Samstag, 03. Dezember 2016


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SWR-Intendant erneuert Angebot an Printmedien

Boudgoust: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk und Qualitätspresse sind Partner

(lifePR) (Mainz, ) SWR-Intendant Peter Boudgoust erneuert sein Angebot an die Printmedien über eine strategische Partnerschaft des Qualitätsjournalismus. Vor dem Rundfunkrat sagte Boudgoust am Freitag, 19. März 2010, in Mainz: "Ich sehe den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Qualitätspresse nicht als Konkurrenten, sondern als Partner. Wir sind, wenn wir unsere Aufgabe ernst nehmen, gleichermaßen verantwortlich für die Entwicklung dieser Gesellschaft. Medienunternehmen müssen mit der Zeit gehen, sonst geht die Zeit über sie hinweg. Und die Zuschauer, die uns verloren gehen, sind genau dieselben, die auch ihr Abonnement für eine Zeitung kündigen. Wir als SWR haben immer die Hand zu den Zeitungen ausgestreckt."

Boudgoust sagte weiter, dass es den Medienunternehmen, egal ob SWR oder Zeitung, gut anstehe, die gesellschaftliche Aufgabe, eine junge Generation für Themen aus Politik und Gesellschaft zu interessieren, gemeinsam anzugehen. Beide, Print- und elektronische Medien, stünden vor gleichen Herausforderungen. Denn die Generation, die jetzt heranwachse, werde in ihrem Leben nicht mehr die übliche Medienkarriere durchlaufen. Boudgoust: "Eine nur einmal am Tag erscheinende Zeitung, ein Programmschema mit festen Zeiten für Nachrichten - das bedeutet, auf Medien zu warten, und allein schon diese Vorstellung ist für die junge Generation ungefähr so weit weg wie der Dreißigjährige Krieg."

Es sei längst an der Zeit, auf diese Veränderungen zu reagieren, sagte der SWR-Intendant. Der SWR tue dies mit einem Strategieprozess, bei dem die Programmarbeit einem Realitäts-Check unterzogen werde. Boudgoust: "Mit dem Strategieprozess wollen wir erreichen, dass wir unseren Auftrag, zu bilden, zu unterhalten und zu informieren, auch in Zukunft noch erfüllen können." Entscheidend dabei sei es, auf das veränderte Mediennutzungsverhalten zu reagieren, und zwar unabhängig vom Alter der Zuschauer, Hörer und Nutzer. Es gehe darum, behutsam, aber mit Weitblick dafür sorgen, dass Inhalte des SWR auch die mittlere und jüngere Generation erreichen. Boudgoust: "Wir schätzen unser Stammpublikum sehr. Sie sind genauso Teil dieser Gesellschaft wie die Jüngeren. Aber gerade deshalb muss es unser Ziel sein, für die einen wie die anderen zu senden." Hierfür müssten alle Programme entstaubt werden, und deshalb müsse der SWR mit seinen Angeboten nicht allein in den klassischen Medien Radio und Fernsehen präsent sein, sondern auch auf neuen Plattformen wie dem iPhone. Boudgoust: "Wir machen dies nicht, weil wir das 'cool' finden, sondern weil die Nutzerinnen und Nutzer uns dort suchen. Der Radiohörer von heute sitzt eben nicht mehr vor dem Volksempfänger, er nimmt 'seinen' SWR dorthin mit, wo er hingeht." Printmedien stünden vor ähnlichen Herausforderungen, sagte Boudgoust: "Der Zeitungskonsum geht nicht zurück, weil ARD und ZDF im Internet aktiv sind, sondern weil für junge Leute Zeitungen 'bedruckte tote Bäume' sind. Hier sind die Zeitungen gefordert, geeignete Strategien für das Netz zu entwickeln. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk platt zu machen, wird den Verlegern nicht helfen."

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