Freitag, 09. Dezember 2016


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Mit IKT bis zu 25 Prozent aller CO2-Emissionen in der Industrie einsparen

(lifePR) (Bonn, ) .
- Studie von Deutscher Telekom, Huawei, SAP, Siemens und The Boston Consulting Group: Mit smarten IKT-Lösungen bis 2020 CO2-Emissionen um 207 Megatonnen senken

- Größtes Potenzial in Verkehrs- und Logistikbranche sowie Gebäudewirtschaft

- Geschäftsvolumen für umweltschonende IKT-Lösungen von rund 84 Milliarden Euro

Bis zu 25 Prozent der CO2-Emissionen oder äquivalenter Schadstoffe (CO2e) können im Jahr 2020 mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Deutschland eingespart werden - dies entspricht 207 Megatonnen (Mt). Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "SMART 2020 Deutschland". Die IKT-Industrie ist demnach eine treibende Kraft auf dem Weg zu nachhaltigem Klimaschutz. Die Studie wurde gemeinsam von der Deutschen Telekom, Huawei, SAP, Siemens und The Boston Consulting Group erstellt. Der Geschäftswert sogenannter "SMART"-Konzepte zur Energieeinsparung wird darin für den IKTSektor mit bis zu 84 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 ausgewiesen.

Deutschland zählt als eine der führenden Industrienationen zu den weltweit bedeutsamen Emittenten von Schadstoffen, die für den globalen Klimawandel verantwortlich sind. Der Informationsund Kommunikationstechnologie-Sektor ist zwar nur zu einem geringen Teil an den Emissionen beteiligt, bietet aber gleichzeitig ein beachtliches Klimaschutzpotenzial für andere Industriezweige - beispielsweise die Verkehrs- und Logistikbranche oder die Stromwirtschaft. Während die IKT im eigenen Bereich 13 Mt CO2e-Emissionen einsparen kann, lassen sich in den übrigen Industrien durch den konsequenten Einsatz von IKT Reduktionspotenziale von 194 Mt im Jahr 2020 erzielen.

Das in der Studie verwendete sogenannte "SMART"-Konzept steht für fünf Ansatzpunkte, die diese Reduktion ermöglichen: Standardisierung (Standardization), Überwachung (Monitoring), Verantwortlichkeit (Accountability), Umdenken (Rethinking) und Umwandlung (Transformation).

Direkter Beitrag der IKT zur Reduktion der CO2e-Emissionen

Die IKT-Branche kann durch die Senkung der eigenen Emissionen unmittelbar zum Klimaschutz beitragen. Im Jahr 2007 war die Branche mit 23 Mt CO2e für rund zwei Prozent der Emissionen in Deutschland verantwortlich; durch die stetig wachsende Bedeutung der IKT in Wirtschaft und Privathaushalten wird dieser Wert bis 2020 auf rund drei Prozent ansteigen. Mit Hilfe verschiedener "Green-ICT"-Maßnahmen, so die Prognose der Studie, könnten diese Emissionen um mehr als 50 Prozent reduziert werden - dies entspricht 13 Mt CO2e im Jahr 2020.

Handlungsbedarf in fünf Sektoren - Hauptpotenzial für CO2e-Reduktion in Logistik und Gebäudewirtschaft

Des Weiteren identifiziert die Studie fünf Kernbereiche, in denen IKT-Lösungen zu deutlichen Emissionsreduktionen beitragen können: Gebäudewirtschaft (Smart Buildings), Logistik (Smart Logistics), Stromwirtschaft (Smart Grid), Industrieautomation (Smart Motors) und Dematerialisierung. Insgesamt - zu diesem Ergebnis kommt die Studie - ließen sich in diesen Bereichen die jährlichen CO2e-Emissionen um rund 194 Mt CO2e in den nächsten zehn Jahren reduzieren.

Mit möglichen Einsparungen von bis zu 85,4 Mt CO2e im Jahr 2020 bietet der Logistiksektor, zu dem auch der Straßenverkehr zählt, das größte Potenzial. Erfolgversprechende Geschäftskonzepte zur Senkung der klimaschädlichen Schadstoffe sind etwa die intelligente Steuerung des Verkehrsflusses oder die Einführung einer IKT-gestützten Städtemaut. In der Gebäudewirtschaft könnten Emissionen von bis zu 41,8 Mt CO2e eingespart werden - beispielsweise durch Gebäude- Klimamanagementsysteme. In der Industrieautomation beziffert die Studie mögliche Reduktionspotenziale auf 26,4 Mt CO2e, während sie in der Stromwirtschaft ein Einsparpotenzial von insgesamt 23,6 Mt CO2e sieht. Schließlich bietet auch die Dematerialisierung von Produkten und Dienstleistungen, z. B. durch die Einschränkung von Geschäftsreisen mit Hilfe von Videokonferenzen, ein Reduktionspotenzial von 16,3 Mt CO2e. Insgesamt beziffert die Studie damit jeweils das theoretisch mögliche Maximum. Die Entwicklung des Marktes allein führt jedoch zu einem realistischen Potenzial von lediglich 64 Mt CO2e - somit entsteht eine "Realisierungslücke" von rund 130 Mt CO2e.

