Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Wie wird die Fußballnationalmannschaft fit für die WM?

Professor Tim Meyer hat die wissenschaftliche Leitung des DFB-Kongresses in Frankfurt am Main am 14. und 15. Januar 2010

(lifePR) (Saarbrücken, ) Welches Training ist für Profi-Fußballer optimal? Welche psychologischen Trainingsmethoden gibt es? Kann ein Training den Biorhythmus der Spieler mit einbeziehen? Solche und weitere Fragen diskutieren Mediziner, Sportwissenschaftler, Physiotherapeuten und Trainer beim Kongress des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 14. und 15. Januar im Steigenberger Airport-Hotel in der Nähe des Frankfurter Flughafens. Die wissenschaftliche Leitung hat Professor Tim Meyer. Er ist Leiter des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes und Mannschaftsarzt der Fußballnationalmannschaft.

National und international anerkannte Wissenschaftler und Praktiker stellen an beiden Tagen ihre Erkenntnisse in den Bereichen sportmedizinische Betreuung, Trainingssteuerung und Wettkampf-Vorbereitung vor. Mit etwa 280 Teilnehmern ist der Kongress ausgebucht. Interessierte Journalisten können an der Veranstaltung teilnehmen.

Die Begrüßung und die Eröffnungsvorträge halten am 14. Januar um 11 Uhr Professor Josef Hackforth (TU München) und Professor Jan Hoff (Universität Trondheim, Norwegen). Danach befassen sich die Experten mit Themen rund um das Fußballtraining. "Dabei geht es unter anderem um die Frage, wann sich die Spieler überlasten und dann beispielsweise anfälliger für Verletzungen werden", erläutert Tim Meyer. Bei dem Thema mitdiskutieren wird auch sein Vorgänger als Leiter des Sportmedizinischen Instituts, Professor Wilfried Kindermann.

Dr. Oliver Faude von der Saar-Uni stellt beim Kongress die sportartspezifische Testung und eine noch laufende DFB-Ausdauertrainingsstudie vor. Hier werden die Dauermethode und die Intervallmethode im Fußballtraining miteinander verglichen. Bei der Dauermethode werden die Spieler gleichbleibend belastet, die Intervallmethode ist intensiver, beinhaltet aber Pausen. "Es geht darum, welche Methode nachhaltiger wirkt. Die Ergebnisse, die wir bis jetzt gesammelt haben, deuten darauf hin, dass es die Dauermethode sein könnte. Aber die Studie ist noch nicht abgeschlossen", sagt Tim Meyer.

Diskutiert werden beim Kongress auch psychologische Trainingsformen. Dazu gehören Entspannungstraining, Konzentrationsübungen und Stress-Simulationen. "Man kann besonders stressige Spielsituationen simulieren, um die Spieler besser darauf vorzubereiten", so Tim Meyer. "Eine solche Methode ist beispielsweise das Elfmeter-Schießen unter verschärften Bedingungen, wie es im Film "Sommermärchen" von Sönke Wortmann zu sehen war. Hier muss der Schütze vorher ansagen, wo er hinschießt. Wenn der Ball doch nicht dort hin geht oder er kein Tor erzielt, muss er eine Strafe auf sich nehmen."

Am zweiten Tag des Kongresses beschäftigen sich die Teilnehmer mit den Themen Wettkampf, Anti-Doping und Rehabilitation. Dabei geht es unter anderem um die Ernährung am Wettkampftag, das Aufwärmen und die Motivation. Professor Eike Emrich von der Saar-Uni spricht über "Doping im Fußball - Analyse und Prävention". Der Biochemiker Dr. Hans Geyer vom WADA-akkreditierten Dopinglabor in Köln informiert über so genannte Fallstricke im Doping. Zum Beispiel können Erkältungs- und Asthmamedikamente verbotene Substanzen enthalten. "Hier gibt es jedes Jahr eine neue Liste mit Substanzen und Methoden, die als Doping gelten. Das ist für uns betreuende Ärzte im Leistungssport manchmal nicht trivial", sagt Professor Meyer. Er erhofft sich von dem Kongress neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die dann auch ins Training und in die Behandlung der Profi-Fußballer einfließen. "Der wissenschaftliche Beweis ist der einzige, der in der sportmedizinischen Tätigkeit im Profifußball wirklich stichhaltig ist. Keine wissenschaftlichen Kriterien für die Auswahl von Diagnostik- und Behandlungsmethoden zu haben, würde ins Chaos führen", betont Tim Meyer die Bedeutung des Kongresses.

Das Programm des Kongresses finden Sie unter: http://www.dfb.de/uploads/media/090729_Einladung_DFB-Kongress2010-1.pdf

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