Sonntag, 22. Januar 2017


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TK warnt: Zeckenalarm - Je milder der Winter, desto größer die Gefahr - auch jetzt besonderer Schutz nötig

(lifePR) (Hannover, ) Statt Frost und Schnee bestimmen momentan eher milde Temperaturen den Winter und lassen die Zeckengefahr massiv ansteigen. Denn sobald die Temperatur über acht Grad Celsius klettert, erwachen die Spinnentiere aus dem Winterschlaf und gehen auf Blutsuche. Bei Plusgraden im Winter stellen sie nicht nur eine Gefahr für Jogger, Wanderer und Spaziergänger dar, auch ihre Eier überleben ohne Frostperioden in großer Zahl. "Je milder der Winter, desto größer die Zeckenplage im darauffolgenden Jahr,", sagt Ulrike Fieback, Sprecherin der Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen.

Allein wegen der von Zecken übertragenen Borreliose mussten nach Angaben der TK in den letzten drei Jahren mehr als 215.000 Niedersachsen ihren Arzt aufsuchen. Zudem übertragen Zecken die Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), mit der sich hierzulande im letzten Jahr rund 236.000 Menschen infizierten.

"Wer sich viel im Garten und in der freien Natur aufhält, sollte sich impfen lassen" so Fieback. "Die Impfung kann sogar schon bei kleinen Kindern durchgeführt werden". Leider gibt es gegen die Borreliose keinen hundertprozentigen Schutz - die FSME-Impfung hilft dagegen nicht. Experten schätzen, dass in Norddeutschland etwa jede zehnte Zecke mit dem Borreliose-Erreger infiziert ist. In Mittel- und Süddeutschland ist es sogar jede dritte Zecke. Wichtig ist deshalb ein konsequenter Schutz vor Zeckenstichen". Die TK-Sprecherin rät daher Menschen, die privat oder beruflich Streifzüge durch die Natur unternehmen, auch während der momentanen milden Winter-Temperaturen folgendes zu beachten:

- vor allem an den Beinen eng anliegende und helle Kleidung tragen, auf der Zecken gut zu erkennen sind
- kein hohes Gras und Unterholz durchqueren
- Insekten abwehrende Mittel auftragen - sie halten auch Zecken fern
- nach dem Aufenthalt im Freien den ganzen Körper nach Zecken absuchen
- hat sich eine Zecke festgesaugt, mit einer speziellen Zeckenzange herausziehen oder einen Arzt aufsuchen.

"Nicht jeder Zeckenstich hat automatisch eine Borreliose-Erkrankung zur Folge" erklärt Fieback. "Wichtig ist aber, die Einstichstelle auf Rötungen genau zu beobachten. Auch Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, entzündete Gelenke oder geschwollene Lymphknoten können auf eine Borreliose-Infektion hinweisen. Frühzeitig erkannt , kann die Entzündung mit Antibiotika behandelt werden".

Weitere interessante Informationen finden Internetnutzer im Medienservice "Winter", der unter www.tk-online.de/lv-niedersachsen kostenfrei heruntergeladen werden kann.

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