Sonntag, 04. Dezember 2016


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Die Universität Kassel bietet ab Januar 2010 eine universitäre Weiterbildung zum Thema Bildungsmanagement an

(lifePR) (Kassel, ) Unterrichten ist die Kernaufgabe des Lehrerberufs. Doch um gut unterrichten zu können, müssen Schulen heute mehr tun als Unterricht bereit zu stellen: Es gilt, geeignete Schulstrukturen, eine qualitätsbewusste Lernkultur und tragfähige Teams aufzubauen.

Lehrerinnen und Lehrer haben zunehmend teil am Management der Schule, an Mediengestaltung, Personalentwicklung oder Budgetverwaltung. Sie beteiligen sich am Qualitätsmanagement, organisieren Teamarbeit oder knüpfen Netzwerke mit Vereinen, Verbänden und Organisationen. Sie beraten Eltern oder Lernende, und sie lösen gemeinsam mit Sozialpädagoginnen, Psychologen oder dem Sozialdienst auch außerschulische Probleme ihrer Schülerinnen und Schüler. Für einige Lehrkräfte sind dies eher lästige Pflichten; andere haben erkannt, wie wichtig ein funktionierendes Umfeld für eine lebendige Schulkultur sein kann und tragen tatkräftig und kompetent zu seiner Gestaltung bei. Und wieder andere möchten künftig das Management von Bildungseinrichtungen zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Tätigkeit werden lassen und eine Leitungsaufgabe in ihrer Schule übernehmen.

In fünf thematischen Modulen und einem Projektmodul können sich Lehrkräfte jetzt berufsbegleitend für diese Aufgaben weiterbilden. Auf universitärem Niveau soll hier aktuelle Schulforschung und Schultheorie mit Schulpraxis in Beziehung gesetzt werden. "Wir möchten die Ergebnisse unserer Schulforschung mit Menschen aus der Schulpraxis diskutieren und durch eine solide akademische Weiterbildung zu einer lebendigen und professionellen Schulkultur beitragen", begründet Prof. Dr. Ute Clement ihr künftiges Engagement in der Lehrerweiterbildung. Clement ist Professorin für Berufs- und Wirtschaftspädagogik im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel. Sie wird das Studienprogramm leiten, das an der Management School UNIKIMS der Universität Kassel angesiedelt ist.

Die Module des Programms beinhalten vier bis fünf Fernstudientexte von jeweils ca. 80 Seiten Länge und eine Begleitveranstaltung in Präsenz- oder als Online-Form. "Der Vorteil eines Fernstudiums", erläutert Clement, die ihr eigenes Studium an der Fernuniversität Hagen absolvierte, "besteht darin, dass für jedes Thema bundesweit Expertinnen und Experten als Autoren gewonnen werden können." Jedes Modul kann auch einzeln studiert und mit einem Modulzertifikat abgeschlossen werden.

Im Modul "Schulen führen" werden Studientexte zur Bedeutung der Schulorganisation für individualisierte und selbstgesteuerte Lehr-/Lernarrangements, zu kollegialer Beratung und Supervision, zu Fragen der Corporate Identity sowie zur Personalführung angeboten.

Das Modul "Qualitätsmanagement" orientiert sich am Schweizer Qualitätskonzept Q2E und bietet die Möglichkeit, sich zum Qualitätsmanagementbeauftragten ausbilden zu lassen. Das Modul "Schulen managen" enthält Studientexte zu rechtlichen und organisatorischen Aspekten von Schule und Bildung.

Im Modul "Beraten" wird es um Konflikte und Gewalt an Schulen ebenso gehen wie um das Führen von Beratungsgesprächen und die Unterstützung von Individuen und Gruppen.

Das Modul "Bildungsgovernance" spannt einen inhaltlichen Bogen zu regionalen und kommunalen Aspekten der Bildungsverantwortung, enthält einen Studientext zu lebensbegleitendem Lernen und einen anderen zu Schulaufsicht.

Das Angebot wird durch ein Projektmodul ergänzt, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an praktischen Problemen aus ihrem Schulalltag arbeiten und sich mit Dozenten wie Studienkollegen austauschen können.

Ab sofort können sich Interessierte über http://www.unikims.de/bildungsmanagement in das Studienprogramm einschreiben. Voraussetzung ist eine Hochschulzulassung und Praxis in einem pädagogischen Beruf. Der Einstieg in das Studienprogramm ist nicht an feste Termine gebunden. Die Kosten betragen 700 Euro pro Modul oder 2.800 Euro für das gesamte Programm. Das Studienprogramm wird über das Jahr 2010 schrittweise aufgebaut und beginnt im Januar mit dem Modul "Schulen führen".

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