Dienstag, 06. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 151238

Jung und Schuldig - Frauen hinter Gittern

Süddeutsche Zeitung TV über Knastschicksale, Träume von Freiheit und bittere Tränen hinter Git-tern

(lifePR) (München, ) Rund 70.000 Gefangene sitzen derzeit in Deutschlands Haftanstalten ein - fünf Prozent davon sind Frauen. Ihre Delikte: Mord, Todschlag, Drogen. Gewaltverbrechen sind nicht mehr reine Männersache, im Gegenteil: Gerade in jüngerer Zeit nimmt die Anzahl weiblicher Straftäter zu, die wegen Schlägereien und Körperverletzung verurteilt werden. Auffällig ist: Die delinquenten Frauen werden immer jünger. Noch auffälliger: Sehr viele der Mädchen sind Mütter. Sie kommen oft aus zerrütteten Verhältnissen, die Kinder draußen leben in Pflegefamilien oder in Heimen - ob die inhaftierte Mutter das will oder nicht.

Anne ist erst 21, doch Ärger mit dem Gesetz hat sie schon seit dem Teenageralter. Sie kommt aus einem schwierigen Elternhaus, wuchs in einem gewalttätigen sozialen Umfeld auf. Es folgten Ju-gendarrest und Bewährungsstrafen. Nun sitzt Anne für zwei Jahre in der JVA Chemnitz, wegen wiederholten Kreditkartenbetrugs, Verstößen gegen ihre Bewährungsauflagen und Gewalttaten. In Freiheit warten ein Ehemann und drei Kinder im Alter zwischen 1 und 3. Doch ihr Mann hat sie seit Wochen nicht besucht und Anne weiß nicht, wie es mit ihrer Ehe draußen weitergehen soll.

Sina ist 18 und zum ersten Mal im Knast. Das zierliche Mädchen sitzt ebenfalls wegen Gewaltde-likten. Ihr Strafmaß: 6 Monate. Die Neue musste lernen, sich im Knastalltag zu behaupten. Anne wurde zu ihrer besten Freundin - auch deshalb, weil Sina ebenfalls Mutter ist. Ihre gerade drei Monate alte Tochter kam bei Sinas Inhaftierung in die Obhut des Jugendamtes. Nun steht Sinas Entlassung kurz bevor, doch was für ein Leben erwartet sie draußen? Mit ihren Eltern hat sie kaum Kontakt, das Jugendamt zweifelt an Sinas Fähigkeiten als Mutter, und einen Job hat sie auch noch nicht.

Bis zu ihrer Entlassung müssen die Frauen das Leben drinnen meistern. Das folgt eigenen Gesetzen und ist geprägt von Zweckgemeinschaften und zweifelhaften Freundschaften. Weil Sina demnächst frei kommt, wird sie von den anderen Inhaftierten gemieden. Anne wiederum hat Streit mit ihrer Zellengenossin, denn sie wurde von ihr beklaut. Trotz aller Feindseligkeiten: Die Frauen müssen miteinander klar kommen, denn voreinander flüchten können sie nicht.

Süddeutsche Zeitung TV
Sonntag, 18.04.2010
ca. 23:50 Uhr
bei VOX
Format 16:9

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Deutscher Engagementpreis 2016: "Demokratie lebt vom Mitmachen"

, Familie & Kind, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Das Bündnis für Gemeinnützigkeit hat heute (Montag) in Berlin den Deutschen Engagementpreis verliehen: Die wichtigste Auszeichnung für bürgerschaftliches...

(Auch) morgen Kinder wird’s nix geben – Unterhaltsreform 2017

, Familie & Kind, Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V.

Ab 1. Januar 2017 soll der Unterhalt für Trennungskinder unter bestimmten Voraussetzungen auch bis zum 18. Lebensjahr gezahlt werden. Ob dieser...

Spiel und Spaß in "Kernie's Winter-Wunderland"

, Familie & Kind, Wunderland Kalkar

Während der Feiertage gibt es wieder eine Menge im Wunderland Kalkar zu erleben! Besonders die Kleinen dürfen sich freuen, denn vom 25. bis einschließlich...

Disclaimer