Dienstag, 06. Dezember 2016


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LEH und Drogeriemärkte punkten mit OTC-Produkten

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- OTC-Umsätze steigen im ersten Halbjahr insgesamt auf vier Milliarden Euro
- LEH und Drogeriemärkte wachsen überproportional
- Zweites Quartal beschert den Erkältungsmitteln starke Zuwächse

Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte gewinnen beim Verkauf von nicht rezeptpflichtigen Arznei- und Gesundheitsmitteln zunehmend an Verbrauchervertrauen zurück. Sie waren im ersten Halbjahr 2012 - abgesehen vom weiter stark expandierenden Apotheken-Online-Handel - sogar die Haupttreiber des Wachstums. Insgesamt stiegen die OTC-Umsätze in diesem Zeitraum gegenüber Vorjahr über alle Vertriebsschienen (inklusive Apothekenversandhandel) hinweg um 2,4 Prozent auf 4,055 Mrd. Euro. Auch die Absatzmengen legten mit knapp 680 Mio. verkauften Verpackungen leicht zu (+1,1%).

LEH hat Trendwende geschafft

Die Investments in Sortiment und Präsentation haben das OTC-Geschäft der Lebensmittel- und Drogeriemarktfilialisten nach einer langen Phase rückläufiger Entwicklungen wieder auf Kurs gebracht. Die Negativentwicklung der letzten Jahre konnte in den vorangegangenen Quartalen bereits erfolgreich gestoppt werden; die Zeichen stehen nun wieder eindeutig auf Wachstum. Mit einem Umsatzzuwachs von 3,8 Prozent auf 535 Mio. Euro (Absatzplus:1,5 %) toppte der Massenmarkt im ersten Halbjahr 2012 deutlich das Wachstumstempo der Offizin-Apotheken; diese erzielten bei kaum verändertem Absatzvolumen (+0,4%) Mehrumsätze von 2,1 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Damit bauen LEH und Drogeriemärkte im OTC-Markt auch wieder ihre Marktbedeutung (17,4%) gegenüber den Apotheken aus. Die stationären Apotheken werden allerdings nicht nur durch den wieder erstarkenden Massenmarkt bedrängt, sondern auch vom überaus dynamischen Apo- Versandhandel. Dieser realisierte mit einem Umsatzvolumen von 350 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2012 erneut zweistellige Zuwächse in Menge und Wert.

Adipositas-Diäten bleiben stärkster Wachstumstreiber

Kühle, wechselhafte Witterung im Frühjahr mit den typischen Begleiterscheinungen auf die Gesundheit der Verbraucher sorgte auch im zweiten Quartal für eine unverändert hohe Bedarfslage bei saisonalen Produkten gegen Grippe und Erkältungskrankheiten. Husten- und Grippemittel sowie Rachentherapeutika (Halsschmerzmittel) wuchsen im Zeitraum April bis Juni durchweg zweistellig im Umsatz, begleitet von fast ebenso hohen Absatzsteigerungen. Der Werbedruck für Husten- und Erkältungsmittel wurde allerdings weiter reduziert: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Bruttowerbeaufwendungen hier um 25,3 Prozent bzw. 18,5 Millionen Euro zurück. Mit einem Werbevolumen von 54,6 Millionen Euro führt diese Produktgruppe dennoch das Ranking der Werbespendings im Arzneimittelbereich an, gefolgt von den Schmerzmitteln. Zuwächse bei Absatz und Umsatz gab es auch bei Erkältungsbonbons und Produkten gegen Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Augenprodukten zur Linderung von Pollenallergien.

Abgesehen von diesen saisonalen Produkten trugen auch zahlreiche weitere Indikationsgruppen zum Wachstum des OTC-Marktes im ersten Halbjahr 2012 bei: Besonders im Fokus stehen hier weiterhin die Diätprodukte bei Adipositas, mit denen Ärzte und Verbraucher starkem Übergewicht zu Leibe rücken. Sie legten mit einem Umsatzplus von 25 Prozent ebenso dynamisch zu wie Mittel gegen Hautpilze. Beide Segmente verbuchten auch zweistellig steigende Absatzmengen. Gefragt bleiben zudem Beruhigungs- und Schlafmittel mit einem Umsatzplus von über sechs Prozent (Absatz rd. 5%) sowie Mittel gegen Sodbrennen.

Rückläufiger Werbedruck im Pharmamarkt

Der Werbedruck im Pharma-Markt war im ersten Halbjahr 2012 insgesamt rückläufig (minus 4,1 Prozent auf 352,7 Millionen Euro). Die höchsten absoluten Einsparungen gab es bei den Werbespendings für Husten- und Erkältungsmittel, gefolgt von den Vitaminen (Minus von 8,4 Millionen Euro). Nahezu verdoppelt wurde dagegen die Imagewerbung der Pharma-Firmen. Hier gab es mit einem Plus von 7,3 Millionen Euro den höchsten absoluten Zuwachs auf aktuell 15,3 Millionen Euro.

Der Hauptteil der Werbeaufwendungen für Arzneimittel entfällt auf das Fernsehen, gefolgt von den Publikumszeitschriften. Letztere mussten allerdings Einbußen bei den Spendings hinnehmen, während TV sich leicht steigern konnte (plus 1,5 Prozent). Die Mediengruppe "Out of Home" verbuchte im ersten Halbjahr 2012 ein deutliches Plus im Bereich Pharmawerbung (Zuwachs von 38,5 Prozent auf 5,3 Millionen Euro).

Insgesamt wuchs der OTC-Markt im ersten Halbjahr 2012 trotz rückläufiger Werbeaufwendungen umsatzbezogen sogar etwas schneller als der Gesamtmarkt Pharma- und Healthcare. Dieser generierte ein Plus von 1,8 Prozent auf 20 Mrd. Euro. Einer der Treiber waren hier erneut die eingelösten Privatrezepte für rezeptpflichtige Arzneimittel, mit denen die Apotheken allein 2,3 Mrd. Euro umsetzten (+4,3 %).

The Nielsen Company (Germany) GmbH

Nielsen Holdings N.V. (NYSE: NLSN) ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen in den Bereichen Marketing- und Verbraucherinformationen, Erhebung von Mediadaten in TV, Online, Mobile und anderen Medien, Fachmessen sowie weiteren verwandten Bereichen. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern präsent mit Hauptsitzen in New York, USA und Diemen, Niederlande. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com sowie zu Deutschland unter www.nielsen.com/de.

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