Dienstag, 06. Dezember 2016


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Mehr Sicherheit für Kinder ab 1. April 2010

Neuer Flyer in neun Sprachen

(lifePR) (TCS/ Emmen, ) Ab dem 1. April 2010 gelten punkto Kindersicherheit neue Vorschriften. Laut diesen müssen Kinder bis zwölf Jahre oder 150 cm (was zuerst eintrifft) eine Kinderrückhaltevorrichtung (Kindersitz) verwenden. Zudem müssen Kindersitze mit einer ECE-Etikette der Version 44.03 oder .04 versehen sein. Die bfu- Beratungsstelle für Unfallverhütung und der Touring Club Schweiz (TCS) legen daher einen neuen Flyer in neun Sprachen auf.

Der Flyer gibt Antworten auf die Fragen, was sich ab 1. April in der Verkehrsregelverordnung VRV ändert, welches der richtige Sitz für die jeweilige Altersklasse ist und wie Kinder mit einem Kindersitz (optimal) gesichert werden. Vier von zehn Kindern sind nicht oder nicht richtig gesichert. Rund 500 Kinder verunfallen jährlich in der Schweiz im Auto und ohne Kindersitz ist die Wahrscheinlichkeit schwer verletzt oder getötet zu werden, 7-mal höher. In den EU-Staaten gelten bereits seit etlichen Jahren strenge Vorschriften betreffend Kindersicherheit im Auto.Diese gelten auch für Touristen im jeweiligen Land.

Neue Vorschriften

Ab 1. April 2010 müssen Kinder bis 12 Jahre oder 150 cm in einem entsprechenden Kindersitz gesichert sein. Diese Regelung gilt für alle Sitzplätze im Fahrzeug, die mit einem 3-Punkt- Sicherheitsgurt ausgerüstet sind. Auf Sitzplätzen mit einem 2-Punkt-Gurt - diese sind häufig in älteren Fahrzeugen oder Kleinbussen anzutreffen - müssen nur Kinder bis 7 Jahre in einem geeigneten Kindersitz gesichert werden. Bei einem gebrauchten Kindersitz muss darauf geachtet werden, dass er nicht zu alt ist (vor 1995). Dies lässt sich am besten an einer orangen Etikette am Kindersitz erkennen. Auf dieser muss die Prüfnummer mit den Anfangsziffern 03 oder 04 stehen. Eltern, die einen gebrauchten Kindersitz kaufen und sich bezüglich der Prüfnummer unsicher sind, können in den Fachgeschäften von Baby-Rose und Autour de Bébé den Sitz anhand einer TCS-Checkliste überprüfen lassen. Diese Dienstleistung ist für TCSMitglieder gratis, Nicht-Mitglieder bezahlen CHF 20.00.

Welcher Sitz für welches Kind?

Die Kleinsten sollten so lange wie möglich in der Babyschale transportiert werden. Diese wird immer rückwärtsgerichtet am Besten auf dem Rücksitz montiert. Wird die Babyschale auf dem Beifahrersitz befestigt, so muss der Frontairbag deaktiviert werden. Ein Kindersitzwechsel in die nächstgrössere Gruppe sollte erst gemacht werden, wenn der Kopf des Babys über die Schale hinausragt.

Die Mittleren können bis ca. 4 Jahre in einem vorwärtsgerichteten Kindersitz mit eigenem Sicherheitsgurt transportiert werden. Wichtig ist, dass der Kindersitz fest mit dem Auto verbunden ist, z.B mit einem Isofix-System. Ein Wechsel in die nächstgrössere Kategorie bietet sich erst an, wenn der Kopf des Kindes über den Kindersitz herausragt.

