen wurden und wie sein Heldenmythos entstand.

Nicole Konopka untersucht, wie mecklenburgische Auswanderer nach Amerika ihre Situation in der neuen Heimat beschrieben.

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