Dienstag, 06. Dezember 2016


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Die Chemie zieht Praktikanten nach Chemnitz Zwei Gaststudenten aus Ghana und Spanien absolvieren ein Praktikum an der Professur Technische Chemie der TU Chemnitz

(lifePR) (Chemnitz, ) Für Anthony Timpabi ist die Zeit in Chemnitz schon wieder vorbei - Virginia Sanchez hat dagegen noch zwei Monate vor sich. Beide sind jedoch mit dem gleichen Ziel nach Chemnitz gekommen und legten dafür einige Kilometer zurück. Für ein Praktikum in ihrem Studienfach reisten sie aus unterschiedlichen Teilen der Welt an die Technische Universität Chemnitz. Der 22-jährige Anthony Timpabi kommt aus dem westafrikanischen Staat Ghana und studiert bereits im 4. Semester Chemieingenieurwesen. Schon von Kindesbeinen an interessierte er sich für chemische Experimente und die Arbeit im Laboratorium, was er vor allem seinem Onkel zu verdanken hat. "Schon mein Onkel war Ingenieur für chemische Verfahrenstechnik und arbeitete für eine Firma in Ghana.

Manchmal konnte ich ihn bei seiner Arbeit besuchen und zuschauen - ich war fasziniert. Seitdem möchte ich eigentlich Chemieingenieur werden", erzählt er. Dass sein zukünftiger Beruf zugleich auch Traumjob ist, spürt man an der Begeisterung, mit der er darüber spricht.

Vor allem wegen des guten Rufs deutscher Bildungseinrichtungen hat sich Anthony für das Auslandspraktikum in Chemnitz entschieden: "Die Laboratorien sind einfach hervorragend ausgestattet. Hier findet man ideale Voraussetzungen für Forschung und Studium. In Ghana dagegen fehlt es meist an neueren Geräten und an Arbeitsmaterial." Für sich selbst, aber auch für Ghana, möchte er die Chance nutzen und in europäischen Ländern Wissen und Erfahrungen sammeln. "Später gehe ich zurück nach Ghana und verbessere dort die Arbeitsbedingungen - vielleicht sogar in meinem eigenen Betrieb", freut er sich schon auf die Zukunft. Doch zuvor, betont er, müsse er erst noch einiges lernen.

Auch Virginia Sanchez muss noch viel lernen, doch sie kann es dort tun, wo andere Urlaub machen. An der spanischen "Costa del Sol" in Málaga genießt sie das ganze Jahr über ausgezeichnetes Klima. Da war es nicht erstaunlich, dass sie zunächst ein wenig deprimiert war, als sie in Chemnitz ankam: "Es hat die ersten beiden Wochen nur geregnet. Ich bin das gar nicht gewohnt und wollte nur noch zurück zum Strand und in der Sonne liegen." Inzwischen hat sie sich etwas in Chemnitz eingelebt und das erste Heimweh schon wieder vergessen. Nur an den deutschen Tagesablauf muss sie sich noch gewöhnen: "In Spanien stehen wir später auf, essen später zu Mittag und zu Abend und gehen auch später ins Bett", erzählt sie lachend. Besonders aufgefallen ist ihr aber auch die "unterschiedliche Mentalität der Leute. In Spanien sind die Menschen sehr offen und wenn man jemanden trifft, begrüßt man sich mit einem Küsschen oder einer Umarmung. In Deutschland sind die Leute zurückhaltender und geben einem bei der Begrüßung nur die Hand."

Auch Virginia war schon immer von der Arbeit im Labor begeistert. In der Schule entdeckte sie ihr Interesse für Chemie und mittlerweile hat die 22- Jährige nur noch ein Semester bis zu ihrem Abschluss. Bevor sie aber in das Berufsleben startet, möchte sie in einem Masterstudium im Bereich des Chemieingenieurwesens noch jede Menge dazulernen. Und trotz des schlechten Wetters in Deutschland, kann sie sich vorstellen später auch mal hier zu arbeiten: "Deutschland bietet einem im Bereich Chemie interessante Perspektiven und eine ganze Reihe an Möglichkeiten - es gibt viele attraktive und große Unternehmen hier."

Erstmalig bietet die Professur Technische Chemie ausländischen Studenten ein Praktikum an, das vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) organisiert und betreut wird. Anthony Timpabi und Virginia Sanchez haben sich bei ihrer Wahl ganz bewusst für das Angebot der TU Chemnitz und den Themenbereich "Katalyse und Mikroverfahrenstechnik" entschieden, um neue Aspekte der Chemie und Verfahrenstechnik kennenzulernen. Während des Praktikums bearbeiten die Gaststudenten Teilaufgaben aus einem aktuellen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt mit der Bezeichnung MiMiLe. Dahinter verbirgt sich ein Verbundvorhaben der Universitäten Ilmenau, Jena und Chemnitz, in dem es um die Entwicklung von Lehrexperimenten für die universitäre Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Mikroverfahrenstechnik geht. In dem Projekt haben die Studierenden reichlich Gelegenheit, eine eigens dafür entwickelte Experimentierplattform auf Herz und Nieren zu prüfen sowie ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der Mikroverfahrenstechnik zu vertiefen.

Nähere Informationen zum Projekt MiMiLe:
http://www.tu-chemnitz.de/chemie/tech/mimile.php

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