Für die Grossen verwendet man für eine optimale Sicherheit und mehr Komfort für das Kind am Besten einen Kindersitz mit Rückenlehne. Es kann aber auch ein kostengünstiger (ab CHF 20 bis 30) Sitzerhöher verwendet werden. Wichtig ist, dass der Gurt korrekt und straff angelegt wird. Auch für die grösseren Kinder gilt, die sichersten Sitzplätze befinden sich auf der Rückbank. Diese Sitze können bis 12 Jahre oder 150 cm Körpergrösse (was zuerst eintrifft) verwendet werden, dabei spielt das Gewicht eine untergeordnete Rolle. Obwohl die grösste Kindersitzklasse nur bis zum Gewicht von 36 kg reicht, werden auch schwerere Kinder in Kindersitzen gut geschützt. Die Rückhaltung übernimmt der 3-Punkt-Sicherheitsgurt, der für Erwachsene ausgelegt ist. Der Kindersitz übernimmt dabei die richtige Positionierung des Gurtes.

Wichtig für die Verwendung eines Kindersitzes ist, dass der Sicherheitsgurt so eng wie möglich am Körper des Kindes anliegt. Winterjacken sollten daher am besten vorher ausgezogen oder so geöffnet werden, dass der Sicherheitsgurt direkt am Körper anliegt. Für den Einbau des Kindersitzes ist sowohl die Bedienungsanleitung für den Kindersitz als auch für das Fahrzeug zu beachten. Ist im Auto Ein Isofix-System zur Sicherung des Sitzes vorhanden, so sollte der Sitz immer mit Hilfe dieses Systems gesichert werden.

Kindersicherheit

Kinder sind nicht einfach nur "kleine" Erwachsene. Sie haben im Gegensatz zu den Grossen einen viel grösseren und schwereren Kopf im Verhältnis zum Körper. Zudem ist der Beckenbereich erst ca. im 12. Altersjahr fertig ausgebildet. Ist das Kind nicht im Kindersitz gesichert sowie nur mit dem Dreipunkt-Gurt angeschnallt, besteht bei einem Unfall die Gefahr, dass der Sicherheitsgurt vom Beckenbereich in den Bauchbereich hochrutscht und dadurch schwere innere Verletzungen sowie Knochenbrüche der Lendenwirbelsäule verursacht. Ein guter Kindersitz richtig angewendet sorgt daher für eine optimale Kindersicherheit.

Der Flyer und weitere Informationen zum Thema Kinder-Insassensicherheit sowie die Ergebnisse der aktuellen Kindersitztests sind unter folgendem Link abrufbar:

www.kindersitze.tcs.ch.

Kindersitze kauft man von Vorteil im Fachhandel. Vor dem Kauf sollte man sich die Bedienung des Sitzes ausführlich erklären lassen und den Sitz im eigenen Fahrzeug eingebaut haben.TCS-Mitglieder profitieren in allen Baby-Rose-Geschäften beim Kauf eines neuen Kindersitzes, der im TCS-Test mit "empfehlenswert" oder besser abgeschnitten hat, von einem Rabatt von 15 Prozent.

TCS Touring Club Schweiz

Mit 1,6 Millionen Mitgliedern ist der Touring Club Schweiz - Non-Profit-Organisation mit Hauptsitz in Genf - in den Bereichen Personen- und Fahrzeugassistance die führende Organisation in der Schweiz. Seine 225 Patrouilleure erledigen jedes Jahr rund 300'000 Pannen und garantieren eine Weiterfahrquote von über 86%. Der TCS - Gründungsjahr 1896 - verfügt heute über führende Dienstleistungen wie ETISchutzbrief, Assista-Rechtsschutz, Auto-TCS-Autoversicherung und die "Touring"-Zeitung. Als wichtiger Akteur in Konsumentenschutzfragen führt der TCS jedes Jahr Massstab setzende Tests durch. Mit seinen 24 Sektionen ist der TCS in Mobilitätsfragen heute profilierter Ansprechpartner kantonaler und nationaler Behörden. Seit über 100 Jahren setzt sich der TCS mit Sensibilisierungskampagnen und Studien zur Verkehrsinfrastruktur für die Verkehrssicherheit von Kindern und Erwachsenen ein. Als Leader in der Zweiphasen-Ausbildung mit schweizweit 33 Kursstandorten nimmt er auch eine wichtige Rolle in der Verkehrserziehung wahr. Der TCS verfügt in der Schweiz ausserdem über 18 Technische Zentren, 32 Campingplätze und zwei Hotels. Rund jeder zweite Haushalt hat volles Vertrauen in den grössten Mobilitätsclub der Schweiz!

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