Rahmenbedingungen zur Senkung von CO2e-Emissionen schaffen

Um diese Lücke zwischen dem theoretisch möglichen Reduktionspotenzial und der marktgetriebenen Umsetzung zu schließen, sind Geschäftskonzepte gefragt, die CO2e-Emissionen maßgeblich senken und gleichzeitig geschäftlich attraktiv sind. Dabei kann auch die Politik mithelfen, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um den großflächigen Zugang der Verbraucher zu neuen, emissionsreduzierten Geschäftskonzepten zu ermöglichen. Die Studie ermittelt vier Wege, mit deren Hilfe Wirtschaft und Politik gemeinsam bestehende gesellschaftliche, wirtschaftliche, gesetzliche und technische Barrieren für eine flächendeckende Durchsetzung dieser Geschäftskonzepte überwinden können:

- Gemeinsame Informationskampagnen, um die Bevölkerung über die Möglichkeiten aufzuklären, ihren Beitrag zur Emissionsreduktion zu leisten
- Eine öffentliche finanzielle Förderung für IKT-Unternehmen, um Geschäftskonzepte für Endkunden, z. B. durch einheitliche technische Standards, attraktiver zu gestalten
- Abgaben, wie Sondergebühren und -steuern, die Endkunden und Unternehmen zum Einsatz emissionsreduzierter Geschäftskonzepte motivieren
- Gesetzliche Vorgaben für umweltbewusstes Verhalten, z. B. bei Gebäude- Klimamanagementsystemen

Auch wenn Deutschland im weltweiten Kampf gegen die Klimaerwärmung bereits eine internationale Führungsrolle einnimmt, so das Fazit der Studie, gibt es noch ungenutzte Chancen, um mit Hilfe der IKT-Branche Treibhausgase nachhaltig zu reduzieren. Um diese Chancen zu nutzen, sind IKT-Unternehmen und Regierung gleichermaßen gefordert.

Die vollständige Studie finden Sie unter: www.gesi.org

Huawei ist ein führender Anbieter innovativer Lösungen für Telekommunikationsnetzwerke der nächsten Generation. International sind 36 der 50 führenden Netzwerkbetreiber Kunden von Huawei. Damit sind Produkte und Lösungen des Unternehmens weltweit bei mehr als einer Milliarde Nutzern im Einsatz. Huawei sieht seine Aufgabe darin, mit innovativen, maßgeschneiderten Produkten, Diensten und Lösungen langfristigen Mehrwert und Wachstum für seine Kunden zu schaffen. Huawei erzielte im Geschäftsjahr 2008 Vertragsabschlüsse in Höhe von 23,3 Milliarden US-Dollar. Inzwischen entfallen rund 75 Prozent der verkauften Produkte und Services auf das Geschäft außerhalb Chinas in über 100 Ländern weltweit.

Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware und Dienstleistungen, mit denen Firmen jeder Größe und in über 25 Branchen ihre Geschäftsprozesse auf Wachstum und Profitabilität ausrichten können. SAP-Anwendungen sind bei mehr als 92.000 Kunden in mehr als 120 Ländern im Einsatz. Gegründet 1972, ist SAP heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter, mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,6 Milliarden Euro. SAP ist an mehreren Börsen gelistet, darunter an der Frankfurter Börse und der New York Stock Exchange (NYSE: SAP).

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Rund 410.000 Mitarbeiter (fortgeführte Aktivitäten) entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte das Unternehmen nach IFRS einen Umsatz von 77,3 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,9 Milliarden Euro.

The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist heute an 66 Standorten in 38 Ländern vertreten. Das Unternehmen befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2008 mit 847 Beraterinnen und Beratern einen Umsatz von 369 Millionen Euro.

Telekom Deutschland GmbH

Die Deutsche Telekom AG ist mit nahezu 150 Millionen Mobilfunkkunden sowie ca. 40 Millionen Festnetz- und über 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit. Ihre Produktmarken heißen T-Home (Festnetz- Telefonie, Breitband-Internet), T-Mobile (Mobilfunk) und T-Systems (ICT-Lösungen). Als internationaler Konzern in rund 50 Ländern und mit über 261.000 Mitarbeitern weltweit hat die Deutsche Telekom 2008 mehr als die Hälfte ihres Umsatzes in Höhe von 61,6 Milliarden Euro außerhalb Deutschlands erwirtschaftet.

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