Sonntag, 11. Dezember 2016


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Sachsen-Tourismus: Wieder steigende Gästezahlen im 1. Halbjahr 2008

Gästeaufkommen aus dem Ausland immer wichtiger

(lifePR) (Dresden, ) Die sächsische Tourismuswirtschaft konnte sich im 1. Halbjahr 2008 wieder über leicht steigende Gäste- und Übernachtungszahlen freuen, nachdem es zum Ende des vergangenen Jahres erstmals seit vier Jahren einen Rückgang in diesem Bereich gegeben hatte. 2 792 174 Gäste in sächsischen Hotels, anderen Unterkünften mit mehr als neun Betten und auf Campingplätzen bedeuteten ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese generierten 7 406 197 Übernachtungen, was ein Plus von 0,8 Prozent bedeutet. Damit lagen die Zuwächse in Sachsen deutlich unterhalb des Bundesdurchschnitts mit plus 3,9 Prozent Gästen und plus 3,5 Prozent Übernachtungen in etwa auf dem Niveau des Nachbarlandes Thüringen mit plus 1,1 Prozent Gästen und plus 1,3 Prozent Übernachtungen. Das teilte die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) am Montag auf einer Pressekonferenz in Dresden mit.

Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Reisegebieten Sachsens uneinheitlich.

Zuwächse erzielen konnten das Sächsische Burgen- und Heideland, das 10,9 Prozent mehr Gäste und 8,8 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnete, gefolgt von der Sächsischen Schweiz (+5 Prozent Gäste und +3,5 Prozent Übernachtungen), der Oberlausitz (+4,7 Prozent Gäste, +3 Prozent Übernachtungen), der Stadt Leipzig (+3,1 Prozent Gäste, +3,6 Prozent Übernachtungen) und dem Erzgebirge (+2,3 Prozent Gäste, +1,7 Prozent Übernachtungen). Relativ ausgeglichen zeigte sich die Bilanz für Chemnitz mit minus 1 Prozent Gästen, aber plus 2,1 Prozent Übernachtungen. Dresden (-2,4 Prozent Gäste und -5,9 Prozent Übernachtungen), das Sächsische Elbland (-3,5 Prozent Gäste bzw. -2,4 Prozent Übernachtungen) und das Vogtland (- 3,8 Prozent Gäste bzw. -0,5 Prozent Übernachtungen) mussten sowohl Gäste- als auch Übernachtungsrückgänge hinnehmen.

Diese uneinheitliche Entwicklung innerhalb des Freistaats Sachsen macht es aus Sicht der TMGS schwer, genaue Gründe für Zuwächse bzw. Rückgänge zu benennen. Eine Erkenntnis ist jedoch offensichtlich: Dass nämlich Gäste aus dem Ausland immer bedeutender für die touristische Bilanz werden.

Hier konnte Sachsen nach einer Stagnation im vergangenen Jahr im ersten Halbjahr 2008 mit einem Zuwachs an 9,6 Prozent Gästen und 8,1 Prozent Übernachtungen wieder in die Erfolgsspur der Vorjahre zurückkehren und auch die Werte für Deutschland insgesamt klar übertreffen. Diese lagen bei einem Plus von 4,6 Prozent Gästen und 5,1 Prozent Übernachtungen. Damit liegt der Anteil ausländischer Gäste in Sachsen mittlerweile bei 10 Prozent.

Ohne Ausländer hätte der Gästezuwachs in Sachsen im 1. Halbjahr nur 0,8 Prozent betragen und die Übernachtungen wären sogar nur um 0,2 Prozent gestiegen. Auch der Gästerückgang in Dresden ist auf die nachlassende Inlandsnachfrage bei den Gästeankünften zurückzuführen (- 3,8 Prozent) und nicht auf das Gästeaufkommen aus dem Ausland. Dieses ist um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In Leipzig ist das Bild ähnlich. Trotz insgesamt steigender Zahlen war der Anteil deutscher Gäste im ersten Halbjahr 2008 mit minus einem Prozent rückläufig, der enorm starke Zuwachs bei ausländischen Gästen von 30,7 Prozent konnte dies jedoch mehr als kompensieren. Erfreulich ist, dass es auch in einigen Regionen in Sachsen deutliche Zuwächse beim Gästeaufkommen aus dem Ausland gab, so etwa in der Sächsischen Schweiz, im Erzgebirge und in der Oberlausitz.

