Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 543254

Einfach legendär: Die einzigartige Erfolgsgeschichte des original Wiener Kaffeehausstuhls 214 von Thonet

Neu im Programm: die "Pure Materials"-Version in naturbelassenem Eschenholz

(lifePR) (Frankenberg (Eder), ) Während der Weltausstellung 1867 in Paris ereignete sich der Legende nach folgender Vorfall: Der damalige Stuhl Nr. 14 von Michael Thonet stürzt aus 57 Metern den Pariser Eiffelturm herab - und bleibt unversehrt. Die nicht nur durch dieses Ereignis erwiesene Robustheit des Möbels in Kombination mit seiner eleganten, schnörkellosen Form und der revolutionären Möglichkeit zur Serienproduktion trug maßgeblich zum unvergleichlichen Erfolg des Stuhls bei. Bereits 1862 gewann der heute als Modell 214 bekannte Kaffeehausstuhl die Bronzemedaille der Londoner sowie 1867 die Goldmedaille der Pariser Weltausstellung. Allein bis 1930 verkaufte Thonet 50 Millionen Exemplare und bis in die Gegenwart fasziniert der berühmteste Stuhl der Welt immer wieder neu. Im Laufe der Jahrzehnte erschienen bei Thonet zahlreiche verschiedenen Versionen des Möbels - zuletzt kam der 214 Anfang 2015 in der Kollektion "Pure Materials" erstmals in heimischer Esche auf den Markt.

Revolutionär in vielerlei Hinsicht - ein Meilenstein der Designgeschichte

Die Erfolgsgeschichte des Stuhls Nr. 14 begann 1841 mit einer Einladung des österreichischen Haus-, Hof- und Staatskanzlers Clemens Fürst Metternich, der auf die Experimente Michael Thonets mit gebogenem Holz aufmerksam wurde und daraufhin den jungen Rheinländer aus Boppard nach Wien einlud. Dort gelang es Thonet dann bald, sogar Massivholz zu biegen: Lange Holzstäbe wurden unter Druck und Dampf elastisch gemacht, um sie dann mittels einer speziellen Vorrichtung und Muskelkraft in die gewünschte Form zu bringen. Das dreidimensionale Verformen von massivem Holz stellte damals eine Sensation dar. Es folgten bald Aufträge für das Palais Liechtenstein und das Palais Schwarzenberg - schnell wurde die heutige Ikone 214 prägendes Symbol für die Wiener Kaffeehauskultur. Doch nicht nur das stetig wachsende Projektgeschäft war ausschlaggebend für den enormen Erfolg des Sitzmöbels: Das neuartige Herstellungsverfahren machte erstmals die industrielle Serienfertigung eines Stuhls möglich - ein echter Meilenstein in der Möbelproduktion. Denn der 14er ließ sich in einem arbeitsteiligen Prozess herstellen und vollständig in nur sechs Einzelbestandteile zerlegen. Verpackt in einer Kiste von einem Kubikmeter konnten 36 Stühle in die ganze Welt verschickt und vor Ort montiert werden. Die Geschichte des modernen Möbels nahm seinen Lauf und noch heute wird der originale Kaffeehausstuhl mit der Modellnummer 214 (ehemals Nr. 14) von der Thonet GmbH im hessischen Frankenberg produziert.

Wie man eine Ikone lebendig hält - zum Beispiel mit besonderen Materialien

Seit Beginn wurde der Stuhl erst von Michael Thonet selbst, später von seinen Nachfahren weiterentwickelt. In jüngster Zeit entstand beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem japanischen Handelshaus Muji eine Kollektion vereinfachter, typisierter Thonet-Ikonen aus Stahlrohr und Bugholz - darunter auch eine Interpretation des 214, gestaltet von James Irvine (2008). Anfang 2015 präsentierte das Unternehmen seinen Bugholzklassiker zudem erstmals in der Kollektion "Pure Materials". Das bei dieser besonders nachhaltig produzierten Linie verwendete Eschenholz aus heimischen Wäldern wird bewusst nur leicht behandelt, so dass die Struktur des Materials optisch und haptisch erlebbar bleibt und sich nach einer Weile individuelle Nutzungsspuren abzeichnen. Die Gestelle sind je nach Wunsch in hell geölter Variante oder dunkel gebeizt und mit schützendem Naturholzlack veredelt erhältlich. Auch die Sitzfläche reagiert in der Kollektion "Pure Materials" mit ausdrücklich erwünschten Gebrauchsspuren - insbesondere die mit dem natürlich gegerbten Qualitätsleder "Olive Galicia" ausgestattete Version entwickelt mit der Zeit eine ganz eigene Patina. Je nach Belieben ist das Modell aus der neuen Kollektion auch standardmäßig mit dem klassischen Rohrgeflecht oder Netzgewebe erhältlich.

Ein Blick genügt: Das Original ist im wahrsten Sinne des Wortes gebrandmarkt!

Übrigens: Ob man ein Original des 214 in den Händen hält, erkennt man auf einen schnellen Blick: Auf der Unterseite des Sitzrahmens jedes Thonet-Stuhls - historisch wie zeitgenössisch - befindet sich ein eingebranntes Signet des Unternehmens mit Jahreszahl der Herstellung. Neuere Modelle sind zudem an der trapezförmigen Sitzfläche zu identifizieren. Der ursprünglich runde Sitz wurde im Jahr 1960 von Thonet durch diese deutlich bequemere Variante ausgetauscht.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Klimaextremen ausgesetzt

, Bauen & Wohnen, Dachdecker Verband Nordrhein

Alle reden von Wetterextremen, die künftig noch weiter zunehmen werden. Dabei ist das Dach eines Hauses schon immer „Wetterextremen“ ausgesetzt...

Klimazone für Extreme

, Bauen & Wohnen, Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holstein

Alle reden von Wetterextremen, die künftig noch weiter zunehmen werden. Dabei ist das Dach eines Hauses schon immer „Wetterextremen“ ausgesetzt...

Klimazone für Extreme

, Bauen & Wohnen, Bayerisches Dachdeckerhandwerk Landesinnungsverband

Alle reden von Wetterextremen, die künftig noch weiter zunehmen werden. Dabei ist das Dach eines Hauses schon immer „Wetterextremen“ ausgesetzt...

Disclaimer