Dienstag, 06. Dezember 2016


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TAKKT-Gruppe mit guter Profitabilität auch im Krisenjahr - Basisdividende bleibt stabil

Für 2010 leichte Erholung und Steigerung der Profitabilität erwartet

(lifePR) (Stuttgart, ) Die Wirtschaftskrise und die daraus resultierende Nachfrageflaute bescherten der TAKKT-Gruppe im Jahr 2009 einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang. "Wir sehen uns dennoch gestärkt aus der Konjunkturkrise hervorgehen", so der Vorstandsvorsitzende Dr. Felix A. Zimmermann auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. "Mit unserem Cashflow-starken Geschäftsmodell und unserem soliden finanziellen Hintergrund hatten wir trotz der angespannten wirtschaftlichen Gesamtlage auch 2009 ausreichend Spielräume, um mit der Übernahme von Central Restaurant Products (Central) und der Ausweitung des E-Business weitere Grundlagen für künftiges profitables Wachstum zu schaffen." Für das laufende Jahr wird die Rückkehr auf den Wachstumspfad erwartet.

Wesentliche Ereignisse 2009

- Währungs- und akquisitionsbereinigtes Umsatzminus von 26,2 Prozent
- Bereinigte operative Marge zweistellig
- Maßnahmenprogramme FOCUS und GROWTH implementiert
- Expansionskurs mit Central-Akquisition fortgesetzt
- Basisdividende für 2009 soll mit 32 Cent je Aktie stabil bleiben

Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete die TAKKT-Gruppe einen Umsatz von 731,5 (2008: 932,1) Millionen Euro. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 21,5 Prozent. Dabei wirkten sich die Akquisition von Central und der im Jahresdurchschnitt gegenüber 2008 stärkere US-Dollar dämpfend auf die Entwicklung aus. Bereinigt um diese Effekte betrug der Rückgang 26,2 Prozent. Während die Rohertragsmarge antizyklisch auf 42,0 (41,4) Prozent stieg, wurde beim operativen Ergebnis ein deutlicher Rückgang verzeichnet. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sank auf 68,7 (133,1) Millionen Euro. Ursache für den Ergebnisrückgang waren neben der schwachen Umsatzentwicklung die gesunkene Werbemitteleffizienz und die geringere Kapazitätsauslastung in allen Geschäftsbereichen. Die EBITDA-Marge sank auf 9,4 (14,3) Prozent. Bereinigt um Sonderaufwendungen in Höhe von 5,2 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Maßnahmenprogramm FOCUS lag die EBITDA-Marge bei 10,1 Prozent. "Letztlich können wir bei diesem signifikanten Umsatzrückgang mit der erreichten bereinigten EBITDA-Marge von gut zehn Prozent zufrieden sein", sagte Finanzvorstand Dr. Florian Funck.

Das Ergebnis nach Steuern fiel auf 27,8 (75,1) Millionen Euro. Ursache hierfür waren neben dem schwachen operativen Geschäftsverlauf mehrere Effekte: erstens die Erhöhung der Abschreibungen auf 19,2 (15,8) Millionen Euro, hauptsächlich durch zusätzliche immaterielle Vermögenswerte, die bei der Central-Akquisition erworben wurden; zweitens der gegenüber dem Vorjahr angestiegene Finanzierungsaufwand wegen des erhöhten Verschuldungsvolumens; und drittens die erhöhte Steuerquote von 34,3 (32,4) Prozent, deren Anstieg maßgeblich aus der Bewertung von latenten Steuern auf Verlustvorträge resultiert.

Guter Cashflow - solide Bilanz

Trotz des erheblichen Umsatzrückgangs hat die TAKKT-Gruppe mit 56,1 (97,1) Millionen Euro einen vergleichsweise guten Cashflow erwirtschaftet. Die Cashflow-Marge in Prozent der Konzernumsätze betrug 7,7 (10,4) Prozent. Durch die Freisetzung von Umlaufvermögen sowie geringere Investitionen lag der freie Cashflow, der für Akquisitionen, Tilgungen sowie Ausschüttungen an die Aktionäre zur Verfügung stand, selbst im Krisenjahr 2009 bei 66,4 (69,9) Millionen Euro. Die Bilanzstruktur der TAKKT bleibt weiterhin solide: nach Aktienrückkauf, Central-Akquisition sowie Dividendenzahlung beträgt die Eigenkapitalquote 44,5 (61,1) Prozent.

