Sonntag, 04. Dezember 2016


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Senat fördert Exzellenz aus dem Masterplan

Olafur Eliasson nimmt seinen Ruf an die UdK Berlin an

(lifePR) (Berlin, ) Im Rahmen einer Pressekonferenz am 10. Oktober 2008 im Studio Olafur Eliasson verkündete der Senator für Bildung Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, dass der Künstler Olafur Eliasson ab dem 1. April 2009 seine Professur an der UdK Berlin antreten wird. Berlin bindet damit einen der bedeutendsten und international sichtbarsten Künstler noch enger an die Stadt. Eliasson, der seit 1994 in Berlin lebt und arbeitet, wird mit seinem eigenen, fachübergreifenden Lehrkonzept maßgeblich an der Weiterentwicklung der künstlerischen Ausbildung beteiligt sein. "Wir sind stolz darauf, mit Olafur Eliasson einen Künstler an die UdK Berlin binden zu können, der sowohl mit seinen Arbeiten als auch mit seinem Lehrkonzept den transdisziplinären künstlerischen Ansatz der UdK Berlin weiterentwickeln und nachhaltig gestalten wird," so Prof. Martin Rennert, Präsident der UdK Berlin.

Eliassons Ideen werden einen zentralen Baustein in der Neukonzeption künstlerischer Lehre an der Fakultät Bildende Kunst der UdK Berlin darstellen. Im Zentrum seines transdisziplinären Ansatzes stehen experimentelle räumliche Praktiken in der Bildenden Kunst und deren Vernetzung mit der Architektur sowie deren Bezug zu Human- und Natur-Wissenschaften.

Olafur Eliasson: "Ich bin überzeugt, dass sich die Kunst in der Zukunft noch vielfältiger und produktiver in die Gesellschaft einbringen, und dass es auch ein noch stärkeres Bedürfnis nach einer künstlerischen Anwesenheit in unserer Umgebung geben wird. Besonders in Berlin, mit seiner großzügigen und heterogenen Kunstszene, sehe ich das Potential einer solchen Verknüpfung von Kunst, Wissenschaft und Stadt zu einem verantwortungsvollen sozial-politischen Raum. Ich freue mich nun mit der UdK ein Projekt durchführen zu können, das genau diese Integration fördert, und das volle Potential der Verknüpfung von Universität, der Stadt und meiner Praxis eröffnet."

Eine enge Verzahnung der Lehre mit Eliassons eigener künstlerischen Arbeit steht dabei im Mittelpunkt. Die Studierenden werden neben Olafur Eliasson durch international profilierte Gastdozenten und durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Studio Olafur Eliasson betreut. Eine weitere, für die Stadt Berlin zentrale Komponente des Lehrprogramms sind öffentliche Veranstaltungen, in denen studentische Projekte präsentiert werden sowie Ausstellungsprojekte mit und von Studierenden, die von den Gastdozenten und anderen geladenen Künstlerinnen und Künstlern realisiert werden. In diesem Kontext ist auch eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Berliner und internationalen Kulturinstitutionen, Museen und Kunsthallen geplant. Mit der Ausrichtung von Ausstellungen und einem Präsentations-, Workshop- und Vorlesungs-Programm wird sich das Projekt über Berlin hinaus in der internationalen Kulturlandschaft engagieren. Das Lehrkonzept wird wissenschaftlich begleitet.

"Die UdK Berlin stellt sich seit je her die Frage, wie sich eine zeitgemäße Ausbildung in der Bildenden Kunst gestalten muss. Dieser Diskurs, der Bestandteil unserer Lehre ist, trägt maßgeblich zu deren Qualität bei. Auch mit dieser Neuberufung konfrontieren wir uns mit der Fragestellung, wie wir die Qualität des Bisherigen halten und gleichzeitig neue Impulse geben können - auch über unsere Universität hinaus" sagt Prof. Dr. Ana Dimke, Vizepräsidentin der UdK Berlin und Dekanin der Fakultät Bildende Kunst.

Aus dem Masterplan "Wissen schafft Berlins Zukunft" stellt das Land über die Jahre 2009 bis 2011 hinweg insgesamt eine Million Euro zur Anschubfinanzierung der Einrichtung eines Instituts von Olafur Eliassons bereit. "Ich freue mich sehr, dass es uns mit der Berufung dieses außergewöhnlichen Künstlers gelingen wird, den Kultur- und Wissenschaftsstandort Berlin maßgeblich zu stärken und somit neue Impulse in die verschiedensten Bereiche und Entwicklungspotentiale der Stadt Berlin zu geben. Mit seinem Institut wird Prof. Eliasson zu einem Exzellenzträger für neuartige Verknüpfungen zwischen Wissenschaft und Kunst in Berlin. Mit exzellenter Forschung und Kunst sowie Interdisziplinarität und Nachwuchsausbildung erfüllt das Institut die gleichen Voraussetzungen, die auch die Wissenschaften in der Exzellenzinitiative erfüllen müssen," erklärte Wissenschafts- und Forschungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner auf der Pressekonferenz.

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