Aber auch hinsichtlich der Gästeankünfte aus dem Ausland insgesamt ist die Entwicklung unterschiedlich: Wichtigster Quellmarkt mit nach wie vor sehr hohen Zuwächsen sind die USA (27,6 Prozent mehr Gäste von Januar bis Juni 2008, nach Zuwächsen von 5,7 Prozent für das Jahr 2007, 37,8 Prozent 2006, 8,2 Prozent 2005 und 7 Prozent im Jahr 2004. Sachsen wächst hier seit Jahren deutlich stärker als Deutschland insgesamt, für das die Entwicklung in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit minus 2,6 Prozent sogar negativ war. Erfreulich ist auch, dass die Niederlande als zweitwichtigster Markt im selben Zeitraumar wieder um 9,6 Prozent mehr Gäste zulegen konnten. Ursache für den Rückgang in diesem Markt im vergangenen Jahr war in erster Linie "das Fehlen" der WM-Touristen 2006. An dritter Position liegt nunmehr Österreich mit einer Steigerung von 4,8 Prozent Gästen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, da Besucher aus der Schweiz mit 6,9 Prozent rückläufig waren. Rückgänge gab es mit minus 1,6 Prozent Gästen auch aus Japan und mit minus 6,6 Prozent aus Italien. Hingegen war die Entwicklung aus Polen mit 13,9 Prozent, Großbritannien mit 6,6 Prozent und Frankreich mit 3,8 Prozent Zuwächsen positiv. Sehr dynamisch entwickelte sich der russische Markt mit einer Steigerung von 57,9 Prozent mehr Gästen gegenüber Januar bis Juni des Vorjahres. Die genannten neun ausländischen Quellmärkte machen zusammen knapp 70 Prozent des gesamten Gästeaufkommens aus dem Ausland nach Sachsen aus.

Die TMGS sieht sich daher insgesamt in ihrer vor Jahren festgelegten Strategie bestätigt, sich mit ihren sächsischen Partnern verstärkt um ausländische Quellmärkte zu bemühen.

Hier waren und werden Zuwächse leichter zu erzielen sein als auf dem mehr oder weniger stagnierenden Inlandsmarkt. Die TMGS hat daher zum Beispiel ihre Messepräsenz im Ausland weiter ausgebaut und mit "SIGHTGEIST - The Saxony Magazine" als erstes Bundesland ein englischsprachiges Lifestyle-Magazin herausgegeben. Allerdings sind andere Bundesländer dem Beispiel Sachsens gefolgt und investieren verstärkt in das Auslandsgeschäft. So zum Beispiel Brandenburg, das seit zwei Jahren hohe Mittel in das Auslandsmarketing investiert und im 1. Halbjahr 2008 mit 10,9 Prozent die höchsten Zuwächse aller Bundesländer bei Gästen aus dem Ausland erzielen konnte.

Aber auch im Hinblick auf deutsche Urlauber wird die TMGS ihre Maßnahmen weiter intensivieren und verfeinern. Anhaltspunkte hierfür liefert die von ihr in Auftrag gegebene und am Montag aktuell erschienene Studie "Urlaubstourismus in Sachsen auf Basis der Reiseanalyse 2008". Die 96 Seiten umfassende Studie, die allen interessierten touristischen Anbietern in Sachsen kostenlos zur Verfügung gestellt wird, gibt einen umfassenden Überblick über das Reiseverhalten der Deutschen insgesamt sowie ihre Nachfrage für einzelne Urlaubsformen und stellt die Stärken und Schwächen Sachsens im Hinblick auf dieses Nachfrageverhalten auch im Vergleich mit anderen inländischen Reisezielen dar.

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