Sonntag, 04. Dezember 2016


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Reifeprüfung auf grünem Grund

Studierende und Mitarbeiter der TU Chemnitz können künftig die Faszination des Golfssportes kennenlernen - Auch für die Forschung ist das Golfen interessant

(lifePR) (Chemnitz, ) Im Sportprogramm der TU Chemnitz hat im Sommersemester 2010 eine neue Sportart Premiere - nämlich Golf. Die studentische Fachgruppe "Ictus Academicus" entwickelte mit der Golfschule Wasserschloss Klaffenbach und dem Golfclub Chemnitz ein Kursangebot, das sowohl Studierende als auch Mitarbeiter der Universität ansprechen soll. Diese Ideen wurden dem Institut für Sportwissenschaft/Bereich Universitätssport vorgestellt und mit sehr positiver Bereitschaft in das Hochschulangebot aufgenommen. Der Platzreifekurs vermittelt in 15 zweistündigen Übungseinheiten die Grundlagen des Golfsports inklusive Techniktraining und Regelkunde und führt zur Spielberechtigung für Golfplätze. Wer mehr den Spaß sucht und sich für das Trainingsangebot entscheidet, kann an zehn Tagen jeweils eine Stunde golferisch dem Alltag entfliehen. Erfolgreiche Golfstudenten sollten sich dem Hochschul- Team anschließen und ein fortgeschrittenes Technik- und Anwendungstraining in 15 Einheiten durchlaufen, um danach auch an Turnieren zwischen Hochschulen teilnehmen zu können. Bei allen Kursen, die übrigens kostenpflichtig sind, werden natürlich Schläger und Bälle gestellt.

"Wir wissen, dass immer noch viele junge Menschen dem Golfen mit Skepsis begegnen. Golfsport gehört vermutlich sogar zu den klischeebehaftetsten Sportarten überhaupt", sagt Frank Joachim Seidel, der an der TU Sportwissenschaft/Psychologie studiert und gemeinsam mit fünf Freunden die Fachgruppe "Ictus Academicus" initiiert hat. "Mit diesen Vorurteilen wollen wir aufräumen, den Spaß am grünen Sport" vermitteln und deshalb gemeinsam mit der Golfschule am Wasserschloss Klaffenbach ein speziell auf Studenten und Hochschulmitarbeiter zugeschnittenes Programm rund um den Trendsport Golf anbieten", ergänzt Seidel, der bereits in die Zukunft schaut und überlegt, wie man die Sportart Golf noch mehr mit dem Unigeschehen verflechten kann.

Der Ruf nach der Sportart Golf war bereits im vergangen Jahr an der TU Chemnitz deutlich zu hören. Für ein Testprojekt hatten sich sofort 37 golfbegeisterte Studierende gemeldet, davon erreichten 25 die Platzreife. Und der Golfclub Klaffenbach kann sich mittlerweile über 13 neue Mitglieder aus der Studentenschaft freuen. Dieser Testlauf hat gezeigt, dass der Golfsport Potenzial hat und auch für Studenten herausfordernd ist. Durch die erfreuliche Bilanz wurde die letzte Zurückhaltung abgelegt und der Bogen zum Hochschulsport gespannt. Somit kann sich das Programm des Universitätssports über die Aufnahme der Sportart Golf freuen und umfasst damit 55 Sportangebote.

"Auch für die Forschung bietet Golf an der TU Chemnitz viele Anknüpfungspunkte, die von den Golfschuhen bis hin zu den Materialaspekten der Schläger reichen", sagt Prof. Dr. Thomas L. Milani, Inhaber der Professur Bewegungswissenschaft an der TU Chemnitz. Sportwissenschaftler, Sportgerätetechniker, Werkstoffexperten, Mechatroniker - für viele Forscher dürfte das Golfen nicht nur sportlich interessant sein, denn Golf gilt - was viele nicht ahnen - als eine der schwierigsten Sportarten der Welt, ähnlich wie Stabhochsprung und Eiskunstlauf.

Die Chemnitzer blicken bei all ihren Aktivitäten bereits weit über den Rand des heimischen Golfplatzes hinaus. "Unsere Fachgruppe kooperiert mit dem Deutschen Golfverband sowie mit dem Golfverband Sachsen und Thüringen", berichtet Seidel. Zudem gebe es auf Hochschulsportebene bereits Kontakte zu den Fachhochschulen in Mittweida und Zwickau. Und auch mit der Kindersportschule Chemnitz besteht bereits eine Zusammenarbeit, um auch für Kinder geeignete Sportangebote im Rahmen des Programms "Kids for Golf" zu entwickeln. Zudem soll am 2. Oktober 2010 in Klaffenbach eine Studentenmeisterschaft mit Teilnehmern aus ganz Deutschland stattfinden.

Seidel ist überzeugt davon, dass sich Golf als Breiten- und Schulsport etabliert. Er selbst habe früher aktiv Handball sowie Badminton gespielt und sei nun ein großer Anhänger der kleinen weißen Kugel, die ihm seit nunmehr zehn Jahren nicht mehr los lässt. Er kann dem deutschen Sportjournalisten Harry Valérien nur zustimmen, der sagte "Golf ist wie eine Droge: Wer sich auf das Spiel einmal eingelassen hat, kommt kaum noch davon los." Für einige Mitglieder der Fachgruppe "Ictus Academicus" eröffnet der Golfssport sogar eine berufliche Perspektive, denkt man zum Beispiel an die Ausbildung von C-Trainern im Vorschul- Kinder- sowie Jugendbereich. "Nachwuchs braucht jede Sportart und dafür benötigt man Menschen, die fähig sind, Kindern Freude am Sport zu vermitteln". Dies sagt Seidel zum Abschluss, der selbst seit sechs Jahren DGV C-Trainer ist und auch im Golfverband Sachsen und Thüringen e.V. den Posten des Schulsportbeauftragten seit fünf Jahre innehat.

Weitere Informationen: http://www.unigolf-klaffenbach.de

Universitätssportprogramm von A bis Z: http://www.tu-chemnitz.de/usz/

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