Schnell und umfassend auf Krise reagiert

Auf die sich abzeichnende schwache Umsatzentwicklung hat die TAKKT-Führung mit dem Start der Programme FOCUS und GROWTH reagiert. In diesem Rahmen wurden alle Konzernaktivitäten auf Wertschöpfungsbeiträge und -potenziale hin überprüft sowie die Wachstumsinitiativen der Gruppe zusammengefasst und priorisiert.

Als Ergebnis von FOCUS wurden in den USA die Aktivitäten von Topdeq zum Jahresende eingestellt und die Verschlankung der Lagerstruktur der Plant Equipment Group von vier auf zwei Standorte eingeleitet. In Europa wurden beispielsweise die Kapazitäten der Eigenfertigung angepasst und das dortige Lager geschlossen. Insgesamt waren die Restrukturierungen mit einmaligen Aufwendungen in Höhe von 5,2 Millionen Euro verbunden. Alle Maßnahmen wurden 2009 auf den Weg gebracht beziehungsweise abgeschlossen. Die strukturellen Änderungen im Konzern finden ihren Ausdruck auch in der neuen Einteilung in die zwei Geschäftsbereiche TAKKT EUROPE und TAKKT AMERICA seit Beginn des Geschäftsjahres 2010.

"Als Ergebnis von FOCUS erwarten wir ab 2010 jährliche Einsparungen von mehr als drei Millionen Euro", erläuterte Zimmermann den Ergebniseffekt der in 2009 durchgeführten Maßnahmen.

Im Rahmen der GROWTH-Wachstumsinitiativen nahm im Oktober 2009 die E-Commerce-Gesellschaft Certeo ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland auf. Certeo ist die erste reine Internetmarke der TAKKT-Gruppe in Europa und vertreibt Geschäftsausstattung für Firmenkunden. Der Ausbau der E-Commerce-Aktivitäten wird im strategischen Fokus der Gruppe eine wichtige Rolle spielen. Des Weiteren wurden die europäischen Aktivitäten von Hubert nach dem erfolgreichen Start in Deutschland nach Frankreich ausgeweitet. Darüber hinaus ist KAISER + KRAFT mit einer neuen Gesellschaft in Russland gestartet.

Alle Geschäftsbereiche mit Umsatzrückgang

KAISER + KRAFT EUROPA weiterhin hoch profitabel

Mit einem Umsatzrückgang von 29,7 Prozent auf 379,2 (539,3) Millionen Euro wurde KAISER + KRAFT EUROPA als größter Geschäftsbereich der TAKKT-Gruppe heftig von der Rezession getroffen. Im zweiten Halbjahr war ein Nachlassen der Rückgangsraten zu spüren. Das EBITDA ging um 48,4 Prozent auf 56,6 (109,8) Millionen Euro zurück. Die EBITDA-Marge lag mit 14,9 (20,4) Prozent deutlich unter dem in den Vorjahren erreichten Niveau. Trotz dieses spürbaren Einschnitts hielt KAISER + KRAFT EUROPA die operative Marge am oberen Ende des TAKKT-Zielkorridors von zwölf bis 15 Prozent und blieb damit der profitabelste Geschäftsbereich. Bereinigt um die Einmalkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro aus dem FOCUS-Programm lag die Marge bei 15,6 Prozent.

Topdeq: Rückzug aus dem US-Geschäft

Bei der Topdeq-Gruppe lastete neben der Konjunkturkrise auch der im Rahmen des FOCUS-Programms beschlossene Rückzug aus den USA im vierten Quartal 2009 auf dem Geschäftsverlauf.

Im Berichtsjahr fielen die Umsätze auf 57,3 (82,7) Millionen Euro. Währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang von 31,4 Prozent. Das operative Ergebnis sank nach 6,1 Millionen Euro im Vorjahr erstmals seit 2004 wieder in den negativen Bereich auf minus 1,5 Millionen Euro. Die europäischen Aktivitäten der Topdeq-Gruppe lieferten hingegen weiterhin einen positiven operativen Ergebnisbeitrag. Allerdings wird das ursprünglich für 2010 angestrebte Ziel einer zweistelligen operativen Marge erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden können.

