Freitag, 09. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 347546

Halle - Forum 2012/ Von den Sowjets zur Stasi. Die Haftanstalt "Roter Ochse" am Beginn der 50er Jahre

(lifePR) (Magdeburg, ) Im Sommer 1950 überließ die sowjetische Besatzungsmacht den Strafvollzugsorganen der DDR das Doppelhafthaus B/D sowie das Hafthaus C des "Roten Ochsen" zur weiteren Nutzung. Bereits kurze Zeit später - nach der Besetzung der Zentrale des deutschen Zweiges der Zeugen Jehovas in Magdeburg - wurden dem neu gegründeten Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) in Halle eigene Zellen zur Nutzung überlassen. Das diesjährige Halle-Forum erinnert an diese Übergangsphase der Repressionsgeschichte zu Beginn der 1950er Jahre.

Noch im ersten Jahr seines Bestehens inszenierte das MfS eine Reihe von Schauprozessen nach sowjetischem Vorbild. An dieses Kapitel stalinistischer Politik erinnert Dr. Sascha Möbius, Leiter der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, in seinem Eröffnungsvortrag am Freitag. Anschließend geht Daniel Bohse, Leiter der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg, auf das Wirken der sowjetischen Geheimdienste im "Roten Ochsen" zwischen 1949 und 1953 ein. Am Abend des ersten Veranstaltungstages liest der Autor Dr. Andreas Petersen (Berlin) aus seiner kürzlich erschienenen Biografie des fast 100jährigen Erwin Jöris und zeigt Ausschnitte aus seiner ebenfalls Jöris gewidmeten Filmdokumentation "Zwischen Hitler und Stalin". Ein nachfolgendes Autorengespräch beschließt den ersten Tag des Halle-Forums.

Am Samstag folgen Beiträge von Dr. Jan Foitzik (Berlin) zu Aufbau und Entwicklung der ostdeutschen Sicherheitsorgane bis zum Volksaufstand am 17. Juni 1953 sowie von Dr. André Gursky, Leiter der Gedenkstätte ROTER OCHSE, zu den Feindbildern des MfS zwischen 1950 bis 1953. In einem abschließenden Podiumsgespräch zum offenen Justizterror in der SBZ und frühen DDR diskutieren Rudi Beckert (Berlin), ehemaliger Richter am Obersten Gericht der DDR und die Zeithistoriker Dr. Jutta Braun (Potsdam), Dr. Falco Werkentin (Berlin) und Dr. Klaus-Dieter Müller (Dresden).

Das Halle-Forum ist eine Veranstaltung der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) und des Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V., dem Bildungszentrum Schloss Wendgräben der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Verein Gegen Vergessen-Für Demokratie e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Stiftung Rechtsstaat Sachsen- Anhalt e.V.

Die Veranstaltung ist kostenpflichtig, Anmeldungen erfolgen in den Tagungsbüros der o.g. Veranstaltungsorte.

Orte/Zeit:
Hotel MARITIM Halle
21. September 2012, 16:00 Uhr

Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale)
22. September 2012, 9:00 Uhr

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Weihnachten bei uns - TV-Aufzeichnung aus der Stadthalle Chemnitz

, Kunst & Kultur, C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH

"Weihnachten bei uns" - das ist die große Show vor der Bescherung aus der Stadthalle in Chemnitz. Nationale und internationale Stars werden dabei...

Weihnachtskonzert 18.12.

, Kunst & Kultur, Staatstheater Darmstadt

Konzert am vierten Advent im Staatstheater Darmstadt Es ist bereits eine Tradition: Am Sonntag, 18. Dezember, dem vierten Advent, stimmt das...

Mitten in Niederbayern: Hundertwassers Märchenweihnacht

, Kunst & Kultur, NewsWork AG

Mehr als 300.000 LED-Lichter verwandeln derzeit wieder den Hundertwasser-Turm im niederbayerischen Abensberg (Kreis Kelheim) in ein märchenhaftes...

Disclaimer