Sonntag, 22. Januar 2017


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NRW-Innovationsministerium fördert Forschungsprojekt des Departments Physik der Universität Paderborn mit 300.000 Euro - AG Nanophotonische Materialien gehört zu den Gewinnern der zweiten Wettbewerbsrunde "Transfer.NRW"

(lifePR) (Paderborn, ) Mit der Entwicklung eines Siliziumkarbidkörpers gehört ein Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Siegmund Greulich-Weber vom Department Physik der Universität Paderborn zusammen mit neun weiteren Forschungsprojekten zu den Siegern der aktuellen Ausschreibungsrunde des Wettbewerbs "Transfer.NRW: Science-to-Business PreSeed", in dessen Rahmen das NRW-Innovationsministerium die schnelle Vermarktung von Forschungsergebnissen mit insgesamt 2,8 Millionen Euro fördert. Davon gehen 300.000 Euro an die Paderborner Physiker.

Das Geld aus einem EU-Programm ist für die schnelle Realisierung von forschungs- und technologiebasierten Gründungsideen sowie für die Verwertung von Spitzenforschung zusammen mit einem Partner in der Industrie vorgesehen. Die zehn Gewinnervorhaben wurden von einer unabhängigen Jury ermittelt und sind jetzt aufgefordert, einen konkreten Projektantrag zu stellen und zu begründen, in welcher Höhe sie eine Förderung benötigen.

Bei dem prämierten Projekt der Universität Paderborn handelt es sich um ein Verfahren zur Herstellung von Siliziumkarbid - einem Material, das unter anderem extrem resistent gegen chemische Reaktionen ist und extrem hohen Temperaturen standhält. Nach Diamant ist Siliziumkarbid der härteste Stoff und deshalb nur schwer bearbeitbar. Für viele technische und elektronische Bauteile wäre das Material von großem Vorteil. Die kostspielige Herstellung und Bearbeitung unter extremen Bedingungen hat dies bislang aber weitgehend verhindert.

Das an der Universität Paderborn entwickelte und patentierte Verfahren erlaubt es, beliebig komplizierte Körper zunächst aus sehr leicht bearbeitbarem Graphit herzustellen. Anschließend werden diese Körper in Siliziumkarbid umgewandelt, ohne dass sich deren Form oder Abmessungen verändern. Mit den bewilligten Mitteln sollen verschiedene - insbesondere elektronische - Anwendungen des Materials demonstriert werden, etwa als preiswertes Substrat für weiße Leuchtdioden. "Hier entwickelt sich gerade einer der größten Massenmärkte und die Substratfrage ist noch unbefriedigend gelöst", erklärt Prof. Greulich-Weber und weiter: "Mit diesem Projekt haben wir die Chance, eine internationale Spitzenstellung einzunehmen und die positive Marktentwicklung auch wirtschaftlich in Ostwestfalen zu verankern."

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