Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Nordhessen wird Modellregion für Klimaanpassung: Uni und Region Nordhessen erhalten rund 10 Millionen Euro Bun

(lifePR) (Kassel/Nordhessen, ) Nordhessen wird Modellregion für Klimaanpassung! Diese außergewöhnliche Chance eröffnet der nun positiv beurteilte Antrag der Universität Kassel und eines regionalen Konsortiums um das Regionalmanagement Nordhessen auf Fördermittel aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Rund zehn Millionen Euro werden für die kommenden fünf Jahre den insgesamt 27 nordhessischen Teilprojekten zur Verfügung stehen, davon werden 18 Universitätsvorhaben und neun Praxisprojekte zum Thema Klimaanpassung finanziert.

Denn zwei Erkenntnisse sind inzwischen unbestritten: Erstens - der Klimawandel findet bereits statt. Trotz aller Anstrengungen, ihn zu vermeiden, wird er zu einer Erwärmung und damit einhergehende Extremwetterereignisse führen. Zweitens - der Klimawandel hat bereits heute gravierende wirtschaftliche Folgen - nicht nur durch klimabedingte Katastrophen, sondern auch durch "schleichende" Änderungsprozesse. Für die nordhessische Wirtschaft kann der klimatische Wandel allerdings auch neue Chancen bedeuten, beispielsweise durch erfolgreiche Anpassungsleistungen oder durch neue Produkte und Dienstleistungen. Denn die Kosten für eine rechtzeitige Anpassung werden geringer sein als die Kosten der ansonsten zu erwartenden Schäden und nachträglicher Reaktionen.

KLIMZUG ermöglicht externe Förderung der Klimaanpassung Im Rahmen der Ausschreibung "KLIMZUG" (Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten) fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einige deutsche Regionen in einem Zeitraum von fünf Jahren. Sie sollen als Modellregionen einen erheblichen Impuls für die Entwicklung weiterer Landesteile in Deutschland, aber auch über Deutschlands Grenzen hinaus geben.

Um die Region Nordhessen auf die zu erwartenden Änderungen im Klima und seine extremen Wetterausprägungen vorzubereiten, haben die Universität Kassel und ein Konsortium um den Wirtschaftsförderverband "Regionalmanagement Nordhessen GmbH" an dem zweistufigen Wettbewerb teilgenommen und eine Antragsskizze unter dem Titel "Klimaanpassungsnetzwerk für die Modellregion Nordhessen" eingereicht. Sie konnten sich gegen harte Konkurrenz durchsetzen und wurden mit nur noch wenigen Konkurrenten aufgefordert zum jetzt erfolgreich beurteilten Vollantrag. "Möglich wurde dieser Erfolg durch die fruchtbare Kooperation von Universität, Regierungspräsidium, Stadt Kassel und den fünf nordhessischen Landkreisen sowie durch das Regionalmanagement Nordhessen als Vertreter der nordhessischen Wirtschaft", wie Universitäts-Vizepräsident Prof. Dr. Alexander Roßnagel und Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements, betonen.

Das Klimaanpassungsnetzwerk Nordhessen arbeitet an einer Innovationsstrategie Von Seiten der Universität Kassel werden 17 Professuren an dem Forschungs- und Umsetzungsprojekt zur Klimaanpassung Nordhessen teilnehmen. Zudem sind Forscher der Hochschule Fulda sowie der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen beteiligt. Die regionale Umsetzung wird in Kooperation mit dem Regionalmanagement Nordhessen und dem Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien deENet durchgeführt. Die Kernaufgabe des Regionalmanagements und von deENet ist der Aufbau von Wachstums- und Innovationsclustern in den Themenbereichen "Mobilitätswirtschaft", "Tourismus/Wellness/Gesundheit" sowie "Dezentrale Energietechnologien und Energieeffizienz". In jedem Cluster haben sich mittlerweile feste Kooperationsstrukturen etabliert. Diese Cluster repräsentieren die wichtigsten und innovationsstärksten Wirtschaftsbereiche der Region.

Partner des Projekts sind aber auch das Regierungspräsidium Kassel und die sechs nordhessischen Gebietskörperschaften (Stadt Kassel und Landkreise), um in einem Modellvorhaben die Steuerung und Umsetzung ("Governance") der Klimaanpassung in regionalen Verwaltungsstrukturen und in der Kommunalpolitik zu realisieren.

Im Bildungsbereich kooperieren die Bildungsträger der Region unter dem Dach des HessenCampus im Rahmen des Klimaanpassungsnetzwerks für die Modellregion Nordhessen. Durch Kooperationen zwischen diesen Bildungsträgern und der Universität Kassel kann der Transfer aus der Forschung in Bildungsangebote schnell und unkompliziert erfolgen.

Kernstück des KLIMZUG-Regionalprojekts ist eine Innovationsstrategie, die insbesondere auf Planungs- und Umsetzungsaspekte abzielt. Hierbei werden erhebliche wirtschaftliche Potenziale, zusätzliche Arbeitsplätze und letztendlich die Erhöhung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit erwartet.

Ausführliche Informationen zum Projekt unter http://www.uni-kassel.de/presse/pm/anlagen/Projektbeschreibung_KLIMZUG.pdf

Info
Universität Kassel
Umweltkoordination
Rachel Michels
tel (0561) 804 2249
e-mail umwelt@uni-kassel.de

Regionalmanagement Nordhessen
Geschäftsführung
Holger Schach
tel (0561) 970 6200
e-mail info@regionnordhessen.de

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