K + K America mit Erholung zum Jahresende

Alle drei Sparten von K + K America mussten in 2009 Umsatzrückgänge hinnehmen. Innerhalb des Geschäftsbereichs gab es aber deutliche Unterschiede im Ausmaß der Umsatzeinbußen. Während die Plant Equipment Group (C&H, Avenue) Rückgangsraten ähnlich dem europäischen Niveau verzeichnete, konnten sich die Office Equipment Group (NBF-Gruppe) und insbesondere die Specialties Group (Hubert, Central), deren Kunden eher aus dem Dienstleistungssektor kommen, noch vergleichweise gut behaupten. Letztere erzielte bereits im vierten Quartal 2009 ein leicht positives organisches Umsatzwachstum.

Insgesamt sank der Umsatz um 9,6 Prozent auf 411,2 (454,9) Millionen US-Dollar. Bereinigt um Central betrug der Rückgang 20,0 Prozent. Umgerechnet in die Berichtswährung Euro lag der Umsatz bei 295,6 (310,9) Millionen Euro, was einem Minus von 4,9 Prozent entspricht. Das EBITDA ging auf 21,1 (25,5) Millionen Euro zurück, die EBITDA-Marge lag entsprechend bei 7,1 (8,2) Prozent. Ergebnis belastend wirkten hier neben den konjunkturellen Faktoren die Anlaufverluste der neuen Hubert-Gesellschaften in Deutschland und Frankreich sowie die FOCUS-Sonderbelastungen in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

Stabile Basisdividende von 32 Cent

Das Erwirtschaften hoher Cashflows ist eine wesentliche Stärke des TAKKT-Geschäftsmodells. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher auf der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2009 am 04. Mai 2010 eine unveränderte Basisdividende von 32 Cent pro Aktie vorschlagen. Aufgrund des schwachen Geschäftsverlaufs sowie der Bilanzstruktur wird es für 2009 keine Sonderdividende geben.

Ausblick 2010: Rückkehr auf den Wachstumskurs

Aufgrund der verbesserten konjunkturellen Rahmenbedingungen und der leicht positiven Signale aus den ersten Wochen des aktuellen Geschäftsjahres geht der Vorstand für 2010 von einer Rückkehr auf den Wachstumskurs aus. Während für das erste Quartal bei den meisten Sparten noch mit negativen Vorzeichen beim Wachstum gerechnet wird, sollte die Umsatzentwicklung ab dem zweiten Quartal im Konzern mit einem Plus versehen sein. Unter der Voraussetzung, dass die Weltwirtschaft von größeren Rückschlägen verschont bleibt, erwartet die Unternehmensführung für das Gesamtjahr einen Umsatzzuwachs von bis zu zwei Prozent. Auf Basis der erwarteten Geschäftserholung und Effizienzverbesserungen aus den Maßnahmen des FOCUS-Programms wird mit einem Anstieg der operativen Marge um mindestens einen Prozentpunkt auf über elf Prozent gerechnet.

Veränderung im TAKKT-Aufsichtsrat

Michael Klein hat die Gesellschaft schriftlich informiert, dass er sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats der TAKKT AG mit Wirkung zum Ablauf der kommenden Hauptversammlung niederlegt. Über seine Nachfolge wird, wie auch über die Nachfolge von Dr. Eckhard Cordes, die Hauptversammlung entscheiden.

Unternehmenskalender

Die Zahlen für das erste Quartal 2010 werden am 29. April 2010 veröffentlicht. Die Hauptversammlung findet am 04. Mai 2010 im Forum Ludwigsburg statt.

TAKKT AG

TAKKT ist in Europa und Nordamerika der führende B2B-Spezialversandhändler für Geschäftsausstattung. Der Konzern ist mit seinen Marken in mehr als 25 Ländern vertreten. Das Sortiment der Tochtergesellschaften umfasst rund 160.000 Produkte aus den Bereichen Betriebs- und Lagereinrichtung, klassische und design-orientierte Büromöbel und Accessoires, Ausrüstungsgegenstände für den Einzelhandel sowie den Gastro- und Hotelmarkt. Die TAKKT-Gruppe beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter, hat weltweit circa drei Millionen Kunden und versendet jährlich rund 55 Millionen Werbemittel. Das Unternehmen ist im SDAX gelistet und seit dem 01. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse vertreten.

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