Dienstag, 06. Dezember 2016


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"Am liebsten spiele ich die Musik, die gerade auf dem Notenpult liegt!" Pianist Oliver Triendl zu Gast beim Loh-Orchester

(lifePR) (Nordhausen, ) Im 3. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters am kommenden Wochenende ist eines der beliebtesten Klavierkonzert von Mozart zu hören: das d-Moll-Konzert KV 466, das spätestens seit dem 19. Jahrhundert auf der Beliebtheitsskala Mozart'scher Klavierkonzerte ganz oben steht. Was den Pianisten Oliver Triendl - zu Gast in Sondershausen und Nordhausen - an dem d-Moll-Konzert fasziniert, ist genau das, was schon früh Interpreten wie Zuhörer in Bann schlug: "Die Dramatik des d-Moll-Konzerts und seine Nähe zu 'Don Giovanni' stellen für uns Pianisten einen besonderen Glücksfall dar", so beschreibt er selbst seine Sicht auf das Stück. Viele Klavierwerke von Mozart hat Oliver Triendl bisher gespielt, es sei das "Universelle" und "einfach das Perfekte in seinen Werken", was ihn immer wieder fasziniere.

In seinem Repertoire findet sich neben Mozart jedoch noch vieles andere. "Ich möchte möglichst vielseitig sein und die äußerst spannenden Beziehungen zwischen all diesen Epochen spüren und aufzeigen." Und so spielt er Musik der Wiener Klassik, der Romantik und Moderne bis hin zur Gegenwart. Ein Spiegel dieser Vielseitigkeit sind nicht zuletzt die inzwischen etwa 50 CD-Einspielungen. Spannend ist für den Künstler immer das, was gerade zu tun ist: "Am liebsten spiele ich die Musik, die gerade auf dem Notenpult liegt!"

Oliver Triendl, 1970 im bayerischen Mallersdorf geboren, hat mit vier Jahren ersten Klavierunterricht erhalten, der Lehrer war sein Vater. Später begann er, Klavier zu studieren, u. a. bei Gerhard Oppitz und Oleg Maisenberg. Die direkten Einflüsse all seiner Lehrer waren wichtig und prägend. Einflussreich aber waren in den vergangenen Jahren auch die vielen Begegnungen mit zahlreichen bedeutsamen Kammermusikpartnern und anderen interessanten Künstlerpersönlichkeiten, etwa dem Cellisten David Geringas oder der Klarinettistin Sabine Meyer. 2006 gründete er das Internationale Kammermusikfestival "Fürstensaal Classix" in Kempten/Allgäu. Doch nicht nur Kammermusik steht obenan. Auch mit vielen renommierten Orchestern ist er immer wieder zu erleben, wie etwa den Bamberger Symphonikern, der NDR-Radio-Philharmonie, den Münchner Philharmonikern oder der National-Philharmonie des Polnischen Rundfunks.

Nun spielt Oliver Triendl zum ersten Mal mit dem Loh-Orchester, das zum 3. Sinfoniekonzert dirigiert wird von einem weiteren, nicht mehr ganz unbekannten Gast: Der chinesische Dirigent Cheung Chau war bereits vor zwei Jahren u. a. mit Tschaikowskys "Pathétique" zu erleben. Neben Mozarts d-Moll-Konzert dirigiert er jetzt Schuberts "große" C-Dur-Sinfonie sowie ein kurzes Orchesterstück von Anton Webern aus dem Jahr 1940, das sich auf faszinierende Weise klassische Kompositionsprinzipien mit neuen Mitteln zu eigen macht: die "Variationen für Orchester".

Das 3. Sinfoniekonzert unter dem Motto "Klassiker" findet jeweils um 19 Uhr am 5. Dezember im Haus der Kunst, Sondershausen, sowie am 6. Dezember im Theater Nordhausen statt. Jeweils um 18.45 Uhr gibt es eine Einführung im Foyer, in der beide Künstler, Cheung Chau ebenso wie Oliver Triendl, gemeinsam mit der Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann über die Musik sprechen werden. Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52, in der Sondershausen-Information, Tel. 0 36 32/78 81 11, und an den Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

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