Dienstag, 21. Mai 2013


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Jahrestagung der Interessengemeinschaft Benachteiligte Gebiete

(lifePR) (Erfurt, ) Rund 45 Prozent der Landwirtschaftlichen Fläche im Freistaat Thüringen gehören aufgrund ihrer eingeschränkten Ertragsfähigkeit zu so genannten "Benachteiligten Gebieten" (Bena). Zum Ausgleich für die natürlichen Nachteile zahlt der Freistaat kofinanziert durch die EU den dort wirtschaftenden Landwirten eine Ausgleichszulage (AGZ). Wegen unzureichender Regelungen in anderen Mitgliedstaaten plant die EU-Kommission für die Zeit nach 2013 eine Neuabgrenzung dieser Gebiete. Für Thüringen würde die Neuregelung den Wegfall von 20 Prozent der heutigen Gebietskulisse bedeuten, obwohl die Ertragsminderung dort fortbesteht. Dies würde die flächendeckende Landwirtschaft besonders in Mittelgebirgslagen gefährden, wo sie eine hohe Bedeutung für den Tourismus besitzt.
Der Thüringer Bauernverband e.V. (TBV) lehnt die Neuabgrenzung entschieden ab. Innerhalb des TBV vertritt die Interessengemeinschaft Benachteiligte Gebiete (IG Bena) die Interessen der betroffenen Landwirte. Am Donnerstag, dem 28. April, veranstaltet die IG Bena in Bösleben ihre Jahrestagung, auf der sie ihre Forderungen nach Beibehaltung der bisherigen Kulisse noch einmal in einem Positionspapier bekräftigen wird. Folgendes Programm ist vorgesehen:


1. Eröffnung und Begrüßung Astrid Paeger, Vorsitzende der IG Bena
2. Grußwort Siegmar Arnoldt, Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes e.V.
3. Bericht des Vorstandes, Erläuterungen des Positionspapieres sowie betriebliche Bedeutung der Ausgleichszulage; Astrid Paeger und Uwe Teske, Agrargenossenschaft Dankmarshausen eG
4. Positionierung der Landesregierung und des Thüringer Landwirtschaftsministeriums zum weiteren Erhalt der flächendeckenden Landnutzung in Thüringen; Ronald Richwien, Staatssekretär des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN)
5. Die Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete - Vorstellungen der EU-Kommission und Positionierung der Bundesregierung; Ralf Wolkenhauer, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
6. Beschlussfassung des Positionspapieres
7. Neuwahl des Vorstandes

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