Samstag, 10. Dezember 2016


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Wenn die Wirbelsäule chronisch krank ist

Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" der TU Chemnitz und der Klinikum Chemnitz gGmbh geht weiter

(lifePR) (Chemnitz, ) .
Prof. Dr. Jan-Peter Warnke, Chefarzt der Abteilung Neurochirurgie der Paracelsus Kliniken Zwickau, referiert am 16. Dezember 2009

In Deutschland haben statistisch gesehen 27 bis 40 Prozent der Bevölkerung Rückenschmerzen. Etwa 70 Prozent haben die Schmerzen mindestens einmal im Jahr und etwa 80 Prozent klagen mindestens einmal im Leben über Rückenschmerzen. Damit erkranken Deutsche im internationalen Vergleich eher häufig. Von den Abschnitten der Wirbelsäule ist die Lendenwirbelsäule am häufigsten betroffen. Wenn die Lenden- Kreuzbeinregion betroffen ist, spricht man von Lumbalgie bzw. Lumbago (lat. lumbus = Lende).

Die über die Chemnitzer Region hinaus beliebte Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft", eine Kooperationsveranstaltung der TU Chemnitz und der Klinikum Chemnitz gGmbH, wird am 16. Dezember 2009 um 17.30 Uhr im Hörsaal 305, Universitätsteil Straße der Nationen 62 in Chemnitz fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit Prof. Dr. Jan-Peter Warnke, Chefarzt der Abteilung Neurochirurgie der Paracelsus Kliniken Zwickau, steht die "Moderne endoskopische Therapie bei lumbalen Liquorzirkulationsstörungen". In seinem Vortrag wird Warnke im Besonderen auf die Arachnoiditis, eine schmerzhafte Erkrankung im Lendenbereich eingehen. "Dem Auditorium soll ein aktueller Abriss über neueste Erkenntnisse bei der Entstehung von Rückenschmerzen gegeben und neue therapeutische Ansätze dazu geboten werden", berichtet Warnke.

Die Arachnoiditis verursacht chronische und anhaltende Schmerzen im unteren Rücken. Weiterhin können die unteren Extremitäten, in schweren Fällen der gesamte Körper betroffen sein. Sie äußert sich durch Kribbeln, Taubheit oder Schwäche in den Beinen; Muskelkrämpfe oder Störungen im Blasen- und Darmbereich. "Die Ursachen sind, wenn man von chemischen Gründen absieht, im Wesentlichen unklar. Auch die Diagnose ist meist eine Ausschlussdiagnose und nur im Falle einer hochgradigen Arachnoiditis mit einer Magnetresonanztherapie zu stellen ", weiß Warnke und fügt hinzu: "Mit Hilfe der modernen Neuroendoskopie gelingt es bei einem vertretbaren Risiko die Diagnose zu sichern und durch spezielle interventionelle Techniken die Schmerzen nachhaltig zu beeinflussen."

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