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Gefahr erkannt - Gefahr gebannt!
Gebärmutterhalskrebs vorbeugen heißt die Heilungschancen verbessern
Bei Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom, auch Kullumkarzinom genannt) handelt es sich um einen bösartigen Tumor des Gebärmutterhalses. Diese Form des Krebses ist sehr gefährlich und hat eine hohe Sterblichkeitsrate. Es gibt auch eine Impfung gegen das Virus, das den Gebärmutterhalskrebs in den meisten Fällen auslöst. Auch wenn die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs empfiehlt. Eine Impfung ersetzt nicht die Krebsfrüherkennungsuntersuchung.
Krebsfrüherkennungsuntersuchung: der Pap-Test
Da der Gebärmutterhalskrebs in seinem Frühstadium durch einen häufig ambulant durchgeführten Eingriff namens Konisation vollständig entfernt und damit gut behandelt werden kann, bleibt die Früherkennungsuntersuchung die wohl wichtigste vorbeugende Maßnahme. Eine Methode ist der sogenannte Papanicolaou-Abstrich (Pap-Test). Dieser wurde nach dem Arzt benannt, der ihn entwickelt hat: Dr. George Nicolas Papanicolaou (1883-1962). Dabei werden Zellabstriche vom Muttermund vorgenommen und eingefärbt. Im gefärbten Zustand kann der Arzt die Zellen unter dem Mikroskop untersuchen und den Gebärmutterhalskrebs schon im Frühstadium diagnostizieren.
HPV-Impfung
Die häufigste Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit einer bestimmten Form des Human Papillomvirus (HPV). Es gibt einen Impfstoff, der gezielt gegen die beiden häufigsten krebsauslösenden Varianten des HPV-Virus wirkt. Man nennt diese Impfung deshalb HPV-Impfung. Für die Wirksamkeit der HPV-Impfung sprechen Beobachtungen aus Ländern, in denen es Impfprogramme gibt und die eine hohe Impfquote haben, beispielsweise Australien mit etwa 70 Prozent. Dort reduzierte sich die Anzahl von Fällen, bei denen schwerwiegende Veränderungen an der Schleimhaut des Gebärmutterhalses beobachtet worden sind, etwa um die Hälfte. In Deutschland liegt die Impfquote derzeit bei nur 25 Prozent.
Ständige Impfkommission empfiehlt Impfung
Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher die HPV-Impfung für Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, um die Anzahl der Erkrankungen an Krebsvorstufen am Gebärmutterhals zu reduzieren. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Impfkosten für Mädchen in dieser Altersgruppe. Trotzdem wird die Impfung gegen Papillomviren unter anderem wegen der Nebenwirkungen des Papillomvirusimpfstoffs kontrovers diskutiert. Kritiker führen auch an, dass sich die HPV-Impfung nur gegen 2 von 13 bekannten krebsverursachenden Viren richtet.
Umfangreiche Informationen zu Krebserkrankungen befinden sich auch in unserem gleichnamigen Themenüberblick unter: http://www.ellviva.de/Gesundheit/Krebserkrankungen.html
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Redaktion: Patrick Jiranek, ellviva-Redaktion
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